Im Felsenkeller

Nach etwa zehn Minuten Fahrt erreichten sie ein Lokal, das von außen eher unscheinbar wirkte, die vielen Autos am Parkplatz aber verrieten, das es gut besucht war. Sie gingen durch den Haupteingang und wurden sofort von einem Ober begrüßt: "Guten Abend, die Herrschaften! Herr Handl, einen Platz für zwei im Felsenkeller?" - "Das wär genau das Richtige, Anton!" - "Bitte folgen sie mir! Herr Handl, ich darf sie bitten, das nächste Mal zu reservieren, der Platz wäre nämlich eigentlich schon vergeben, aber da sie heute in so charmanter Begleitung erschienen sind, dachte ich mir, dass ich ihn für sie freigeben muss!" - "Sehr aufmerksam, Anton, ich weiß das zu schätzen!" Als sie in den Felsenkeller kamen, erblickte sie der Chef des Hauses, der offenbar mit Peter befreundet war. "Ah, Peter wie schön, dass du uns auch wieder mal beehrst!" Er streckte Ricarda die Hand hin: "Guten Abend und herzlich Willkommen im Felsenkeller! Ich bin Rupert Holzer, der Inhaber. Grüß dich alter Kampfgenosse!" begrüßte er auch Peter jetzt per Handschlag. Anton hat speziell für euch ein schönes Platzerl lukriert." - "Hallo Bertl, ich freu mich auch, wieder mal bei dir Gast zu sein! Das ist meine Freundin Ricarda Bachler!" Sie folgten Rupert zu einem kleinen Tisch, wo das Personal schon damit beschäftigt war, für zwei Personen zu decken. Rupert wechselte leise ein paar Worte mit Oberkellner Johann und wandte sich wieder den Beiden zu. "Peter, du weißt, du hast noch was gut bei mir, also bestellt euch, was ihr wollt, es geht alles aufs Haus!" - "Aber Bertl, das war doch nur ein kleiner Gefallen! Vergiss es!" - "Aber ganz sicher nicht! Ich tu dir halt auch einen kleinen Gefallen! Bitte lasst es euch gut gehen, es sei euch wohl vergönnt! Ich wünsch euch einen schönen Abend, Ich muss mich wieder anderen Dingen zuwenden, aber ich kann mir vorstellen, dass ihr ohnehin die Zweisamkeit genießen wollt!" Mit einem Zwinkern verschwand Holzer in Richtung Bar. Ricarda war sichtlich beeindruckt, welch große Privilegien Peter hier genoss. Peter strahlte sie an. "Und, wie gefällt  es dir hier?" - "Oh Peter, das ist wirklich was Besonderes!" Der Oberkellner kam und hielt eine Flasche Champagner mit dem Etikett zu Peter. "Aber Johann, doch keinen Champagner!" - "Der Chef besteht darauf, ihnen nur das Beste vom Besten anzubieten Herr Handl. Sie würden sonst zu sparen versuchen, meinte er und das sei überhaupt nicht erwünscht. Er lässt ausrichten, sie möchten den Abend in vollen Zügen genießen!" Ein Blick zur Bar bestätigte die Aussage. Rupert Holzer stand dort mit erhobenem Daumen und nickte dazu. "Na gut, dann tun wir das. Danke Johann!" Einige der Gäste hatten Peter beim Betreten des Lokals zugenickt. Er schien wohlbekannt zu sein hier. Gerade winkte ihm ein Mann zu, der sich in Begleitung einer auffallend schönen jungen Frau befand. Sie warf ihm eine Kusshand zu. Ricarda sah etwas befremdet drein. "Du kennst ja scheinbar Gott und die Welt." - "Leonhard, ein Geschäftsfreund mit seiner "Gefährtin" Irina." - "Die sieht fantastisch aus!" - "DU siehst fantastisch aus! Und im Gegensatz zu ihr, bist du das auch, mein Liebling" - "Peter, du hast gerade Liebling zu mir gesagt!" Es schien sie unbändig  zu freuen. "Nun, das bist du ja auch! Stört es dich, wenn ich dich so nenne?" - "Keineswegs" Der Kellner kam und gab ein paar Empfehlungen des Chefkoches ab, der in der Tür erschien und den Beiden zuwinkte. Er deutete mit den Fingern der rechten Hand die Zahl drei und führte anschließend Zeigefinger und Daumen zu seinen gespitzten Lippen. "Peter lächelte: Eine Empfehlung von höchster Ebene! Das nehmen wir Johann! Einverstanden, Liebling?" Ricarda nickte überwältigt und Peter deutete dem Chefkoch das OK-Zeichen. Den übrigen Gästen blieb nicht verborgen, dass es sich bei Peter und seiner Begleitung offenbar um Ehrengäste handelte. Dieses Lokal war in Prominentenkreisen ein echter "Geheimtipp" und nicht wenige der Anwesenden baten nun den Kellner, doch das Selbe zu bringen, "wie Herr Handl bestellt hatte..."

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