Ich wollte ihm schreiben, dass mein Herz Luftsprünge machte, wenn ich auch nur an ihn dachte und dass die Schmetterlinge in meinem Bauch durchdrehten, wenn er lächelte. Er hat mir gezeigt, dass auch ich fähig bin zu lieben, es zulassen kann geliebt zu werden und er war bereit, mich so zu nehmen wie ich bin, auch wenn das sicherlich nicht immer einfach war.  Wenn er wüsste, wie sehr er mein zuvor fast nicht existentes Selbstbewusstsein aufzubauen und meinem Leben einen vollkommen neuen Sinn zu geben. Er war es, der mir gezeigt hat, dass man sich nicht immer an die Regeln halten muss, sondern dass es legitim ist sie zu brechen, wenn es denn nötig ist. Ohne ihn hätte ich niemals gelernt, wie intensiv, wie prickelnd, wie wunderschön das Leben sein kann. Ich wäre wohl einer dieser verbitterten Menschen geworden, die das Ausleben ihrer Träume immer auf morgen verschieben, bis sie eines Tages merken, dass sie ihr Blütezeit verpasst haben, dass der Zenit überschritten wurde und sie all diese kostbare Zeit einfach so wartend haben verstreichen lassen. Dafür bin ich ihm so unendlich dankbar. Mein Leben ohne ihn mochte ich mir nicht mal vorstellen, zu schmerzhaft der Gedanke ohne ihn zu sein und zu groß die Angst ins alte Verhalten zurückzufallen. 
All das wollte ich ihm schreiben, doch nun ist er weg und hat mich alleine zurückgelassen. Seitdem fehlen mir die Worte und jedes Blatt, dass ich anfasse, starre ich einfach nur an, fast so als würden wie aus Zauberhand plötzlich Worte da sein, die ihn überzeugen könnten zu mir zurückzukommen. Natürlich wird weder das eine noch das andere jemals passieren, und so sitze ich einfach da ohne einen Stift auch nur anzufassen. Das Papier bleibt weiß, ein Platz für Worte, die es füllen und ihm eine Bedeutung geben. Ohne sie ist es austauschbar, ein leerer Rahmen, dem das Wesentliche fehlt, vollkommen unbedeutend und kalt. Wenn ich so darüber nachdenke, hätte ich meine Gefühle wohl kaum besser beschreiben können...

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