January - Jetzt oder nie 46

AVA


Das Treppenhaus war noch beleuchtet, doch weder in der Küche, noch im Wohnzimmer brannte Licht. Mason musste also schon zu Bett gegangen sein. Ich rannte die nächste Treppe hoch und blieb schwer atmend vor seiner Tür stehen. Der gepackte Koffer stand davor und durch den Türschlitz drang Licht. Er war also noch wach.  

Ich stand da und wollte anklopfen, doch mein Mut schwand. Was erwartete ich von Ihm? Dass er mich in die Arme schloss und wir glücklich und zufrieden miteinander alt wurden? Ja das wäre mein persönliches Happy End. Doch das Leben lehrte mich bisher, dass es solche Szenarien nur in Disney-Filmen gab. Ich sollte ihn endlich zur Ruhe kommen lassen. Er musste meinetwegen schon genug durchmachen. Ich sollte ihm die Möglichkeit geben glücklich zu werden. Ich ließ die Schultern hängen und rieb mir die Tränen aus dem Gesicht. Verheult mit Waschbär-Makeup sollte er mich sowieso besser nicht sehen. Als ich mich in Richtung meines Zimmers aufmachen wollte, beschloss das Schicksal mir noch mal einen richtigen Seitenhieb zu verpassen. Ich vergaß den Koffer und rannte das schwere Plastikungetüm um. Er knallte auf den Holzdielenboden und verursachte höllischen Lärm. Beim Versuch ihn abzufangen, machte ich einen schnellen Schritt nach vorne. Der Absatz meines Schuhs hatte auf solch schnelle Bewegungen aber keine Lust und beschloss abzubrechen, wodurch ich das Gleichgewicht verlor und mit einem noch lauteren Knall neben dem Koffer landete. Zur Krönung riss beim Sturz der Neckholder meines Kleides und legte einen Teil meines BH´s frei.  

Ich vernahm Schritte und, wie sollte es auch anders sein, Masons Zimmertüre öffnete sich. Sekundenlang sah er mich verdutzt an und ich fühlte mich wie eine Hauptattraktion im Zirkus. Jedoch keine tolle beeindruckende Attraktion, wie die Seiltänzerin, die Ihren Körper in 10 Meter Höhe auf erotische Weise verdrehte und dadurch dem Publikum ein begeistertes Staunen entlockte. Nein. Ich war eher die dicke Frau, die seit 5 Jahren nicht mehr durch die Türe ihres Trailers passte und nun als Kuriosität durchs Land gefahren wurde. 

Zu meiner unendlichen Traurigkeit darüber Mason nie als Mann in meinem Leben zu haben, paarte sich nun Scham. Ich war bemüht mich zusammenzureißen, doch als Mason die Lippen zusammenpresste, sich den Handrücken vor den Mund hielt und dann losprustete, merkte ich mich nicht mehr lange beherrschen zu können. Mein Versuch aufzustehen scheiterte, da ich den abgebrochenen Absatz vergaß und mein Gewicht auf den kaputten Schuh lagerte. Das führte dazu, dass ich auf halber Strecke wieder auf meinen Hintern zurückfiel und Mason nun ebenfalls Tränen in den Augen hatte. Jedoch durchs Lachen. Ein Schluchzer bahnte sich einen Weg und verließ geräuschvoll meine Kehle um einen erneuten Heulkrampf anzukündigen. Ich schämte mich so unglaublich. 

Mason wurde sofort ernst und kniete sich neben mich. 

»Ave, hast du dich verletzt? Es tut mir Leid. Ich bin echt ein Idiot.« Die Tatsache, dass er mich Ave nannte machte alles nur schlimmer. Ich konnte nicht antworten, da ich zu sehr mit hyperventilieren beschäftigt war. Oh Gott er war sicher froh wenn er mich los war.  

»Baby, bitte sprich mit mir. Hast du dir wehgetan?« Ich sah ihn durch meine verquollenen Augen an und schüttelte langsam den Kopf. 

»Warum bist du überhaupt hier oben?« Er strich mir die Haarlocken aus dem Gesicht, die sich bei meinem Sturz aus der Frisur gelöst hatten. Sein besorgter Blick, der rastlos über mein Gesicht wanderte senkte sich runter zu meinem zerstörten Kleid. Seine Augen funkelten kurz auf, als sie über die Stelle wanderten, an der mein Kleid meinen schwarzen Spitzen-BH freilegte. Die Cup´s des BH´s waren leicht durchsichtig und ich konnte mir denken, dass das der Grund war, weshalb ihm kurz die Gesichtszüge entgleisten. Sein Atem stockte, doch dann nahm er die zerrissenen Enden des Kleids in die Hand und knotete sie zusammen. Diese Handlung hatte etwas so intimes, dass sich mein innerstes zusammenzog. Jedes Mal wenn seine Hände meine nackte Haut berührten, jagten gefühlte tausend Volt durch meinen Körper. 

Ich wusste nicht, wo ich den Mut hernahm, doch als ich den Mund öffnete verließen die Worte ihn, ohne dass ich darüber nachdenken konnte. 

»Mase« Augenblicklich fanden seine Augen meine. »Ich bin hier weil... ich liebe dich.« Sein Gesicht verlor jeglichen Ausdruck und er starrte mich an. Sekunden fühlten sich an wie Minuten und er blieb stumm. Ich blickte auf den Boden, da ich nicht wieder anfangen wollte zu heulen. Es war nur noch erniedrigend. Ich regte mich um aufzustehen, doch seine Worte ließen mich innehalten.  

»Du erinnerst dich wieder.« Es klang nicht wie eine Frage und ich war nicht sicher ob er trotzdem eine Antwort erwartete. Da er nichts mehr hinzufügte beschloss ich einfach alles loszuwerden, was mir auf dem Herzen lag. 

»Seit heute Nachmittag ist alles zurück. Als der Unfall passierte, war ich auf dem Weg zu dir.« Mason verzog schmerzvoll das Gesicht. »Ich wollte dir damals sagen, dass ich dich liebe. Ich wollte es mit dir versuchen. Der Moment in dem Em mir sagte was der Grund für dein Verhalten war... ich hatte dir eigentlich sofort verziehen. Aber ich war verletzt, dass du mir nicht genug vertraut hast. Mir fehlten einfach noch die letzten Bausteine in meinem durchsiebten Hirn um festzustellen, dass du der Eine für mich bist.« Ich blickte zu Boden, da er noch immer keine Regung zeigte. »Ich wollte nur, dass du das weißt. Das du weißt, dass niemand je so viel für mich getan hat wie du und dass ich es bereue, dich im Gegenzug so schlecht und undankbar behandelt zu haben. Weißt du Mase, ich hab dich gehört im Krankenhaus. Du hast den ganzen Tag mit mir geredet. Du warst das Licht im Dunkeln.« 

Mason legte einen Finger unter mein Kinn.  

»Ave, sieh mich an.« Ich schaute zu ihm auf. Als ich etwas sagen wollte, legte er den Finger auf meine Lippen. »Schhh.« Er glitt mit seinem Mund über meinen, küsste mich mehrmals mit geschlossenen Lippen. Seine Hände umfassten mein Gesicht. Ich hatte mit allem gerechnet, nur nicht damit. Ich brauchte einen Moment um zu realisieren, dass das hier echt war. Er öffnete leicht seinen Mund und umschloss meine Unterlippe. Als er vorsichtig daran saugte, stöhnte ich auf. Er zog sich zurück und betrachtete mein Gesicht, meinen Mund, meinen Hals. Mein Brustkorb hob und senkte sich heftig. Er beugte sich vor und verteilte federleichte Küsse auf meinem Hals. Seine Zunge strich genau an der Stelle entlang, an der mein Puls so heftig schlug.  

»Mase...« Bei dem Klang meiner Stimme wanderte einer seiner Arme zu meinem Rücken und der andere legte sich unter meine Kniekehlen. 

»Was machst du d..« Als würde ich nichts wiegen, hob er mich hoch. Ich legte die Arme um seinen Hals und er trug mich in sein Zimmer. Ich war zuvor nie darin gewesen. Selbst in der Zeit, in der ich allein hier lebte, wollte ich seine Privatsphäre nicht stören. Ich nahm nur die gröbsten Eindrücke wahr. Sobald er die Türe mit dem Fuß geschlossen hatte, stellte er mich auf die Füße. Ich stieg aus den Schuhen und Mason drehte sich um, um die Türe abzuschließen. Das Klicken des Türschlosses verursachte mir einen Schauer. Es hörte sich an, wie ein Versprechen. Es fühlte sich nicht danach an, unerwünschte Besucher nicht hinein zu lassen, sondern vielmehr danach, dass er mich in dieser Nacht nicht gehen ließe. Das war das was ich wollte. Ich wollte ihn so sehr. 

Mason trat nah an mich heran und ich erkannte mein Spiegelbild in seinen Pupillen. Hitze pulsierte durch meinen Körper und sammelte sich in meinem Bauch. Er beobachtete mich genau und schien jede kleinste Regung meinerseits wahrzunehmen. Er hob seine Hand und fuhr mit den Fingerspitzen über mein Schlüsselbein, zwischen meinen Brüsten entlang bis zu meinem Bauchnabel. Ich stöhnte wieder und schloss die Augen, während ich meinen Kopf leicht nach hinten beugte.  

»Baby, dich so zu sehen ist das schönste, was ich je betrachten durfte.« Mein Körper erzitterte bei seinen Worten. Er zog mich wieder an sich um mich sanft zu küssen. Ganz langsam teilte seine Zunge meine Lippen und strich über meine. Ich knöpfte sein Hemd auf und fuhr über die harten Muskeln seiner Brust und dann hinunter, bis zu der Spur feiner Härchen, die unterhalb seines Nabels in seiner Hose verschwanden. Meine Hände glitten wieder hinauf , streiften ihm das Hemd über die breiten, muskulösen Schultern und ließen es zu Boden fallen. Ich löste meine Lippen von seinen und verteilte Küsse auf seiner Brust. Als ich ihn leicht in sein Schlüsselbein bis, stöhnte er auf. Es war das erotischste, was ich je gehört hatte. Meine Fingern setzten ihre Erkundungstour fort, hinunter zu der beeindruckenden Beule in seiner Hose. Leicht strich ich über seine volle Härte und er warf stöhnen den Kopf in den Nacken. 

»Oh Gott, du bringst mich um.« brachte er hervor. Ich knöpfte die Anzughose auf und zog langsam den Reißverschluss herunter, wobei ich, natürlich völlig unbeabsichtigt, sein Glied berührte. Als die Hose sich zu seinem Hemd auf dem Boden gesellte, stieg er aus ihr hinaus. Nun stand dieser schöne Mann nur noch in einer engen Boxershorts vor mir. Ich biss mir auf die Unterlippe und genoss den Anblick, der sich mir bot. In Masons fragendem Blick lag so viel Lust. Zu wissen, dass ich dafür verantwortlich war löste ein unglaublich machtvolles Gefühl in mir aus. 

Ich machte einen Schritt zurück und beugte runter, um mit der Zunge über das V zu lecken, welches seine Muskeln bezeichneten bevor sie in seiner Shorts verschwanden. Meine Finger schlüpften unter den Bund und währen ich vor ihm auf die Knie sank, zog ich seine Boxershorts mit herunter. Sein beeindruckender Schwanz ragte vor mir auf und ich leckte mir über die Lippen, bevor ich den Mund um seine Spitze schloss.  

»Oh fuck...A....ohh.« Die Tatsache, dass er nicht mal mehr meinen drei Buchstaben langen Namen aussprechen konnte, beflügelte mich zusätzlich meine Zunge hervorschnellen zu lassen. Ganz langsam nahm ich ihn tiefer in meinen Mund auf und verfiel in einen langsamen aber steigen Rhythmus. Meine Hände lagen an seinen Hüften und wanderten dann um ihn herum. Als ich mit den Fingernägeln über seinen Hintern kratzte, brannten bei Mason alle Sicherungen der Beherrschung durch. Er zog mich an meinen Armen abrupt hoch, presste seinen Mund hart auf meine geschwollenen Lippen und drückte mich grob gegen die Türe hinter mir. Sein Schwanz presste sich hart gegen meinen Bauch. Ihn mit dem Mund zu verwöhnen hatte mich derart angemacht, dass ich das Gefühl hatte zu explodieren, würde er mich nicht bald berühren.  

»Bitte, Mase....fass mich an.« Er löste sich von mir und ich erschauerte, als ich seine Hände an meinen Schenkeln spürte. Er hob mein Kleid an und sah mir tief in die Augen.  

»Baby, ich mach´s wieder gut.« Bevor ich fragen konnte was er meinte, packte er den Saum meines Kleides fest in seine Fäuste und riss es in 2 Hälften. Ich schnappte nach Luft. Mase warf den Fetzen, der einmal eines meiner Lieblingskleider war, zu Seite und trat wieder an mich heran. Er senkte seinen Kopf und umschloss meine Brustwarze durch den dünnen Spitzen-BH. 

»Bitte...« Ich zog fest an seinen Haaren und er legte mir die Hände auf den Po um mich hochzuheben. Ich schlang die Beine um seine Hüften und wurde fast wahnsinnig bei dem Gefühl, das sein Glied an meiner Mitte auslöste. Während er mich zu seinem riesigen Bett trug, saugte er an meinem Hals und ich schwöre, hätte er das in Verbindung mit seinem Schwanz, der beim Gehen an meiner Mitte rieb nur 10 Sekunden länger getan, ich wäre gekommen. Er suchte meinen Blick, während er mir mein Höschen über die Hüften zog und dann meine Beine anhob, um es mir ganz auszuziehen. Bis auf meinen BH war nun auch ich völlig entblößt. Sein Blick brannte auf meiner nackten Haut. Er beugte sich, noch immer vor dem Bett stehend, über mich und zog die Cups des BH´s nach unten, sodass sie meine Brüste nun nach oben drückten. Er knabberte abwechselnd an beiden Brustwarzen und der süße Schmerz, der dadurch entstand, fuhr ungebremst in meinen Unterleib. Als er sich wieder aufrichtete, spreizte er mit den Händen meine Schenkel. Einen langen Moment betrachtete er mich. 

»Baby, du bist so wahnsinnig nass für mich.« Ich keuchte auf. Er zog meine Hüften an den Rand des Bettes und kniete sich davor. Ihm so derart ausgeliefert zu sein, turnte mich ungemein an. Er positionierte sich genau zwischen meinen Beinen und legte meine Schenkel auf seine Schultern. Im nächsten Moment spürte ich bereits seine warme, nasse Zunge an meiner Klit. Dieses unglaubliche Gefühl ließ mich auffahren. Ich hob den Oberkörper an und stütze mich mit einer Hand hinter mir auf dem Bett ab, während ich mit der anderen durch sein Haar fuhr. Er leckte mehrere Male in ganzer länge über meine Mitte, bevor er meine Klit zwischen seine Lippen nahm und daran saugte.  

»Scheiße.....ja....« Er wiederholte den Vorgang, leckte, saugte und ich konnte es nicht länger aushalten. Ich zog so stark an seinen Haaren, dass er den Kopf heben musste. 

»Ich will dich so sehr.« Mase grinste, leckte ein letztes mal über meine Pussy und stand dann auf. Das Bett gab etwas nach, als er sich darauf kniete und mich küsste. Ich schmeckte mich auf seinen Lippen. Langsam kroch ich unter ihm Weg um höher aufs Bett zu rutschen. Wie ein Raubtier, kam auch er hinterher. Das Spiel seiner Arm,- und Schultermuskeln verlieh ihm etwas gefährliches. Als er über mir, auf die Unterarme gestützt verweilte, sah er mich so liebevoll an, dass meine Augen feucht wurden. 

»Ave? Ist alles ok?« Es war mehr als nur okay. 

»Es ist perfekt.« Ich hob die Hüften ungeduldig an und dann sah ich die geliebten Grübchen auf seinem Gesicht, als er mich anlächelte.  

Er griff mit einer Hand zwischen uns und ich spürte seine Härte an meiner Öffnung. Vorsichtig bewegte er sich ein wenig, ohne jedoch in mich einzudringen. Ich war so unglaublich feucht, dass seine Spitze direkt ein wenig in mich eintauchte als ich die Hüften abermals hob.  

»Fuck Baby, du bist so eng.« Mason war die Anspannung anzusehen. Er kämpfte um seine Selbstbeherrschung. 

»Oh Gott...« Ich japste als Mason ganz langsam, Zentimeter um Zentimeter in mich eindrang. Ich dehnte mich um ihn und der Druck, den er verursachte, fegte jeden Gedanken aus meinen Kopf. Es existierten nur noch er und ich und diese Gefühle.  

»Ave, öffne deine Augen.« Ich hatte überhaupt nicht mitbekommen wann ich sie geschlossen hatte. Ich sah ihn an und mein Herz hüpfte vor Begeisterung. Er bewegte sich langsam in mir und ich stöhnte auf, ohne den Blick nochmal von ihm zu lösen.  

»Ich liebe dich Ava Moore.« Es war mir nicht möglich zu antworten, da er sich nun schneller bewegte und mich dadurch meiner Muttersprache und allem, was dieser nah kam beraubte. Seine Hände umrahmten mein Gesicht und er küsste unentwegt abwechselnd meine Lippen und meinen Hals. Mehr und mehr steigerte er das Tempo und seine Stöße wurden härter. 

»Baby, ich will dass du für mich kommst.« Seine Stimme klang dunkel.  

»Oh Gott......ja Mase. Ich bin gleich so....« Mase platzierte seine Hand zwischen uns und umkreiste mit den Fingern meine Klit.  

Ich zersprang in tausend Teile , nicht fähig die Gefühle beschreiben oder ausdrücken zu können, die dieser Mann in mir auslöste. Ich zog mich rhythmisch um Masons Glied zusammen und er stieß einige Flüche aus. Sein Schwanz wurde immer härter. 

»Scheiße, du fühlst dich so gut an.« Und dann spürte ich ihn in mir pulsieren.  

Seine Bewegungen wurden langsamer und schließlich hörten sie ganz auf. Sein Gewicht auf mir fühlte sich gut an. Ich strich mit den Fingern über seinen Rücken und spürte die Gänsehaut, die sich dadurch auf seiner Haut bildete. Als unser beider Puls sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, hob er den Kopf und verharrte über meinem Gesicht.  

»Happy Birthday, Ave« sagte er leise bevor er mich innig küsste.  

Ich wusste nicht ob Minuten oder Stunden vergangen waren, als Mase aufstand und in seinem Bad verschwand. Ich hörte das Wasser rauschen und kurze Zeit später tauchte dieser unglaublich schöne, nackte Mann wieder im Schlafzimmer auf. Er brachte einen Waschlappen und ein Handtuch mit, damit ich mich kurz säubern konnte. Er brachte die Sachen danach wieder ins Bad zurück, schaltete das Licht aus und legte sich zu mir. Er zog mich an sich, schlang den Arm um mich und ich legte meinen Kopf auf seiner Brust ab. 

»Mase, es tut mit alles so leid...« 

»Pssst Baby. Denk jetzt nicht daran.« 

»Mase?« 

»Hmm?« 

»Ich liebe dich.« 

»Ich glaub, ich liebe dich, seit du mir auf dem Dach eine Ohrfeige verpasst hast.« 

Lächelnd fiel ich in einen tiefen Schlaf. 

 *******

Ich wachte auf, wollte jedoch die Augen noch nicht öffnen. Ein Lächeln umspielte meine Lippen bei dem Gedanken an die letzte Nacht. Ich breitete die Arme aus, in der Erwartung auf seine feste, warme Haut zu treffen. Doch da war nichts....ich suchte das Laken ab und stieß auf einen kühlen, runden Gegenstand. Ich öffnete die Augen und suchte das Laken ab. Mein Blick blieb an einem Zettel und einer gläsernen Halbkugel hängen. Ich richtete mich auf und nahm den Zettel in die Hand.  

  - Guten Morgen, frohe Weihnachten und vor allem: Happy Birthday XO - 

Meine Mundwinkel hoben sich und ich schenkte dem Gegenstand der bei dem Zettel lag meine Aufmerksamkeit. Als ich ihn hochnahm erkannte ich, dass es sich um eine Schneekugel handelte. Ich schüttelte sie leicht und schaute, wie die Kügelchen erst hochflogen und dann langsam auf den Boden der Kugel sanken. In der Mitte der Kugel prangten silberne Glitzerbuchstaben, die das Wort " January" bildeten. Ich runzelte die Stirn, weil mir die Bedeutung im Zusammenhang mit einer Schneekugel nicht klar war.  

Ich schwang die Beine aus dem Bett und stand auf. Über Masons Schreibtischstuhl hing ein Sweatshirt welches ich mir überzog. Er reichte mir fast bis zu den Knien. 

Mir war bereits in der Nacht aufgefallen, dass Masons Zimmer anders aussah wie der Rest des Hauses. Hier spiegelte sich seine Persönlichkeit wider. An den Wänden hingen Bilder von ihm und seiner Schwester, ein Familienfoto, welches die beiden am Strand mit ihren Eltern zeigte und schließlich Bilder von Mia. Regale waren mit Büchern bestückt und auf dem Schreibtisch lagen selbstgemalte Bilder auf denen "Für Onkel Mason, von Mia " stand. 

Bepackt mit der Schneekugel ging ich raus auf den Flur. Ich musste an die unschöne Szene gestern Nacht denken und dabei fiel mir etwas auf. Masons Koffer war weg. 

Mein Puls beschleunigte sich und mein Magen zog sich schmerzhaft zusammen. Ich rannte die Treppe herunter. Es war kühl im Haus. Der Kamin im Wohnzimmer brannte nicht. Alles war still. Viel zu still dafür, dass ich eigentlich Mason hier vermutete.  

»Mason?« Meine Stimme hallte durch die Eingangshalle und ich beschloss im Bad nachzusehen. 

Auf halbem Weg die Treppe hinauf wurde es mir dann klar. Der Koffer war weg....er war weg. Die ganze letzte Nacht hatte ich falsch interpretiert. Es war kein Neuanfang für ihn. Es war ein Abschied. Ich sank auf die Treppenstufe und ließ den Tränen freien Lauf. Wie konnte ich nur so dumm sein. Aus Trauer wurde Wut.....Wut über mich selbst. Wut darüber ihm mein Herz schon wieder geöffnet zu haben. Ich sah auf diese kitschige Schneekugel. Sie war ein Geschenk und wäre er noch hier, wäre es sicher das romantischste und schönste gewesen, welches sich in meinem Besitz befand. Doch jetzt, allein in diesem riesen Haus, war sie einfach nur kitschig, mit einem sinnlosen Wort darin und einem billigen Plastikboden. Ich holte aus und in dem Moment, in dem ich die Hand öffnete und die Schneekugel auf die gegenüberliegende Wand manövrierte, klackte das Türschloss und die Haustüre öffnete sich. Die Schneekugel zerschellte mit lautem Knall an der Wand, einen Meter von Masons Gesicht entfernt.  

Comments

  • Author Portrait

    heiß!!

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    Scharfe Szene! Sehr gekonnt erzählt! Absolute Leidenschaft! Bravo!

beta
Fairy Dust

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