Kapitel 36

Jemand klatscht spöttisch. Es ist der Angst einflößende Junge. Das Blut scheint er sich abgewischt zu haben. "Wow, ich hätte nicht gedacht, dass ihr so schnell in meine Falle tappt", er tut kurz so als würde er überlegen:"Obwohl? Doch, das war mir ziemlich klar." Wieder läuft mir ein Schauer über den Rücken. Wieso hat er diese Wirkung auf mich? Auf ein Fingerschnippen von ihm hin, bilden die Dämonen einen Kreis um mich. Ich schaue durch die Runde. Jeder Einzelne von ihnen wirkt bedrohlich. Matt knurrt aggressiv. Diese Geste zeigt mir, dass er sofort reagieren wird, wenn einer von ihnen mich anfasst. Der Dämon kommt langsam auf mich zu. Er bewegt sich schlangenartig. Sein Blick durchbohrt mich und es wirkt so als würde er mich mustern. Nun steht er ganz nah vor mir und schaut mir in die Augen. "Was ist?", frage ich mit zitternder Stimme. "Du bist groß geworden, Schwesterherz", sagt er nachdenklich. Schwesterherz? Ich realisiere erst nicht, was er da gesagt hat, doch plötzlich beginnt mein Kopf wie wild zu arbeiten. Schwester? Ich erinnere mich daran, was auf dem Bild zu sehen war. Ein blonder Junge mit blauen Augen und ein etwas jüngeres Mädchen, welches gravierende Ähnlichkeit mit mir hatte. Ist er dieser Junge? Was ist geschehen? Ist er überhaupt wirklich mein Bruder oder lügt er mich nur an? Irgendwas sagt mir, dass er mich nicht anlügt, doch ich kann und will es trotzdem nicht glauben. "Schwester? Wir sind nicht verwandt!", sage ich und mache einen Schritt weg. Er lacht:"Oh doch. Sind wir wohl. Ich weiß es und du weißt es." "Nein", nun schreie ich ein Bisschen. Er lacht wieder. Sein Lachen macht mich wütend. Urplötzlich springt ein Wolf auf den Dämon mir gegenüber und drückt ihn zu Boden. Ich taumele nach hinten und werde von Jackson aufgefangen. Er war mal wieder blitzschnell bei mir. Ich schaue ihm dankbar in die Augen und sage dann:"Danke, Jackson." Als ich mich bedankt habe, stellt er mich wieder auf meine Füße. Er nickt mir zu und ist im nächsten Moment wieder verschwunden. Ich schaue durch die Reihen der Dämonen. Sie haben angefangen mit Kaya und Jackson zu kämpfen, während Matt mit meinem vermeidlichen Bruder kämpft. Doch die Drei sind nicht die Einzigen kämpfen. Überall rennen kämpfende Werwölfe herum. Ich kann es nicht fassen. Wo kommen die denn alle hinterher? Einen der Wölfe erkenne ich sofort. Es ist Luke. Das muss also das Rudel sein, zu dem Luke gehört. Haben die Anderen das Rudel etwa kontaktiert. Nun haben wir doch endlich eine reale Chance. Ich stolpere durch das Geschehen und verteile hin und wieder einige Schläge. Das hier ist so viel auf einmal. Erst erfahre ich, dass ich einen Bruder habe, was er mir jedoch erst noch richtig beweisen muss, und dann bricht hier ein richtiges Massaker aus. Neben mir beißt zerbeißt ein Werwolf gerade den rabenschwarzen Flügel eines Dämons. Wenn ich ehrlich bin, habe ich Angst und wäre ich jetzt gerne wo anders. Das ist mein erster Kampf und ich fühle mich total fehl am Platz. Ich frage mich wie die ganzen Helden in den Filmen das immer machen. Die Helden irgendwelcher Actionfilme, zücken einfach ihre Waffe und erschießen den Anführer der Gegner. Wie können die Alle das nur? Ich bin so unbedeutend? Ich bin nur ein Mensch und kann hier nichts ausrichten.

"Beth", ich höre Jackson, der meinen Namen ruft und schaue vom Boden auf. Er steht einige Meter von mir entfernt und schaut mich panisch an:"Schnell weg da!" Was wie meint er das? Wieso soll ich hier weg? Er zeigt auf etwas hinter mir. Ich wappne für alles und drehe mich langsam um. Hinter mir steht ein Dämon. In der Hand hält er einen Dolch. Seine Flügel hat er bedrohlich ausgebreitet. Ich schaue ihm in die Augen. Darin liegt etwas Brutales und rücksichtsloses.  

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