IV. Klischees, Fähigkeiten und Schwächen - 3

IV. c) Schwächen

1. Zwänge

Die Legenden, dass Vampire einem Zählzwang unterliegen, sind generell zutreffend. Wirft man ihnen eine Handvoll Reis hin, Mohnsamen, Körner etc., zwingt sie etwas in sich, diese zu zählen, bevor sie ihren Weg fortsetzen können.

Das selbe gilt für Fischernetze oder Seile mit Knoten. Erst, wenn alle Maschen gezählt sind bzw. alle Knoten gelöst, lässt der Zwang nach.

 

In diesem Wissen haben Dorfbewohner früherer Epochen den Sarg von unglücklich Verstorbenen (Tod durch Unfall, Mord, Krankheit - alles außer Altersschwäche) oftmals mit Reis oder Korn ausgestreut oder den Körper in ein Fischernetz gewickelt, um den Toten am Wiederauferstehen zu hindern.

 

Alte Vampire, die über Erfahrung und Macht verfügen, können diesem Zwang allerdings widerstehen und erliegen diesem kaum bis gar nicht mehr.

 

2. Wasser

Vampire mögen kein Wasser. Sie verabscheuen Regen und fürchten fließende Gewässer.

 

Das resultiert sich aus mehreren Gründen:

Da eine der Ursprungstheorien über Vampire besagt, dass diese durch den Biss einer Desmodontina (Vampirfledermaus) entstanden sind, wurden auch Eigenschaften dieser Tiere auf die Vampire übertragen.

So vermeiden Fledermäuse bei Regen den Flug, da es sie zu viel Energie kosten würde und kaum Insektenflug herrscht. Stattdessen dösen sie in ihren Quartieren, bis der Regen nachlässt.

Ebenso reagieren Vampire auf Regen. Sie werden müde und träge.

 

Desweiteren haben Vampire eine fast pathologische Angst vor fließenden Gewässern. Das liegt nicht daran, dass sie nicht schwimmen könnten. Selbst Vampire, die als Menschen begeisterte Schwimmer waren, verspüren diese Angst. Diese rührt daher, dass auch Fledermäuse zwar theoretisch des Schwimmens mächtig sind, aber das Wasser meiden.

 

Auch hier gilt, dass ein alter, erfahrener Vampir diese Ängste und Schwächen ablegen kann.

 

3. Hunde

Vampire mögen keine Hunde, haben regelrecht Angst vor ihnen. Schon ein kleiner Kläffer im Haus kann ausreichen, um einen Vampir zu vertreiben. Oftmals sind Hunde effektiver als jede andere Art der Verteidigung.

 

Woher diese Angst kommt, ist nicht ganz geklärt, aber man geht davon aus, dass sie aus einer natürlichen Rivalität zwischen frühen Primaten und prähistorischen Hunden herrührt, die einen tiefsitzenden Hass auf Hunde in den Vampiren zurückgelassen hat.

Da sich bei der Verwandlung in einen Vampir die DNA des Menschen verändert, erlangt man gewissermaßen auch das kollektive genetische Gedächtnis der Rasse Vampir und übernimmt diese Ängste, auch wenn man sie als Mensch nicht verspürt hat.

 

Wieder gilt, dass es natürlich Ausnahmen gibt und Vampire, die ohne ihre riesige deutsche Dogge niemals das Haus verlassen würden.

 

4. Feuer

Vampire fürchten das Feuer, weil es das Einzige ist, das bei ihnen Narben hinterlässt und deren Wunden nicht sofort wieder verheilen. Man kann es nicht kontrollieren, was Vampire nicht ausstehen können.

 

5. Silber

Manche Überlieferungen sagen aus, dass man die Verwandlung in einen Vampir verhindert kann, wenn man dem Gebissenen Silbermünzen in den Mund steckt.

Andere gehen davon aus, dass Vampire, ähnlich wie Werwölfe, auf Silber reagieren und bei Berührung damit sterben.

Das ist nicht zutreffend. Vampire sterben nicht beim Kontakt mit Silber und erleiden auch keine schweren Verbrennungen.

Allerdings stimmt es, dass es sie schwächt. Handelt es sich um reines Silber, wirkt das wie Regen auf Vampire, macht diese kraftlos, träge, müde und lähmt ihre Gliedmaßen.

 

6. Neugier

Jemand, der so lange leben kann wie ein Vampir, hat schon fast alles gesehen und sucht deswegen fast verzweifelt nach neuem Futter für das Gehirn. Ein Vampir will immer mehr und mehr wissen, deswegen verschlingen sie ganze Bibliotheken von Büchern.

Diese Neugier kann sie aber auch schwächen, weil es sie ablenkt und im falschen Moment unaufmerksam werden lassen kann.

 

7. Arroganz

Vampire nehmen sich selbst oft sehr ernst und reagieren sehr beleidigt, wenn man sie der Lächerlichkeit preisgibt, ihre Erfolge nicht würdigt oder sie der Feigheit bezichtigt.

Sie setzen dann alles daran, zu beweisen, dass diese Anschuldigungen nicht zutreffend sind. Das kann einen Gewittersturm an vampirischer Rache zur Folge haben gegen den, der sie beleidigt hat, aber auch zum Ende des Vampirs führen, wenn sich dieser zu sehr überschätzt.

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