January - Jetzt oder nie 21

AVA


Helles Licht fiel auf meine geschlossenen Augenlieder und weckte mich aus einem ziemlich verwirrenden Traum. Mir war viel zu warm und ich spürte eine Last auf der Brust, die mir das Atmen erschwerte. Ich öffnete vorsichtig ein Auge und lugte verschlafen in den Raum. Wieso war es so hell? Ich zog immer diese hässlichen grünen Vorhänge zu.

Moment mal... Wo waren meine grünen Vorhänge?

 Die Last auf meiner Brust zuckte und ich identifizierte sie als einen Arm. Oh fuck, was hab ich getan?

Die Erinnerung kroch langsam durch meine Gehirnwindungen. Der Proberaum, wilde Knutschereien auf dem Flur, noch mehr Whiskey und dann dieses Zimmer. Sein Zimmer.

Ich schielte nach rechts. Mason schlief scheinbar noch fest. Er lag auf der Seite und hatte seinen Arm besitzergreifend auf meine Brust gelegt. Gott war dieser Mann schön. Ohne die Falte, die sich auf seiner Stirn bildete wenn er streng schaute, was er bei mir ja oft tat, sah er so jung aus.

Vorsichtig packte ich sein Handgelenk, um seinen Arm von meiner nackten Brust zu heben, ohne ihn dabei zu wecken.

»Vergiss es, Ava« Der Mistkerl war doch wach gewesen. Seine Augen waren nach wie vor geschlossen, als er begann mit seinem Daumen kleine Kreise auf meiner Brust zu zeichnen. Meine Brustwarzen wurden sofort steif. Verräter. Ein Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit.

»Ich muss aber los.« Er öffnete seine Augen, blickte mich skeptisch an und gähnte.

»Und was ist wichtiger, als einen Sonntag im Bett zu verbringen?« Er wollte seinen Sonntag mit mir im Bett verbringen?

»Ich wollte noch etwas arbeiten. Es ist noch nicht perfekt. Außerdem warst du derjenige, der mich auf der Dachterrasse daran erinnert hat, dass ich zum Arbeiten hier bin und nicht um in der horizontal….«

»Hör auf«, er klang sauer, »ich war ein Idiot als ich das gesagt habe Ava.« Er blickte mir in die Augen und die Falte auf seiner Stirn war wieder da.

»Du arbeitest mehr als alle anderen hier zusammen. Deine Choreo ist perfekt. Sie macht mich wahnsinnig und allein beim Gedanken daran was du gestern Nacht an dieser Polestange und auf meinem Schoß getan hast, werde ich geil. Kannst du mir bis hier hin folgen?« Mason Scott sagte nette Dinge zu mir und er war scharf auf mich? Ich brachte nur ein Nicken zustande.

»Braves Mädchen.« Er hob seinen Arm und strich mir liebevoll über die Wange. Da meine Brüste ohne seinen schützenden Arm völlig entblößt waren, zupfte ich an der Bettdecke.

Moment mal. Ich war nackt. Hatte ich mit Mason Scott geschlafen und wusste es nicht mehr? Ich durchforstete mein träges Hirn. Es nahm mir den übermäßigen Alkoholkonsum in der vergangenen Nacht noch immer übel.

Mason zog die Decke wieder herunter. »Baby glaub mir, es gibt nichts was ich in der letzten Nacht nicht gesehen habe.« Sein anzügliches Grinsen sprach Bände.

»Oh mein Gott.«Ich schlug mir die Hände vors Gesicht.

»Darf ich dich was fragen? Aber bitte nimm es mir nicht übel.« Ich musste es wissen.

»Wir hatten keine Sex, Ave.« Erleichterung überkam mich. Sollte ich jemals mit diesem Mann Sex haben, dann wollte ich es in vollen Zügen genießen.

»Ave?« Ich zog die Augenbraue hoch.

»Naja, ich finde wo du schon nackt in meinem Bett liegst, brauche ich eine Abkürzung für deinen Namen. »

»Mein Name besteht aus 3 Buchstaben, MASE.« Sein Lächeln verschwand und er versteifte sich.

»So nennt meine Schwester mich immer.«

»Was das betrifft, wollte ich eh mit dir reden…«

»Nein.« Diese Antwort kam wie aus der Pistole geschossen. Kaum dachte ich, ihn ein bisschen besser zu kennen, zog er die Mauern wieder hoch und verschwand dahinter.

»Sorry. Pass auf Ave, ich mache dir einen Vorschlag, weil das hier« , er machte eine Handbewegung zwischen uns hin und her, »kann nur funktionieren, wenn wir ein paar Regeln festlegen solange es geht.«

Ich schluckte. »Regeln?«

Er nickte.»Ja Regeln. Baby, ich glaube immer noch, dass das mit uns nicht richtig ist aber ich kann mich einfach nicht von dir fernhalten. Ich muss wissen warum. Es ist eigentlich ganz einfach: Es geht so lange, wie die Dreharbeiten andauern. Danach gehen wir wieder getrennte Wege. In der Öffentlichkeit lassen wir uns ausschließlich als Kollegen blicken. Niemand darf erfahren was wir hinter verschlossenen Türen treiben. Wenn du dich damit einverstanden erklärst, wirst du mir gehören. Keine anderen Männer, Ave und keine Fragen.« Er sah mich hoffnungsvoll an. Er wollte also was? Eine Fickbeziehung mit Ablaufdatum? Ich fühlte mich zwar unglaublich zu ihm hingezogen, aber ich wusste nicht ob ich das sein konnte, was er von mir verlangte. Aus unerfindlichen Gründen fühlte ich mich ohnehin schon viel zu sehr zu ihm hingezogen. Ich wusste er würde mir früher oder später wehtun.

»Ich weiß nicht ob ich das kann, Mason.«

»Denk darüber nach Baby. Wir könnten eine fantastische Zeit zusammen haben.« Er kam näher und legte seine Lippen zärtlich auf meine. Dieser Kuss war so unschuldig und vorsichtig, doch er öffnete schmerzhaft mein Herz, krallte sich daran fest und nistete sich ein. Atemlos richtete ich mich auf und stieg, in die Bettdecke gewickelt, aus dem Bett.

»Mason, ich glaub nicht, dass ich das sein kann was du haben möchtest.«

Er setzte sich auf, lehnte sich mit dem Rücken gegen den Kopfteil des Bettes und verschränkte die Arme vor seiner Brust. Diese Muskeln und der Waschbrettbauch machten es mir nicht gerade leichter einen klaren Kopf zu bekommen. Ich blickte weiter hinunter zu der Spur heller Härchen, welche in seiner Boxershorts verschwanden. Masons Brust zuckte und als ich aufblickte, lächelte er. Er hatte mitbekommen dass ich ihn schon wieder angaffte.

»Ave, glaub mir. Du bist genau das was ich haben will. Viel mehr noch als das, aber leider ist dieser Vorschlag alles was ich dir bieten kann. Ich hoffe du sagst ja.«

Ich packte mein Top, den Rock und meinen BH, doch mein Höschen konnte ich nicht finden, also beschloss ich es zu opfern.

»Ich lass es dich wissen.« Auf seine Decke würde er vorerst verzichten müssen, denn nur mit ihr bedeckt stürzte ich raus auf den Flur. Als ich mich meiner Tür zuwandte, wurden mir 2 Dinge schmerzhaft klar: 1. Ich stand nur in eine Decke gewickelt auf dem Flur und 2. Wo war meine Schlüsselkarte.

Masons Türe öffnete sich und er stolzierte schadenfroh zu mir rüber. Wohlbemerkt immer noch nur in Boxershorts.

»Ich dachte mir, die brauchst du vielleicht noch. »Er wedelte mit meiner Schlüsselkarte vor meinen Augen herum. Als ich sie ihm abnehmen wollte, streckte er den Arm hoch und sofort war ich durch meine Größe benachteiligt. Ich hüpfte um ihn herum und als ich mir darüber bewusst wurde welches Bild wir hier abgeben mussten, konnte auch ich das Grinsen nicht mehr zurückhalten und wir brachen gemeinsam in Gelächter aus.

Ich wischte mir eine Träne aus dem Auge. »Kann ich jetzt meine Karte haben, bevor jemand uns so sieht?«

»Ich fürchte dafür ist es zu spät« sagte Mason und blickte selbstgefällig hinter mich.

Jamie stand in einer Pyjamahose im Türrahmen seines Zimmers und sah dabei alles andere als erfreut aus.

Mason schlenderte an mir vorbei zu meiner Türe und öffnete sie mit der Zimmerkarte. Dann drückte er mir die Karte in die Hand und küsste mich flüchtig auf die Stirn.

»Lass mich nicht zu lange warten Ave.« Er verschwand in seinem Zimmer und ich drehte mich zu Jamie.

»Hey. Du bist aus England zurück.«

»Ja seit gestern Abend schon. Ich hab bei dir geklopft. «

»Hast du? Ich.. ich war nicht da.« Er hob abwehrend die Hände und schüttelte den Kopf.

»Bitte keine Einzelheiten. Du solltest dir was anziehen. « Er musterte mich von oben bis unten.

»Ja das sollte ich.« Ich richtete mich zur Tür, hielt dann jedoch inne.

»Jamie, sehe ich dich später?« Er überlegte kurz und atmete tief durch bevor er anwortete.

»Frühstück um 10?«

 Mein Herz machte einen Freudensprung. »Nichts lieber als das.«

 

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  • Author Portrait

    Aber der Arsch behandelt sie doch wirklich wie eine Nutte! Mögen Frauen sowas?

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