Niewieder
will ich brechen
oder das Gefühl haben
in tausende, kleine Teile zu zerbersten
zu zerbersten wie Glas,
dass viel zu fest gehalten wurde

festhalten
niewieder will ich festgehalten werden
ich habe dir nie gehört
nie


Ich möchte mein Inneres
nach Außen tragen
umherwandernd
und frei sein

will mich auf kaltem Moosboden
zwischen immergrünen Tannen
und Zedern
niederlassen, niederlegen
zur Ruhe kommen

alles was ich spüren will
kaltes, feuchtes Moos unter meinen Fingern
kühler Wind im Gesicht
blinzeln
und die Sonne sehen
die durch den Nadelwald
hin durchscheint
die Wärme
fahler Lichtstrahlen
auf der Haut spüren

Staubpartikel betrachten
die in den Sonnenstrahlen
glitzern
als wären sie Feen.

Die Augen schließen
am kalten Moosboden liegend
und das Gefühl haben
frei zu sein.





Comments

  • Author Portrait

    Was für ein schönes Gedicht. Beim Lesen hatte ich das Gefühl im Wald auf einer Moosmatratze zu liegen, weil du es so gut beschrieben hast ;D

  • Author Portrait

    Wie all deine Werke sehr schön und tiefgründig und das erste Mal in Deutsch finde ich auch cool. :-)

  • Author Portrait

    Tolle Beschreibung! Fast alle Sinne werden angesprochen. Womit du das Gedicht eventuell noch verfeinern könntes, wäre eine Beschreibung der Düfte - nur ein kurzes Sample, eine bloße Erwähnung wie das Aroma von frischem Baumharz oder der würzigen Waldesluft. Aber das ist natürlich meckern auf ganz, ganz hohem Niveau. Alles in allem übermittelt der Text eine kraftvolle Botschaft mit wundervollen Beschreibungen. Für mich persönlich ein klares 5/5

  • Author Portrait

    schön <3

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