Kapitel 2

"Antony, aufstenen du musst in die Schule!"kreischt meine Mutter wie jeden morgen durch unsere Wohnung.

Egal ob ich Schule habe oder nicht um 6:30 Uhr muss ich aufstehen sonst bekomme ich Schläge von meiner Mutter, auf die ich verzichten kann. Da ich weiß, dass ich heute in der Schule wieder angegriffen werde stehe ich schnell auf. Kaum bin ich aus dem Bett gesprungen höre ich polternde Schrizte, die gleich in mein Zimmer stolpern werden wie jeden morgen.

"Bist du heute schwer von Bgriff," kreischt meine Mutter während sie in mein Zimmer fegt und mich noch im Bett erwartet," du sollst-", fängt sie an wird von mir unterbrochen.

"Mutter ich bin wach. Ich würde jetzt gerne ins Bad gehen."

Doch ich spürte eine Hand auf meiner Wange, die mein Gesicht mit einer Wucht traf, dass mein Kopf zur Seite flog.

"Unterbreche mich nie wieder Junge, hast du das verstanden. Wir haben doch schon mal darüber geredet wenn ich rede hast du den Mund zu halten, merk dir das endlich. Und jetzt husch husch ab mit dir ins Bad."

Kaum hatte sie das gesagt, drehte sich mein Körper um und brachte mich sicher ins Bad. Mein Geist war wie immer nicht da. Ich habe ihn schon als ich ein Kind war hinter einer riesen Mauer versteckt. So sicher dass ich nicht weiß ob irgendjemand es hinbekommt die Mauer zu brechen. Naja aber bisher interessiert es ja niemanden wer ich bin also kann ich noch lang auf Hilfe beten.

Mit meinen 16 Jahren bin ich in der Oberstufe eines Gymnasiums und trotz dass ich intelligent bin, wollte ich nie überspringen. Für mich sind die Unterrichtsstunden dann immer sehr langweilig und ich bekomme dann meistens irgendwelche Leute neben mich gestetzt, die das Thema nicht kapieren. Diese Leute texten mich meistens mit irgendwelchem Quark zu, der mich gar nicht interessiert und ich höre ihnen nicht zu.

"Antony beeilst du dich, du musst gleich gehen," jault meine Mutter obwohl ich noch eine halbe Stunde Zeit habe und sie mich nur los werden will.

"Ich bin gleich fertig."

Ich hatte mir einen Kaputzenpullover angezogen. Ich glaube die Leute nennen das heutzutage Hoddy und dazu eine Jeans. Eigentlich ein ganz normaler Straßenlook.

Meine braunen lockigen Haare hatte ich ein bisschen gekämmt aber ansonsten so gelassen wie sie sind. Zuletzt hatte ich mir noch meine Ray Ben Brille aufgesetzt und fand das ich heute eigentlich gar nicht so schlecht aussah. Also lief ich aus dem Bad zog mir meine Schuhe und Jacke an. Danach schnappte ich mir meinen Rucksack und veschwand ohne ein Wort aus dem Haus, so wie es meine Mutter wünschte.

Die Busshaltestelle war gleich um die Ecke also lief ich hin und setzte mich auf die Bank. Als ich auf die Uhr sah war klar dass ich wie jeden Tag eine halbe Stunde auf den Bus warten musste. Also schnappte ich mir ein Schulbuch aus meiner Tasche und laß es durch. Die meisten kann ich zwar eh schon auswendig aber noch einmal lesen schadet nie.

Meine Oma sagt immer 'man kann nie zu viel im Leben lernen'. Wo sie recht hat, hat sie recht. Es gibt immer Dinge die man neu dazu lernen kann.

Vertieft in meinem Buch merke ich gar nicht wie langsam die Menschen zur Bushaltestelle strömen. Plötzlich tippt jemand auf meine Schulter und ich zucke leicht zusammen. Ein lachen ertönt über mir. Ich bete zu Gott das es nicht das Arschloch aus meiner Schule ist. Langsam hebe ich meinen Kopf. Vor mir stand ein muskulöser junger Mann, der mich behindert angrinst.

Fragend sehe ich ihn an.

Er streckt mir die Hand entgegen uns meint: "Hi, mein Name ist Lion Grey und ich bin neu hier. Ich wollte dich eigentlich nur fragen mit welchem Bus ich fahren muss."

Überrascht sehe ich ihn an:" Mit dem 39iger," ich sehe auf meine Uhr und füge hinzu," der kommt in 10 Minuten.

Er antwortete mir dankbar und klingt dabei ehrlich:" Danke man. Ich glaube ich hätte glatt den falschen genommen."

Ich kichere zu diesem Kommentar:" Kein Ding ich helfe immer wieder gerne."

Belustigt sieht mich der hoch gewachsene Junge an und fragt mich dann:" Ey hast du vielleicht Lust mir zu zeigen wo diese Schule ist," er zeig auf ein Blatt Papier, wo die Adresse einer Schule steht, meiner Schule.

"Auf diese Schule gehe ich auch," lächle ich ihn schüchtern an.

"Wie cool ist das denn, dann kannst du mir auch gleich zeigen wo ich Unterricht habe. Bestimmt hat sich die Schule verändert seit ich weggezogen von," textet er mich übereifrig zu.

"Ich weiß nicht ob das so eine gute Idee ist wenn ich dir die Schule zeige," meine ich schüchten.

"Ach komm schon. Ich mein sonst muss ich mir jemand neues suchen der mir die Schule zeigt."

"Ich glaube das wäre besser," meine ich bedrückt und sehe zu Boden.

"Ich will aber das du mir die Schule zeigst."

"W-wie jetzt," stottere ich überrascht. Mein gegenüber grinst nur.

"Naja du könntest mir dann auch gleich deine Freunde vorstellen und so."

"Wenn ich welche hätte," nuschelte ich vor mich hin.

"Was?"

"Ach nichts. Ich zeige dir die Schule von mir aus, sonst hörst du nie auf zu nerven."

"Danke man. Das ist sehr nett von dir," meint er während ich nur stumm nicke.

Wenig später kam auch schon der Bus. Ich wollte grade los gehen mit meinem Rucksack auf dem Rücken, als mich jemand anrempelt und mein Buch aus der Hand fällt. Als ich mich grade bücken wollte, hielt Lion mir das Buch schon vor die Nase. Dankend lächle ich ihn an und stiege in den Bus. Nachdem ich mich auf meinen Platz gesetzt hatte sah wie sich jemand neben mir nieder ließ. Als ich hinüber sah, sah ich schokobraune Augen die mich anstarrten und sah schnell wieder weg. Froh darüber das es nicht Shawn sondern Lion war lehte ich im zurück. Shawn war der, der mir die ganzen blauen Flecke zu fügte und ein absolutes Arschloch.

Comments

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    Danke Xandra :)

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    Deine Texte sind sehr bewegend und erschütternd und toll geschrieben. Ich werde dran bleiben!

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Fairy Dust

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