Kapitel 3

Marius nahm einen Schluck des noch brühheißen Kaffees. Zum einen hatte er tatsächlich etwas Durst bekommen, zum anderen versuchte er, Zeit zu schinden, denn er wusste nicht, was er seiner Mutter auf die Frage antworten sollte. Was wollte sie hören? Dass er die ersten paar Tage nach seinem Auszug in seinem Auto geschlafen hatte, weil er nicht wusste, wo er hin sollte? Dass das WG-Zimmer, das er anlässlich des Beginns seiner Berufsausbildung gefunden und gemietet hatte, zu dem Zeitpunkt noch nicht frei war? Sicher würde sie lieber hören, dass die Ausbildung gut verlaufen war, dass er als einer der Besten abgeschlossen hatte und seitdem noch immer in demselben Verlagshaus arbeitete.

Er seufzte, weil er sich die Zunge verbrüht hatte und räusperte sich. »Ich leite inzwischen meine eigene Abteilung«, antwortete er nur. Seine Mutter nickte, legte den Kopf schief und fragte: »Aber hast du nicht etwas mit Zeichnen und so gelernt?«

Marius schmunzelte. Er hatte sich gegen seinen Vater durchgesetzt, der gewollt hatte, dass sein Sohn eine Mechaniker-Lehre machte. Er jedoch wollte schon als Junge etwas Kreatives werden und hatte sich hinter dem Rücken seines Vaters auf eine entsprechende Lehrstelle beworben, auch wenn dies bedeutet hatte, knapp 200 Kilometer weit wegzuziehen. Der junge Mann nickte.

»Das habe ich auch. Ich bin Grafiker in einem Verlag für Zeitschriften und illustrierte Bücher. Und dort leite ich inzwischen eine Abteilung und bin zusammen mit meinen Kollegen für das Design, die Gestaltung diverser Magazine für Kinder zuständig.«

»Oh schön. Da verdienst du sicher auch gut ...« Angelika lächelte unsicher und trank ebenfalls etwas Kaffee.

»Ich komme zurecht.«

»Und ... sonst? Privat?«

Leise seufzend lehnte sich Marius auf seinem Stuhl zurück und pustete dieses Mal zuerst in die Tasse, bevor er daran nippte. »Ich habe keinen Partner, falls du das fragen möchtest. Aktuell haben wir in der Arbeit so viel zu tun, dass kaum Zeit bleibt, jemanden kennenzulernen. Für Omas ... Beisetzung hab ich von meinem Vorgesetzten Sonderurlaub bekommen. Sonst bin ich manchmal bis 21 Uhr im Büro ... aber das ist in Ordnung. Das ist mein Leben.«

Seine Mutter nickte und bedauerte, dass dieses langersehnte Gespräch mit ihrem Sohn so geschäftsmäßig war. Doch sie konnte es ihm auch nicht verübeln. Sie konnte nicht erwarten, dass er ihr um den Hals fiel nach der langen Zeit, die sie ihn verleugnet hatten, sich seiner geschämt hatten, weil er der Verirrung erlegen war, Männer zu begehren, anstatt sich den Frauen zuzuwenden, wie es eigentlich sein sollte.

»Ich habe oft an dich gedacht ...«, sagte sie leise und wich dem Blick seiner braunen Augen aus.

»Ich weiß. Oma hat mir erzählt, dass du mir schreiben wolltest ... und dass Papa das verhindert hat ...« Marius leerte die Kaffeetasse und griff nach einem der Mandelkekse, die seine Mutter schon gebacken hatte, als er noch ein Kind war. »Ich hab oft daran gedacht, mal anzurufen ... doch dann dachte ich, dass das womöglich nicht erwünscht wäre oder dass du nur wieder Ärger bekommen würdest, wenn du ihm erzählst, dass du mit mir gesprochen hast.«

Angelika nickte. Sie hätte es Heinrich niemals verheimlichen können, denn die Freude darüber hätte ihr sicher deutlich ins Gesicht geschrieben gestanden.

»Und außerdem, was hätte ich dir auch sagen sollen ... dass der Start in mein eigenes Leben eher holprig war? Dass ich jemanden kennengelernt, mich verliebt habe? Das hätte nur wieder zu Diskussionen geführt, die zu keinem Ziel gekommen wären. Denn ich bin nicht so, wie ihr mich haben wollt ...«

»Hast ... hast du es denn niemals versucht?«, fragte Angelika zaghaft und Marius schloss seufzend die Augen.

»Natürlich habe ich das. Oder meinst du, diese Erkenntnis war leicht für mich? Zu akzeptieren, dass ich anders bin? Und das bei diesem Vater? Ich wusste, dass er mich rauswerfen, vielleicht totschlagen würde, wenn er das erfährt. Und wie du siehst, hatte ich Recht damit. Ich habe gegen diese Gefühle angekämpft, seit ich vierzehn Jahre alt war, Mama. Doch ich kann nicht jemand sein, der ich nicht bin, nur weil ihm und auch dir der Gedanke unangenehm ist, dass ich lieber einen Mann als eine Frau küsse!«

Seine Mutter schluckte und nickte. Es stimmte, sie fühlte sich unbehaglich damit . Und trotzdem ... »Ich hätte dich deswegen niemals auf die Straße gesetzt, ich möchte, dass du das weißt.«

Marius kaute verbittert auf dem Keks herum. »Aber so ist es nun einmal. Es ist passiert und du hast nichts getan. Du hast dich geduckt, wie immer schon. Und von mir erwartet, dass ich das auch mache. Dass ich um des lieben Friedens Willen so tue, als wäre alles nur eine vorübergehende Verwirrung. Dass ich den Schwanz einziehe, wie Daniel es getan hat, und auch noch um Verzeihung bitte für das Einzige in meinem Leben, was sich jemals wirklich richtig angefühlt hat. Ich das erste Mal verleugne, das ich verliebt gewesen war. Doch das werde ich nicht tun. Niemals.« Er zerkaute hörbar einen zweiten Keks und brummte schließlich. Er hatte seine Mutter nicht so anfahren wollen. Sie hatte ihn im Stich gelassen, das war die Wahrheit, aber er wusste auch, warum sie das getan hatte. Sein Vater war einfach ein zu starker, zu dominanter Mann und sie hatte nicht den Mut, sich ihm entgegen zu stellen.

»Tut mir leid, ich wollte dich nicht so anmachen ...«

Die Frau winkte ab. »Nein, schon gut. Du hast ja eigentlich Recht. Ich habe deine Vorwürfe verdient. So verhält sich keine Mutter. Egal, wofür sich ihr Kind entscheidet.«

Marius verkniff sich zu sagen, dass er sich nicht ausgesucht hatte, schwul zu sein. Die Annahme, dass dies eine freiwillige Entscheidung war, war weit verbreitet unter konservativen, ländlich lebenden und besonders älteren Menschen, die selten damit in Berührung kamen. Ein homosexuelles Kind war für diese Leute etwas, dessen man sich schämen musste, das man geheim halten oder verleugnen musste, denn es war für die ein Zeichen, dass man als Eltern irgendetwas falsch gemacht haben musste. Dass man einen Jungen zu sehr verweichlicht oder einem Mädchen zu viele Freiheiten gelassen hatte.

Was natürlich Unsinn war, denn Marius war durch und durch zu einem harten Kerl erzogen worden, hatte nur Dinge gemacht, die Jungen halt so machen, hatte Traktoren repariert, beim Einfangen von Kühen geholfen, war Campen gegangen, Angeln, hatte sich gerauft und geprügelt. Und er hatte trotz allem bereits zu Beginn seiner Pubertät gemerkt, dass er Jungen interessanter fand und nicht verstehen konnte, warum alle so hinterher waren, im Sommer den Mädchen die Klamotten zu klauen, wenn sie alle beim Badesee waren. Oder ihnen die Bikini-Tops herunterziehen wollten. Er hatte lieber unauffällig seine Freunde beobachtet, wenn sie nur in Badeshorts herumgelaufen waren. Er hatte es nicht verstanden und hatte es auf Neid geschoben, weil sie größer oder muskulöser waren als er.

Erst bei Daniel war ihm klar geworden, dass es mehr war als das ... und da hatte er aufgehört, sich gegen diese merkwürdigen Gefühle zu wehren, hatte sie nicht mehr verleugnet und sie ausgelebt, so gut es eben möglich war, ohne dass jemand im Dorf davon etwas erfuhr.

»Wo bleibst du eigentlich die Nacht bis morgen?« Angelika brach das entstandene Schweigen und bot ihrem Sohn noch etwas Kaffee an. Dieser lehnte ab, da ihm eh schon zu warm war, und setzte sich aufrecht hin.

»Ich hab mir ein Zimmer in der Pension genommen. Bei Rusch. Ich war nicht so zuversichtlich zu glauben, hier unterkommen zu können. Und das will ich auch gar nicht. Ich möchte weder dir noch Paps zur Last fallen oder die Ursache sein, dass er meint, das halbe Dorf würde wieder einmal über ihn reden. Es wird schwer genug sein, morgen zusammen zur Beerdigung zu gehen ...«

»Also ... fährst du wieder, wir sehen uns morgen und dann ... verlässt du Lengwede wieder?«

Marius nickte. »So ist es geplant. Ich bleibe bis zur Testamentsverlesung, weil Oma das so wollte. Und danach ... na, Paps wird sich freuen, wenn er wieder so tun kann, als hätte es mich nie gegeben. Ich wollte dir nur kurz Hallo sagen und nicht lange bleiben. Ich würde jetzt auch wieder fahren wollen, mein Zimmer beziehen und vielleicht einen Spaziergang machen. Ich war schließlich lange nicht mehr hier, nicht?«

Angelika nickte und wirkte bedrückt. Doch was hätte sie tun sollen? Ihn anflehen zu bleiben? Um das Donnerwetter abzuwarten, das unweigerlich kommen würde, wenn Heinrich nach Hause kam? Die Stimme ihres Sohnes riss sie aus dem Gedanken. »Wie bitte?«, murmelte sie.

»Ich habe gefragt, ob meine Bücher noch da sind? Oder wurde alles entsorgt, als ich wegging?«

»Oh, nein. Dein Zimmer ist noch so wie damals ... warum hätten wir es ausräumen sollen, wir brauchten den Raum schließlich nicht.«

»Gut ... ich würde vielleicht morgen ein paar alte Sachen einpacken und mitnehmen, wenn das okay wäre ...?«

Die Frau nickte nur und betrachtete ihren Sohn, der sich erhoben hatte und wieder aus dem Fenster blickte, nachdem er ihre Zustimmung zur Kenntnis genommen hatte.

»Ich sollte lieber wieder fahren. Ich hab keine Lust, Paps zu begegnen. Das wird morgen noch lustig genug werden.«

Angespannt und nicht weniger besorgt als der junge Mann, erhob sich dessen Mutter und blieb unschlüssig stehen. Marius betrachtete sie einen Moment und musste schmunzeln. Sie war eine erwachsene Frau und verhielt sich wie ein gescholtenes Schulmädchen, das nicht wusste, wie es sich verhalten sollte. Wortlos umarmte er sie und spürte, dass sie zitterte.

»Du hast mir gefehlt, Mama«, murmelte er in ihr nach Seife duftendes Haar und er fühlte nur, dass sie an seiner Schulter nickte.

Eiseskälte durchzuckte in der nächsten Sekunde den Körper Marius’ und er konnte deutlich merken, wie der Rücken seiner Mutter steif wurde. Sie beide hörten, wie das Tor zum Hof geöffnet wurde und der klapprige, alte Pickup, der mal rot gewesen und inzwischen zu einem verblichenen rost-orange verkommen war, auf das Grundstück tuckerte.

»Scheiße ...«, fluchte der junge Mann und blickte aus dem Fenster. »Das war anders geplant. Er kommt auch immer, wenn man ihn nicht gebrauchen kann ...«

»Vielleicht ... vielleicht bleibt er diesmal ruhig. Du bist immerhin wegen seiner Mutter hier ...« Angelika versuchte, sich selbst zu beruhigen, doch ihr Sohn wusste, dass sein Vater einen Dreck um so was wie Pietät gab, wenn er dafür etwas hatte, was er hassen konnte. Marius wandte sich zu seiner Mutter um.

»Ist schon gut. Die Zeiten, dass er mich herumkommandieren konnte, sind vorbei. Ich komm schon klar. Lass dir nicht für irgendwas die Schuld geben, okay? Komm, begleite mich zur Tür, dann sieht er, dass ich gerade gehen wollte und keinen Bock auf Krach habe.« Marius nahm den Brief des Bestatters vom Tisch und wandte sich dem Flur zu. Er und seine Mutter erreichten gerade die Veranda, als die Tür aufgerissen wurde.

»Angelika, ich hoffe, das Essen ist fertig, ich bin am Verhungern«, knurrte die raue, grobe Stimme Heinrich Försters in das alte Haus, gefolgt von einem grobschlächtigen und verbraucht aussehenden Mann um die Sechzig. Er war gekleidet wie man es von einem Landwirt erwarten würde, die alten Drillichhosen waren dreckig und an seinen Stiefeln klebte Mist, als hätte er Dünger gemischt. Es scherte ihn nicht, dass er den Dreck und somit auch den Gestank mit ins Haus trug, denn er dachte nicht einmal daran, sich das Schuhwerk draußen abzuputzen. Marius bemerkte das und verzog missbilligend den Mund, noch bevor sein Vater ihn überhaupt wahrgenommen hatte. Angelika, von der harschen Stimme ihres Gatten an das Essen erinnert, wurde hingegen bleich, denn über das Wiedersehen mit ihrem Sohn hatte sie das vollkommen vergessen.

Heinrich hängte seine muffige Jacke an den Garderobenständer und man konnte deutlich riechen, dass er zwar in einem Stall gewesen sein musste, aber mehr Zeit in der Kneipe verbracht hatte als bei der Arbeit, denn er roch stärker nach Zigaretten und Bier als nach Schweiß. Und so hatte er sich anschließend hinter das Steuer gesetzt.

»Angeli...«, wollte der alte Mann wieder zu einem Brüller ansetzen, als seine bebrillten Augen endlich realisierten, dass seine Frau längst vor ihm stand und mit ihr zusammen ein Besucher, den er im ersten Moment gar nicht erkannte.

»Was haben hier irgendwelche Kerle in meinem verdammten Haus zu suchen, hä? Mach’s Maul auf!«, schnauzte er drauf los und wollte nach dem Handgelenk seiner Frau greifen. Marius allerdings hinderte ihn daran und schob seine Mutter einen Schritt zurück.

»Es war mir klar, dass du mich nicht erkennen würdest. Ich bin‘s. Marius!« Der junge Mann stand aufrecht vor seinem alten Herrn und war entschlossen, kein Stück zurückzuweichen. Heinrich verengte die Augen und betrachtete das ihm so unvertraut gewordene Gesicht vor sich.

»Ah ... du! Dass du dich überhaupt traust, dich hier blicken zu lassen. Habe ich dir nicht gesagt, dass ich dich und deinesgleichen männerfickendes Pack auf meinem Hof nicht mehr sehen will?« Die Stimme des alten Landwirtes war unangenehm leise, wie das gefährliche Zischen einer Schlange oder eines knurrenden Hundes, kurz bevor dieser zubiss.

Marius legte ein sarkastisches Lächeln auf und zuckte mit den Schultern. »Ich kann dich beruhigen, ich bin nicht deinetwegen hier. Mir geht es einzig und allein um Oma und nach der Beerdigung bist du mich wieder los.« Der junge Mann gab seiner Mutter noch einen Kuss auf die Wange zum Abschied und schob sich an seinem Vater vorbei, der die kleine Veranda vollkommen auszufüllen schien und sich offenbar schütteln wollte, weil die Körper der beiden sich im Vorbeigehen berührt hatten. Augenscheinlich war der alte Mann der Meinung, die abartige Andersartigkeit seines missratenen Sohnes würde allein durch Berührung übertragen werden können.

»Ich warne dich, sehe ich dich noch einmal in meinem Haus, jage ich dich mit der Flinte davon, das verspreche ich dir!«, fauchte Heinrich und starrte Marius wütend hinterher.

»Aber Heinrich ...« Angelika legte ihrem wutschnaubenden Gatten zaghaft die Hand auf den Arm, »ich habe ihm gesagt, er kann noch ein paar seiner alten Sachen mitnehmen, morgen nach der Beisetzung ...«

Der alte Landwirt fackelte nicht lange und das Klatschen einer Ohrfeige hallte über den Hof. Marius erstarrte und spürte Zorn in sich hochkochen, dass sein Vater sich nicht ein einziges Mal im Griff haben konnte.

»Du hast hier gar nichts zu sagen, ist das klar? Diese Missgeburt setzt keinen einzigen Fuß mehr in mein Haus, nur über meine Leiche, also pflanz’ ihm nicht den Floh ins Ohr, dass er das könnte! Und du verschwinde gefälligst endlich von meinem Grund und Boden. Du bist hier nicht willkommen!«, brüllte Heinrich sowohl seine Frau als auch seinen Sohn an. Dieser blickte zu seiner Mutter, die mit feuerroter Wange neben ihrem Ehemann stand und auf Marius’ Blick hin nur mit dem Kopf schüttelte. Sie wollte nicht, dass er sich gegen seinen Vater behauptete und am Ende selbst geschlagen wurde - oder sogar schlimmeres.

»Es gibt so was wie Karma, Paps. Eines Tages bekommst du die Quittung für alles ...«, murmelte der junge Mann, zerknüllte den Brief in seiner Hand, als er die Finger zur Faust ballte und die Hoftür schließlich hinter sich ins Schloss warf. Einen Moment schloss er zornig die Augen und vermied es, sich das Theater vorzustellen, was seiner Mutter nun dort drin blühen würde. Er hoffte nur, dass sein Alter sich mit der ohnehin schon überflüssigen und völlig ungerechtfertigten Ohrfeige zufrieden geben und sie ansonsten in Ruhe lassen würde.


Noch immer gefrustet fuhr er schließlich auf den Ferienhof Rusch und bezog sein gemietetes Zimmer. Von den Leuten, die dort arbeiteten, kannte ihn niemand, denn sie waren nicht aus Lengwede. Mit wenigen Handgriffen hatte er die Kleidung für die morgige Beisetzung aufgehängt, damit sie nicht zerknitterte, seine Toilettenartikel ausgepackt und saß schließlich auf dem Bett, unschlüssig, wie er die restliche Zeit herumbringen sollte.

Er beschloss, seinem eigenen Vorschlag zu folgen und einen Spaziergang zu machen. Wenn schon sein eigener Vater ihn nicht erkannte und seine Mutter Schwierigkeiten gehabt hatte, würde es den anderen Dorfbewohnern vermutlich ebenso ergehen und er brauchte sich keine Gedanken machen, dass ihn jemand behelligen würde.

Mit einer frischen Schachtel Zigaretten in der Hosentasche und seinem Schlüssel in der Hand, verließ er den gepflegten Ferienhof in Richtung Dorfzentrum, in dem die Kirche stand, an der er als Kind gespielt hatte. Von da aus war alles in einer großen Runde zu erreichen.

Er freute und gleichzeitig fürchtete er sich vor den Erinnerungen, die diese mit sich bringen würde ...

Comments

  • Author Portrait

    Nun, dies scheint mir der optimale Einstieg für den Hetero zu sein, die Probleme, Ängste und Gefühle eines Schwulen nachvollziehen und verstehen zu können... man muss es nur wollen. Versteh mich nicht falsch, Henry! Ich bin nun mal so hetero wie man sein kann, kenne aber mittlerweile einige Schwule, die einfach sehr sympatisch sind und Niveau an den Tag legen, das nicht jeder hat. Nun wollte ich mir mal was von dir anschauen... Bis jetzt find ich die Story sehr lebensnah geschildert und einfach fesselnd! Beeindruckend! Aber dass du was auf dem Kasten hast, wissen wir ja schon lange...

  • Author Portrait

    Die Quittung kommt vielleicht bei der Testamentseröffnung. ;-) Das ist das Einzige, was solche Leute wie Marius Vater, schmerzt.

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