III.  Systema Natura Chronista - Aragnoid ( Sutaram üdnoma)

Definition des Registers

Die Aragnoid, auch als Blausäure-, Zyankali-, Todes-, oder Mandelspinne bezeichnet, ist eine Spinnenart der Regenwaldinsel Kiriba. Im Zuge einer Kraftwerkatastrophe wuchs diese Art auf eine für Spinnen gigantische Größe an. Da sie zudem sehr giftig sind und dazu übergingen Menschen zu töten/zu fressen wurde Kiriba als Sperrzone erklärt.

 

Taxonomie

Großgruppe: Tiere

Stamm:           Gliederfüßer

Unterstamm: Kieferklauenträger

Klasse:            Spinnentiere

Ordnung:       Webspinnen

Subordnung: Echte Webspinnen

Familie:           Springspinnen

Gattung:         Sutaram

Art:                  Sutaram üdnoma

 

Merkmale

Wie alle Spinnen besitzt diese Spinne vier Beinpaare und Kieferklauen. Die Färbung basiert meist auf einem hellen blau und wird durch eine rötliche Zeichnung an Rücken und der Kopfpartie unterbrochen. Diese Zeichnungen können durch hormonelle Anregung zum Leuchten bzw. aufblicken gebracht werden, was oft der Kommunikation mit Artgenossen dient. Nachts leuchten die roten Bereiche durch eine Biolumineszenz, dennoch ist die hormonelle Kommunikation auch in der Nacht möglich, da die Spinnen selbst kleinste Lichtunterschiede wahrnehmen können. Diese Spinne besitzt mehrere Spinndrüsen und kann daher ein hohes Maß an Fäden produzieren. Die Beine sind mit einem pelzigen Flaum bedeckt, der in der Regel hellbraun ist. Ausnahme bildet hier die Segmente die besonders beim Springen genutzt werden. Diese weisen ein dunkleres braun auf und sind meist auch weniger flauschig. Die Kopfpartie ist durch die vier markanten Augen gekennzeichnet. Diese sind neben der Lichtwahrnehmung auch dazu geeignet, Infrarot zu sehen. Unter der verhärteten Kopfplatte liegt das recht große Gehirn, dass einen Großteil des Kopfes ausmacht. Diese Spinne ist auch zu abstraktem denken fähig und sollte keines Falls unterschätzt werden. Die Kieferklauen sind recht kräftig und weisen jeweils eine hohle Spitze auf, die bei der Giftinjektion wie Spritzen funktionieren.


Gift

Das Gift der Aragnoid ist eine besonders aggressive Cyanid-Verbindung. Es handelt sich um HCN auch bekannt als Blausäure. Durch den Mandelgeruch des Gifts bekam diese Spinne ihren Zweitnamen "Mandelspinne". Bei einem Biss werden etwa 6 mg Blausäure injizierte, was binnen weniger Sekunden tödlich ist.  Die Wirkungsweise dieses Gifts beruht auf der Hemmung des Enzyms Cytochrom-c-Oxidase in der Atmungskette. Dadurch wird die Sauerstoffverwertung in der Zelle unterbunden. Gegengifte sind 4-Dimethylaminophenol-Hydrochlorid (4-DMAP), Natriumthiosulfat, Hydroxycobalamin (Vitamin B12a, im Cyanokit), Amylnitrit.

Die Giftproduktion läuft bei dieser Spinne sehr schnell ab, weshalb sie nicht sparsam damit umgehen muss. Sie ist in der Konsequenz ein Träger des Gift-Elements. 

 

Lebensraum

Die Aragnoid ist eine Spinne, welche die Küsten- und Tieflandregenwälder von Kiriba bis 2.000 Meter ü. M. belebt. Dort kommt sie ausschließlich auf dem Regenwaldboden und in höheren Lagen auch auf Gebirgswiesen vor. Wobei Gebirgswiesen seltener besiedelt werden.

 

Lebensweise

Ernährungsweise

Die Aragnoid kann aufgrund ihrer Größe, ihrem Gift und ihres Rudellebens selbst größere Beute schlagen. Das Beutespektrum erstreckt sich von anderen Wirbellosen, hier bevorzugt Spinnentiere, unter anderem auch Artgenossen, und andere Gliederfüßer, bis hin zu größeren Wirbeltiere wie Reptilien, Amphibien, Vögel und Säugetieren. Bei den Wirbeltieren gibt es eine eindeutige Tendenz zu gleichwarmer Beute, also Vögeln und Säugern.

 

Jagdstrategien

Die Jagdstrategien sind ganz von Beute und Anzahl der Jäger abhängig. In der Regel wird eine Hetzjagd vorgenommen, meist mit mehreren Mitgliedern, die sich während der Verfolgung aufteilen umso der Beute die Fluchtwege zu nehmen.

Ebenso wirft diese Spinne mit Netzen um sich bzw. spinnt diese zwischen Äste um Beute zu fangen. Auch verwendet sie Stolperfäden über die unachtsame Beute stolpert und dann leicht zu ergreifen ist.

Beim ergreifen der Beute lassen sich auch verschiedene Verhaltensweisen beobachten.

Zum einen das schnelle Vorstoßen und darauf folgende Gift injizieren.

Zum anderen die Fesselung mit Spinnenfäden. Hier kommt es oft auch dazu, die Beute vor der Injizierenrung des Gifts, mehrere Minuten lang über den Boden zu schleifen.

Beim Menschen wurde eine weitere Jagdmethode entdeckt. Einzelne Spinnen begeben sich zu ahnungslosen Menschen und verbergen dabei ihre Giftklauen. Indem sie die pelzigen Zangen nach vorne strecken und die Injektionsnadeln unter ihrem Kopf verstecken. Dies kann die Spinne problemlos mehrere Tage vollführen. Die Spinne gibt sich zutraulich und neigt dazu geschmust bzw. am Kopf gestreichelt zu werden. Dabei versucht die Spinne Menschen aus einer Gruppe zu separieren um sie dann bei einem erneuten Streichelversuch zu töten. Der Grund für dieses Verhalten könnte wohl darin liegen, dass einige dieser Spinnen bereits Bekanntschaft mit menschlichen Waffen, wie Gewähren und Pistolen, gemacht haben.

 

Verhalten

Diese Spinne ist sowohl Tag- als auch Nachtaktiv.

Die Aragnoid ist eine sehr soziale Spinne und kommt nur selten einzeln vor. In der Regel lebt sie in Rudeln von drei bis sechs Tieren. Jedoch liegt der Durchschnitt bei drei bis vier Tieren pro Rudel. In jedem Rudel gibt es meist eine Anführerin, nur selten sind Männchen in einem Rudel an vorderster Position. Die anderen Mitglieder stehen alle auf gleicher Stufe, mit Ausnahme von Jungtieren, diese stehen in der Hierarchie an dritter Stelle.

 

Lebenszyklus & Fortpflanzung

Beim Balztanz kämpfen die Männchen mit ihren Tanz um die Aufmerksamkeit der Weibchen. Das Männchen besitzt Baucherweiterungen in Form von Klappen, die es bei seinem Tanz anhebt und ausklappt. Die Bauchklappen werden jedoch nur in der Endphase des Balztanzes erweitert. 

Wenn das Männchen etwa einen halben Meter vom Weibchen entfernt ist, hebt das Männchen seinen Bauch und entfaltet seine Seitenklappen. Sein Abdomen ist dann als bunt aufleuchtende Scheibe erkennbar. Rechts und links davon sind seine dritten Laufbeine ausgestreckt. Mit diesen schüttelt das Männchen wild hin und her. Das Hin- und Herlaufen vermindert dabei fast unmerklich den Abstand zum Weibchen. Wenn das Weibchen von dem Balztanz des Männchens imponiert ist, bewegt es sich nicht mehr und gibt dem Männchen somit die Chance, auf sie zu klettern. Daraufhin dreht das Männchen sein Abdomen und führt seine Pedipalpen, die hier als Spermaüberträger dienen, ein. Dieser Vorgang kann bis zu zwei Stunden dauern. Gleich nach dem Entlassen der Pedipalpen bewegt es sich so schnell wie möglich weit weg vom Weibchen.


In der Regel besteht das Gelege aus zwei Eiern, seltener aus einem oder drei. Nach einer Brutdauer von 43–47 Tagen schlüpfen die Jungen. Das älteste attackiert bald nach dem Schlupf das Jüngere und tötet es schließlich (Kainismus). Danach verspeist das lebende Jungtier das getötete Jungtier. (Kanibalismus) 


Prädator(en)

Diese Spinne neigt zu Kannibalismus, ansonsten existieren keine Prädatoren.


Gefährdung

Diese Spinne ist aufgrund ihrer Spitzenposition als Jägerin, vergleichsweise selten. Die CUI stuft sie als Rarität ein, obwohl bisher keine Bestandszahlen erhoben wurden.


Entwicklungs- und Verbreitungsgeschichte

Die Arganoid war vor etwa 35 Jahren noch eine winzige Spinnenart von etwa 6 Millimetern Körperlänge. Damals waren sie aufgrund des Städtewachstums und ihrem sehr begrenzten Lebensraums vom Aussterben bedroht. Die letzten Exemplare wurden in eine Schutzeinrichtung in Fleuroby, die damalige Hauptstadt Raja Kiribas gebracht. In Fleuroby existierte ein neuartiges Kraftwerk das hochkonzentrierte Energie erzeugen konnte, dieses ist bei der Fleuroby Reaktorkatastrophe (1986) zerstört worden. Die verwendete Technologie, es ist bis heute nicht ganz geklärt worum es sich gehandelt haben könnte, man sagt es sei eines der Mythologischen Juwelen des Lebens gewesen, explodierte mit dem Kraftwerk und schleuderte eine gigantische Ansammlung an Mutationsfördernder Strahlung in das Umland. Viele Menschen und ihre Haustiere starben in Folge dessen durch Krebs. Die Aragnoid profitierte durch diese Mutationsrate da sie an Wachstum und Stärke gewann. Zwar besaß sie schon vorher Cyankali als Gift, dieses konnte aber durch die schwachen Beißwerkzeuge nicht in menschliche Haut oder die Haut anderer Wirbeltiere injiziert werden. Durch den Evolutionären Schub breiteten sich die Aragnoid rasant auf Kiriba aus. Die Reproduktionsrate des Spinnennachwuchs ließ nur langsam nach, heutzutage werden zwei Eier gelegt, von denen das jeweils schwächere stirbt, früher produzierten die Spinnen an die 100 bis 150 Eier pro Gelege.


Kulturelle Bedeutung

Haltung

Menschen sollten sich vor dieser Spinne in acht nehmen, denn sie betrachtet jedes gleichwarme Tier, also auch den Menschen, als Beute.

Selbst Spinnen die von einem Trainer gefangen wurden können immer noch Menschen angreifen, auch ihren eigenen Trainer. Weshalb bei der Arbeit mit diesen Spinnen äußerste Vorsicht herrschen sollte.


Wirtschaftliche Nutzung

Ihr Gift hat eine Komponente die als wirksames Medikament gegen einige Krankheiten eingesetzt werden kann. Allerdings kann diese Komponente bisher nur von lebenden Spinnen gewonnen werden.

 

Anmerkungen

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