Kapitel 20: IHR erster Gegenschlag

Gleich am nächsten Tag begannen Mahala und Debora mit der Aktion "Wir beklauen GOTT". Satan und die anderen Dämonen kehrten in die Hölle zurück, um das Höllenfeuer bereit zu stellen und Luzifer und die anderen Engel taten weiterhin so, als würden sie sich im Himmel ganz prima amüsieren. Mit dem Besuch bei Ketzias trauernden Eltern wollte Luzifer noch etwas warten. 
Einige Nächte nach dem Treffen am Felsendom wachte Luzifer wieder mal mitten in der Nacht auf. Es überraschte ihn wenig, dass Dominicus an seinem Bett saß. Schlaftrunken griff Luzifer nach seinen Dolchen, die er auf dem Nachtschrank abgelegt hatte und fragte:
"Gegen wen gehts diesmal?"
Aber Dominicus schüttelte nur leicht mit dem Kopf. Auf seinen Lippen lag ein sonderbares Lächeln. Luzifer fühlte sich plötzlich sehr unbehaglich. Was war hier los? Dominicus ließ ihn nicht lange im Unklaren.
"Und, wie geht es mit eurer kleinen Verschwörung voran?", fragte er. Luzifer durchfuhr ein eisiger Schreck. Was wusste Dominicus? Was konnte er wissen? Äußerlich gelassen antwortete er:
"Wovon redest du da? Was für eine Verschwörung?"
Dominicus beugte sich vor, bis sein Gesicht ganz dicht vor Luzifers war. Seine Stimme klang kalt, er als sagte:
"Du weißt ganz genau, wovon ich rede, Kleines Licht, Kleines Feuer! Glaubst du wirklich, dass ich, ein Seraphim, IHRE Stimme, nicht Bescheid wüsste, wenn hinter IHREM Rücken gegen SIE intrigiert wird? Hältst du mich wirklich für so dämlich? Und ich verrate dir noch etwas: SIE weiß ebenfalls genau Bescheid!"
"Du lügst! Wenn SIE von einer Verschwörung gegen SICH wüsste, hätte SIE dem schon längst ein Ende gesetzt und die Verschwörer aus dem Himmel geworfen."
"Oh, aber das wäre ziemlich langweilig. Nein, SIE wartet lieber ab, bis ihr so richtig schön versagt habt. Dann hat SIE wenigstens einen Grund, SICH mal wieder köstlich zu amüsieren."
"Auf Kosten der Seelen und Sterblichen!"
Dominicus zuckte gelangweilt mit den Schultern.
"Wen interessieren die schon?"
"Mich, zum Beispiel", fauchte Luzifer, "und viele andere auch! Aber warte nur, ihr werdet schon sehen, wohin das führt."
"Dich, mein lieber, führt es jedenfalls direkt in die Höhle der Strafen. Zur Abschreckung, sozusagen. Mal sehen, wie lange deine kleine Armee noch besteht, wenn ihr Anführer aus dem Verkehr gezogen ist. Ergreift ihn!"
Zwei Wächter rissen Luzifer aus dem Bett und zerrten ihn davon. Luzifer wandte sich an Dominicus und schrie:
"Das wird euch gar nichts nützen! Die Verschwörung besteht, auch ohne mich!"
"Gut, dann brauchen wir ja nicht besonders zimperlich mit dir umzugehen", erwiderte Dominicus eiskalt und gab den Wächtern einen Wink. Einer von ihnen schlug Luzifer, der sich heftig dagegen wehrte, weggeschleppt zu werden, mit seiner Faust gegen die Schläfe. Vor Luzifers Augen explodierten Sterne und dann wurde es dunkel...

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  • Author Portrait

    Und so zeigt sie ihr wahres Gesicht...

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