Kapitel 3

Einige Tage später hatte ich mich bereits in meiner neuen Bleibe gut eingerichtet. Nur ein paar Kleinigkeiten musste ich noch aus meiner alten Wohnung holen. Ich hatte allerdings ein wenig Bammel davor. Ihr müsst wissen, ich hatte seit meiner Verwandlung in einen Vampir nicht einmal das Haus verlassen.Durfte ich das überhaupt? Ich fühlte mich hier drinnen langsam wie ein Gefangener, der sich selbst einsperrte. Ich musste zugeben, dass ich Angst vor mir selbst hatte. Ich hatte zwar gefrühstückt, wenn man das als bluttrinkendes Monster überhaupt so nennen konnte, hatte aber keine Ahnung wie ich auf Menschen reagieren würde. Klar, einem Menschen war ich schon seit meiner Verwandlung begegnet, jedoch konnte ich mir vorstellen, dass ich auf andere Menschen ganz anders reagierte. Es war meine gewohnte Umgebung in die ich für kurze Zeit zurückkehrte. Ich hoffte einfach niemandem auf dem Weg in meine Wohnung zu nahe zu kommen.


Leider stellte sich dieses Unterfangen als schwieriger heraus als gedacht. Schon auf dem Weg zu meiner Wohnung musste ich feststellen, dass heute unglaublich viele Menschen unterwegs waren. Kaum hatte er den Bereich des Wohnblockes verlassen, der von einer magischen Schutzmauer von den Blicken der Menschen schützte, lief er schon beinahe in zwei junge Frauen hinein, die ihn seltsam musterten. Er kontrollierte mit einer kurzen Geste, ob sein persönlicher Sichtschutz noch aktiv war und ging weiter. Elfen besaßen von Natur aus magische Fähigkeiten. Sie benutzen sie seit Jahrtausenden um ihre wahre Gestalt vor den Menschen und manchmal auch vor anderen Spezies zu verbergen. Spitz zulaufende Ohren und ein, für Menschen femininer Körperbau waren auffällig. Früher, als Elfen und Menschen noch von einander wussten und sich tolerierten brauchte kein Elf einen Sichtschutz. Keine Ahnung, wie es dazu hatte kommen können, dass sie sich vor den Menschen verbergen mussten. Also im Grunde war alles klar. Er kannte die Geschichte seines Volkes. Dennoch verstand er sie einfach nicht, was diesen Punkt betraf. Waren Elfen und Menschen wirklich so verschieden? Konnten sie nicht einfach friedlich miteinander leben. Nein. Offensichtlich nicht. Das hatte die Vergangenheit mehr als deutlich gezeigt, als die Menschen in ihrer Gier, nicht nur die wertvollen Wälder seines Volkes zerstört hatten, sondern ihnen auch die Unsterblichkeit nahmen. Gut, zugegeben, es war nicht nur ihre Schuld und sie waren auch nicht direkt dafür verantwortlich, aber sie trugen wohl die Hauptlast dieser Schuld. Ja, die Vergangenheit hatte meinem Volk schwer zugesetzt. Dennoch waren sie alle stolz und erhaben. Auch ich habe meinen Stolz. Auch, wenn ich mich von meinem Clan schon früh verabschieden musste, hatte ich immer noch eine Verbindung zur Natur und zur Magie. Deshalb hatte ich auch schon in jungen Jahren einen kleinen Konzern ins Leben gerufen. Meine Firma, die ich damals mit einem Freund gegründet hatte, stellt Naturkosmetik her und setzt sich für Umweltschutz ein. Ja, ich weiß, dass ist Frauenkram. Doch auch ich möchte Teil haben an der Verbesserung der Welt und das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Immerhin boomt die Kosmetikindustrie. Das hatte sie schon damals. Und sie ist voll von Chemiemist. Deshalb hatte ich die Firma gegründet. Mittlerweile war sie schon ein richtiger Großkonzern geworden. Mit viel Einfluss und auch Geld. Ich war trotzdem immer bodenständig geblieben.


Ich lief eilig weiter, Richtung öffentliche Verkehrsmittel, doch kaum war ich einige Meter gegangen hielt ein schwarzer Wagen hupend, neben mir an der Straße. Ein dunkel getöntes Fenster wurde geöffnet und ich sah in das Gesicht von Arik. Er trug eine dunkle Sonnenbrille und ein helles Hemd. Offensichtlich zum Schutz vor der Sonne. "Steig ein. Schnell", meinte er, kurz angebunden. Ich ging um das Auto herum und stieg auf der Beifahrerseite ein. Kaum saß ich, fuhr Arik auch schon los. Ich sah ihn fragend an. "Du kannst jetzt nicht mehr zu deiner alten Wohnung" sagte er nur. "Woher weißt du, dass ich dort hin will?" Er grinste. "Ich kann hellsehen." Er sah mich kurz an, bevor er seinen Blick wieder auf die Straße vor ihn richtete. "Natürlich nicht, Rune. Ich weiß nur einfach, wie es ist, wenn noch alles neu ist und man noch nicht mal all sein Zeug hat. Aber du kannst jetzt nicht zurück in deine alte Wohnung." "Warum nicht? Ich dachte, es gäbe keine Probleme, wenn ich genug getrunken habe?", fragte ich verwundert. "Daran liegt es nicht", war die einzige Antwort. Irgendetwas stimmte nicht. Das spürte ich deutlich. Nur was war es und warum sagte mir Arik nichts. "Herr, ich weiß nicht...", begann ich, wurde jedoch, mitten im Satz, jäh unterbrochen. "Lass diesen Herr-Mist! Wir sind hier unter uns. Ich weiß, du hast Fragen, aber die müssen warten. Jetzt müssen wir erst einmal aus der Stadt raus" sagte Arik herrisch. Ich drehte mich in seine Richtung. "Okay", sagte ich. "Aber wenn wir aus der Stadt raus sind, möchte ich doch ganz gerne wissen, warum du mich hier verschleppst und wohin es überhaupt geht. Dazu hab ich ja wohl jedes Recht, nach dem was du mir angetan hast." Fauchend drehte Arik seinen Kopf zu mir. " Ich sag dir jetzt mal etwas! Erstens ist es nicht meine Entscheidung gewesen, dich zu wandeln, zweitens ist es ein Geschenk gewesen. Ich habe dir nichts angetan. Und drittens solltest du froh sein, dass ich dich mitnehme, denn sonst würdest du grade mitsamt der anderen Bewohner des Hauses in Flammen aufgehen, also sei gefälligst dankbar und jammere nicht rum, du schwacher Elf! Ohne mich wärst du Nichts!" Ich sagte lieber gar nichts mehr. Zumindest vorerst. Ich musste nachdenken. Über das, was Arik eben gesagt hatte. Mein Kopf war voll von seinen Worten. Ich starrte auf die Straße vor uns. Häuser und Bäume rasten an uns vorbei, doch ich nahm sie kaum wahr.


Erst als es langsam dunkel wurde und wir immer noch fuhren sah ich Arik an. „Sagst du mir nun endlich wo wir hin fahren?“, fragte ich zögerlich. „Zu einem sicherem Ort“, war die knappe Antwort, die ich erhielt. Ich gab mich damit ab und schaute wieder aus dem Fenster. Die Sonne verschwand langsam am Horizont und der Verkehr wurde weniger. Schließlich fuhren wir nur noch eine Weile über Landstraßen, bis wir endlich vor einer Kleinen Hütte mitten im Nirgendwo halt machten. Arik stieg zuerst aus. Prüfend schaute er sich um. Dann kam er auf die andere Seite des Wagens und hielt mir die Tür auf. „Na los! Steig schon aus, ich muss dich ins Haus bringen und den Wagen verschwinden lassen.“ Ich stieg aus. Langsam wurde mir mulmig. Den Wagen verschwinden lassen? Was ging hier vor? Ich wollte Arik fragen, aber ich ließ es bleiben. Ich würde doch eh wieder keine Antwort erhalten. Nicht jetzt. Noch nicht. Und selbst wenn. Würde mich die Antwort zufrieden stellen? Würde sie ausreichen? Wollte ich überhaupt wirklich Antworten haben, oder wollte ich es vielleicht gar nicht so genau wissen, warum wir hier waren und was diese ganze Aktion überhaupt sollte. Arik schlug die Autotür zu und schob mich die Verandastufen hinauf zur Eingangstür. Er schloss auf und spähte hinein. „Warte hier, Rune“ meinte er leise und ließ mich vor der Tür stehen. Unsicher sah ich mich um. Draußen war es mittlerweile stockfinster und ich konnte nur durch ein kleines Licht an der Veranda etwas erkennen. Die Lampe flackerte leicht. Ich ging ein paar Schritte auf der Veranda entlang. Das hölzerne Geländer wirkte brüchig und an zwei Stellen fehlten Streben komplett. Die braune Farbe blätterte ab und die Stufen die hinunter führten wirkten morsch. Auch das kleine Farmhaus an sich wirkte im schummrigen Lichtkegel der Verandaleuchte als hätte es schon bessere Zeiten gesehen. Auch hier löste sich langsam die weiße Farbe der Holzverkleidung.


Die Tür schwang auf und Arik winkte mich hinein. Als ich eingetreten war scheute er sich hektisch um und schloss die Tür hinter uns mit einem Vorhängeschloss ab. Ich sah mich auch im Haus ein wenig um. Der Eingangsbereich war offen und führte direkt ins geräumige Wohnzimmer. Ein alter Dielenboden mit einigen Kratzern wellte sich leicht und von den Wänden löste sich langsam die Tapete, die allem Anschein nach noch aus dem letzten Jahrhundert stammte. Die Einrichtung sah nicht besser aus. Ein altes, abgeranztes Sofa zierte die Mitte des ansonsten karge eingerichteten Raumes und an einer Wand stand ein Bücherregal dessen mittleres Brett den Abgang gemacht hatte. Bücher waren nur wenige vorhanden, dafür lagen ein paar Gemeinschaftsspiele im Regal. Ein schmutziger Wandteppich hing neben dem Regal und auf der anderen Seite des Zimmers stand ein alter Röhrenfernseher. Er war nicht angeschlossen. Eine Treppe führte in eine weitere Etage und eine kleine Tür darunter wohl in den Keller, oder eventuell auch nur einen Schrank. Wer wusste das schon genau. Eine weitere Tür führte höchstwahrscheinlich in die Küche. Sie war aber verschlossen, sodass ich keinen genaueren Blick hineinwerfen konnte. „Nun. Willkommen in unserem bescheidenen Heim“, sagte Arik hinter mir. Ich runzelte die Stirn und drehte mich zu ihm um. „Ist das dein Ernst? Hier wohn ich nicht!“, stellte ich entsetzt klar. Das musste ein Scherz sein! „Das wirst du aber! Du hast keine andere Wahl. Es sei denn, du möchtest Bekanntschaft mit weitaus weniger netten Vampiren machen. Also geh weiter und bring deine Sachen ins Schlafzimmer. Die Treppe rauf. Los!“, grollte Arik. Er war wieder da. Der alles bestimmende Meister, der mich gegen meinen Willen verwandelt hatte!


Resigniert nahm ich meine gepackte Tasche und ging die Treppe hinauf. Zwei Türen gingen von einem kleinen Flur ab. Eine der beiden stand offen. Das Schlafzimmer. Ich betrat es mit gemischten Gefühlen. Überrascht musste ich feststellen, das es recht sauber und gepflegt wirkte. Das alte Eichenholzbett war frisch bezogen und der Dielenboden gefegt. Die Fenster waren hinter dunkelroten Vorhängen versteckt. Ich vermutete, sie waren nicht sauber. Die Tapete in diesem Zimmer war noch in einem passablem Zustand und somit konnte ich mich mit dem Schlafzimmer wohl abfinden. Auch wenn ich besseres gewohnt war. Ich stellte meine Reisetasche auf das Bett und setzte mich daneben, um die Beschaffenheit der Matratze zu testen. Viel zu haart! Das musste ich mit bedauern feststellen. Ich brauchte eine Matratze die weich war und sich an meinen Körper anschmiegte, keine die kaum nachgab, wenn man sich darauf setzte. Genervt stand ich auf und widmete mich meiner Tasche. Arik hatte sie mir wohl gepackt, bevor er mich eingesammelt hatte. In ordentlichen Haufen fand ich einige Kleidungsstücke, eine Kulturtasche, ein paar Bücher und ... Gleitgel. Dieser Schuft! Wollte er mir tatsächlich wieder an die Wäsche?! Hatte er nicht genug bekommen?! Ich hatte ihm meine Jungfräulichkeit geopfert. Was wollte er noch?! Gab es nicht genug hübsche Männer? Wütend überlegte ich, wie ich mit der Entdeckung in meinem Koffer umgehen sollte. Er hatte die Tube mit dem Gel in meinen Koffer getan. Nicht in seinen. Er erwartete also eine Reaktion von mir. Was sollte ich tun? Hinuntergehen und ihm klar machen, dass das unangebracht war? Das er eine falsche Vorstellung von mir hatte? Das ich nicht mit ihm schlafen würde? Er könnte genau das erwarten. Diese Genugtuung wollte ich ihm nicht verschaffen. Klar, wir waren beide erwachsene Männer und eindeutig zu alt für solche Spielchen, aber er hatte doch angefangen! Ich legte die Tube neben das Bett auf den Nachttisch und knipste die kleine Nachttischlampe an. Mal sehen, was er tat, wenn er sie dort liegen sah. Dann schnappte ich mir mein Kulturtäschchen und verschwand im Bad.


Das Bad war größer als erwartet. Auch wenn es nicht wirklich groß war. Klein war es eben auch nicht. Es gab neben dem kleinen Waschbecken, welches rund und klobig war, ein Schränkchen auf dem Handtücher lagen. Gegenüber dem Waschbecken war ein ziemlich großer Wandspiegel angebracht und da die Dusche an der selben Wand wie das Waschbecken war, konnte man wohl beim Duschen einen idealen Blick in den Spiegel werfen. Ich würde mich selbst beim Duschen beobachten können. Ich wusste noch nicht, ob mir das gefiel. Langsam zog ich mich aus. Die Heizung drehte ich lieber an, bevor ich unter die Dusche stieg. Mir war nach dem Duschen immer kalt. Meine Kleidung legte ich fein säuberlich auf den Boden neben der Dusche, dann öffnete ich die großen Glastüren und stieg hinein. Auch das Bad, inklusive Dusche war sauber, wenn auch altertümlich. Nun ja, nur das Bad an sich. Die Dusche musste wohl erst vor wenigen Jahren eingebaut worden sein. Ich stellte das Wasser an und die Temperatur ein. Ich mochte es richtig heiß unter der Dusche. Wahrscheinlich war mir deshalb immer so kalt, wenn ich wieder heraus kam. Schließlich genoss ich den heißen Strahl und schloss genießend die Augen. Meine Gedanken schweiften ab und ich erinnerte mich an meine Verwandlung.


"Bitte!" flehte ich, völlig von Sinnen. "Bitte! Ich will deinen Schwanz!" Arik lächelte. Sein Penis ragte wie ein Mahnmal zwischen seinen Beinen und schrie nach Aufmerksamkeit. Er wartete nun nicht mehr. Er entzog mir seine Finger uns setzte seine Eichel an meine Rosette. Er nahm seinen Schwanz in die Hand und rieb mit ihm über meinen Eingang. Dann drückte er quälend langsam seine Eichel durch den Muskelring. Vorsichtig drang er tiefer ein. Langsam, Stück für Stück, damit ich mich an seine Größe gewöhnen konnte. Schließlich war er komplett in mich eingedrungen. Wir beide stöhnten laut auf. Dann begann er sich in mir zu bewegen.


Die Erinnerungen strömten auf mich ein. Ließen mich erzittern. Ein Schauer der Lust rann über meinen Rücken. „Arik“, stöhnte ich leise. „Was hast du nur mit mir gemacht?“ Ich lies meine Hand über meine Brust wander, bis zu meinem steifen Glied, dass ich nun umschloss. Ich bewegte meine Hand langsam auf und ab. Nur am Rande nahm ich wahr, wie die Badezimmertür aufging.

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