III.  Systema Natura Chronista - Jingul (Nilig jingul)

Definition des Registers

Die Jingul, oder Zweiggiraffe, ist eine Giraffenart, welche auf Raja Kiriba zu finden ist. Sie tragen das Pflanzenelement und sind von grüner Farbe. Sie wurde Jahrhunderte lang als Ernte- und Fruchtbarkeitsgottheit verehrt.

 

Taxonomie

Großgruppe: Tiere

Stamm:           Chordatiere

Unterstamm: Schädeltiere

Klasse:            Säugetiere

Ordnung:       Paarhufer

Subordnung: Wiederkäuer

Familie:           Girafffenartige

Gattung:         Nilig

Art:                 Nilig jingul

 

Merkmale

Jingul können eine Höhe von bis zu 580 Zentimetern, eine Schulterhöhe von bis zu 350 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu 920 Kilogramm erreichen.

Der Hals der Jinguls ist außergewöhnlich lang. Wie bei fast allen Säugetieren besteht die Halswirbelsäule aus nur sieben Halswirbeln, die aber hier stark verlängert sind. Der Hals wird von einer einzigen, sehr starken Sehne in einem Winkel von etwa 55° gehalten. Die Sehne verläuft vom Hinterkopf der Jingul bis zum Steiß und ist für den „Höcker“ zwischen Hals und Körper verantwortlich. Der Ruhezustand hält Hals und Kopf in der aufrechten Position; um den Kopf nach unten zu bewegen, z. B. zum Trinken, muss die Jingul Arbeit von Muskeln aufbringen. Der Hals trägt auf seiner ganzen Länge eine hellbraune Stehmähne. Am oberen Rande der Stirnbein-Knochenzapfen befindet sich ein Büschel hellbrauner Haare. Die Nasenlöcher sind schlitzförmig und können bei Bedarf verschlossen werden. Die Schwanzquaste besteht aus dunkelbraunen kräftigen Haaren von bis zu 0,7 Meter Länge. Die bläuliche Zunge kann bis zu 50 Zentimeter lang werden. Sie ist zum Greifen befähigt und im vorderen Bereich zum Schutz vor Sonnenbrand stark pigmentiert.

Die Vorderbeine sind länger als die Hinterbeine, so dass die Rückenlinie nach hinten deutlich abfällt. Ebenso markant ist die extrem lange bläuliche Zunge, mit der Giraffen ihre Nahrung von Ästen abstreifen. Diese erreicht eine Länge von bis zu 40 Zentimetern.  

Zwei kleine "Hörner" sitzen bei beiden Geschlechtern dem Kopf auf, hierbei handelt es sich um Knochenzapfen, die mit Haut überzogen sind. In seltenen Fällen wächst dahinter ein weiteres Paar Stirnzapfen. Diese Hörner, werden auch als "Geweihzapfen" bezeichnet, da sie sich im Laufe des Alters einem Geweih ähnlich verästeln. Allerdings hängt die Verästelung mit einem Hormonhaushalt zusammen, welcher stärkeren Jinguls, ein schnelleres Verästelungswachstum erlaubt. Sodass sie mehr, als Sinnbild für die Stärke/Fitness eines Jinguls zu verstehen sind. Manche Jinguls haben zudem einen knochigen Höcker zwischen den Augen, der ähnlich wie die Stirnzapfen strukturiert ist. Vermutlich lassen sich so auch die Jingul-Gottheiten mit vier verästeln Geweihhörnern und einem Zentralen unverästelten Horn erklären.


Jinguls erreichen eine Spitzengeschwindigkeit von 55 km/h. Diese Geschwindigkeit erreichen sie, aber nur auf festem Untergrund. In ihrem sumpfartigen Lebensraum würden solche Geschwindigkeiten, die Standfestigkeit und damit die Gesundheit des Individuums ernsthaft gefährden.


Die Zweiggiraffe ist ein Träger des Pflanzen-Elements und mit einer der stärksten Vertreter dieser Element-Klasse.


Fell

Das Muster des Haarkleids besteht aus dunkelbraunen Flecken, die sich von der helleren grünen Grundfarbe abheben. Je nach Individuum variieren Form und Farbe der Flecken. Die Unterseite ist hell und ungefleckt. Die Flecken dienen der Tarnung und der Regulierung der Körpertemperatur. Im Unterhautgewebe verläuft um jeden Flecken eine ringförmige Arterie, die Äste von Kapillaren in den Flecken hinein aussendet. Über eine stärkere Durchblutung kann die Jingul so mehr Körperwärme abgeben und ist nicht auf Schatten angewiesen.  

Der Geruch des Haarkleids ist für den Menschen unangenehm. Jingulbullen riechen stärker als -Jingulkühe. An Fäkalien erinnern speziell die Stoffe Indol und Skatol, darüber hinaus finden sich Octan, Benzaldehyd, Heptanal, Octanal, Nonanal, p-Kresol, Tetradecan- und Hexadecansäure im Fell. Die meisten dieser Verbindungen hemmen das Wachstum von Bakterien oder Pilzen, wie sie auf der Haut von Säugetieren vorkommen und so den Symbionten im grünen Haarkleid schaden könnten. Der Gehalt von p-Kresol im Jingulshaar ist ausreichend, um Zecken abzuschrecken.

 

Lebensraum

Jinguls leben ausschließlich auf Raja Kiriba, dort besiedeln sie Bambuswälder und sumpfartige Auengebiete.

 

Lebensweise

Ernährungsweise

Jinguls ernähren sich von allerhand Pflanzen in Ufernähe die sie beim warten durch das Wasser erreichen können. Insbesondere Blätter, seltener Beeren oder Früchte stehen auf ihrem Speiseplan. 


Sozialverhalten

Jinguls leben einzelgängerisch oder in losen Verbänden. Dabei hängt das Sozialverhalten vom Geschlecht ab: Weibchen tun sich stets zu Herden von 4 bis 30 Tieren zusammen, die jedoch immer wieder in der Zusammensetzung wechseln. Junge Männchen formen vor der Geschlechtsreife eigene Verbände, ehe sie zu Einzelgängern werden. Treffen zwei Bullen aufeinander, kommt es meistens zu einem ritualisierten Kampf, bei dem die Tiere nebeneinander stehen und ihren Kopf gegen den Hals des Konkurrenten schlagen. Dabei wird auf eine Verwendung der Geweihhörner verzichtet. Zu Kämpfen kommt es in der Regel nur unter männlichen Jinguls mit gleicher Verästelungszahl an den Geweihhörnern. Zur Paarungszeit können solche Kämpfe aggressiver ausfallen und eine Heftigkeit annehmen, bei der einer der Konkurrenten bewusstlos geschlagen wird.


Fortpflanzung

Die Tragzeit dauert 14 bis 15 Monate. In der Regel wird nur ein einziges Kalb geboren. Die Geburt erfolgt im Stehen, so dass die Neugeborenen aus zwei Metern Höhe zu Boden fallen. Neugeborene Jinguls sind etwa 50 Kilogramm schwer und 1,8 Meter hoch, erreichen so gerade das Euter der Mutter. Während ihre Beine zu diesem Zeitpunkt schon weit entwickelt sind, wächst ihr Hals postnatal noch auf die fast dreifache Länge an. Sie stehen innerhalb einer Stunde fest auf ihren Beinen und fangen nach wenigen Stunden an zu laufen. Allerdings werden die Kälber erst nach zwei bis drei Wochen mit der Herde vereint.

Ein Kalb bleibt etwa eineinhalb Jahre bei seiner Mutter. Mit vier Jahren wird es geschlechtsreif, mit sechs Jahren erreicht es die volle Größe. In der Wildnis können Jinguls 25 Jahre, in Gefangenschaft 35 Jahre alt werden.

 

Gefährdung

Zweiggiraffen gelten als häuig und damit keinem besonderen Schutz bedürft, was vor allem daran liegen könnte, dass diese große Art Jahrhunderte lang den Status einer lokalen Heiligkeit besaß und immer noch besitzt. Der Bestand wird derzeit auf 80.000 Tiere geschätzt und gilt als stabil.


Kulturelle Bedeutung

Jinguls sind eher scheue Wesen. Begegnen sie einem Menschen, waren sie Distanz. Einige Exemplare gelten aber als neugierig und weniger scheu.


Jinguls mit vier verzweigten Geweihhörnern und einem Knochnenhorn, wurden in alter Zeit als Gottheit verehrt. Sie sollten die Wälder schützen und das Leben bewahren. Es heißt, dass die Jingul ("jene die den Fluss staut"), wenn sie nicht aus ihren Flüssen vertrieben werden, dass Wasser darin hindern in den alles verschlingenden Ozean zu fließen. Weshalb schon vor Jahrhunderten diesen Lebewesen, selbst wenn sie nicht die entsprechende Anzahl an Stirnzapfen hatte, Respekt gezollt wurde um gute Ernten zu erreichen. Zweiggiraffen mit der entsprechenden Anzahl an Stirnzapfen, sollen in der Lage sein Tote zum Leben zu erwecken. Unabhängig von ihrer Stirnzapfenanzahl wurden Jinguls auch als Hüter der Jahreszeiten verehrt, man glaubte solange es Jinguls gibt wird es Jahreszeiten geben - eine Ansicht die auf der Monsununterworfenen Insel Raja stärker vertreten wahr, als auf der Regenwaldinsel Kiriba.

 

Anmerkungen

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