Kapitel 3

Frau Shermansky führte mich ein Mal quer durch den Schulflur, ehe wir abermals durch eine große Doppeltür stolzierten!

Wir gelangten auf einen kleinen Innenhof, der von Bäumen umzingelt war.
"Ganz schön leer hier!" bemerkte ich.
Die Direktorin nickte: "Ja, die meisten Schüler sind mit Sicherheit in
ihren Zimmern oder lassen den letzten Tag vor dem Unterricht noch mal außerhalb der Schule ausklingen!"

Ich bemerkte, dass der Innenhof deutlich freundlicher wirkte. Zwar war auch hier
alles plattbetoniert, jedoch stand unter jedem zweiten Baum eine schöne
Eichenholzbank mit schmiedeeisernen Details.

Durch die Bäume vielen von überall her kleine und große Schatten auf den Platz. Ich konnte mir gut vorstellen, hier im Sommer zu lernen. Schließlich würde sich das viel besser auf die Psyche auswirken und ich könnte mir denken, dass man dabei gleich viel mehr Lust bekommen würde, sich mit langweiligen Hausaufgaben zu beschäftigen. Nicht dass ich das sonderlich gerne machte.

Aus dem Augenwinkel sah ich die kleine Frau wohlwollend nicken.

"Die meisten Schüler lernen hier in den Freistunden bei schönem Wetter. Nachmittags, nach der Schule, kannst du aber auch in den Park bei den Wohnheimen gehen. Apropos! Lass uns gehen! Deine Zimmernachbarin wartet bestimmt schon auf dich."

Sie schritt über den kleinen Hof und verschwand zwischen zwei Bäumen. Ich schaute ihr misstrauisch nach, ehe ich ihr schnellen Schrittes folgte. Wir liefen eine
lange Allee entlang, die ebenfalls von hohen Bäumen begleitet wurde. Am Ende
standen wir abermals auf einen Hof, der aber dieses Mal von Ziegelsteinen
bedeckt war. Fünf große Häuser standen in einem Kreis rings um den Platz.

"Das sind die Wohnheime der Schüler! Zwei für die Jungs und drei für die Mädchen! Du wirst in Wohnheim der Athena wohnen!"

Ich runzelte die Stirn: "Athena?"

"Genau! Alle Wohnheime tragen die Namen einen Gottes, was aber nur der Tatsache dient, sich nicht zu verlaufen, denn Nummern wirken laut dem Schulrat nicht allzu einladend. Wie haben die Wohnheime: Zeus, Poseidon, Artemis, Aphrodite und Athena!"

Ich gab ein verstehenden Laut von mir und ging in Richtung meines Wohnheimes.

"Zimmer 13!" rief mir Frau Shermansky noch zu, ehe ich die Tür zu meinem neuen zu Haus öffnete.

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