Wie der Rauch in meinem trüben Halse
rings auch mein klammes Heim umfängt,
Ein Heim für
Meines müden Geistes
Schleierfahrt.

Geherzte Sicht ist doch geöffnet noch im
schlacken Hall nach Deiner Augen
Süßen Kuss;
Befangen ist mein Leib,
Gefangen in dem Durst nach Deinen Armen.

Ein Tun das meine Lungen so zum Brennen bringt
Wie kaltes Nass sich schmiegt an meinen Körper.
Birgt Abscheu,
Doch rettet mir mein Lachen
Das ihr so eifrig zu erschlagen sucht.

Denn nur durch diesen Drang es zu vergessen, 
gelingt es mir 
nicht von dem schreiend Sog der euren aufgerissnen Münder
In die Schlucht zu fallen,
die dies "zuhause" in sich trägt.

Geherzte Sicht, so
Schlägt es aus die Flamme
Und geht tauben Schrittes weg.
Zurück
Ins falsche Heim.

Comments

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    Wundervoll! :)

  • Author Portrait

    Vielleicht nicht im ersten Lesen sofort für jederman verständlich, aber bei dir liest man ja eh gerne mehrfach. ;) Großartiges Gedicht und seine 5/5 mehr als wert. :D PS: Ich glaube dir, mah deinem Unmut durchaus Luft und falls du doch mal jemanden brauchst, du weißt wo du uns findest. :)

  • Author Portrait

    Sehr anspruchsvolle Sprache, die du hier verwendest, Dauphin :) Ist beim ersten Lesen nicht direkt zugänglich, aber ein zweites Lesen/ etwas nachdenken lohnt auf jeden Fall! Mir gefallen die Synästhesien sehr gut, auch wenn es manchmal etwas verwirrend wirkt, vielleicht willst du ja auch gerade die Verwirrtheit/Verstörung/Verzweiflung (was auch immer :P) des lyrischen Ichs zum Ausdruck bringen! Auf jeden Fall sehr gewählte Sprache, die manchmal auch ein bisschen "alt" wirkt, das ändert aber nichts daran, dass das Gedicht sehr schön ist! 5/5 :)

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