Kapitel 4: Die ersten Waffen

"Es ist soweit, Kleines Licht, Kleines Feuer. Heute beginnt dein Kampf gegen das Böse." Dominicus`Stimme riss Luzifer aus dem Schlaf. Müde setzte er sich auf, gähnte und rieb sich die Augen. Erst vor kurzem war er überhaupt erst eingeschlafen. Das Erlebnis am See und die daraus entstandene Erkenntnis hatten ihm den Schlaf geraubt. 
"Hier, trink das, damit du munter wirst." Dominicus reichte ihm einen Becher. Misstrauisch betrachtete Luzifer den schwarzen Inhalt.
"Was ist das denn?", fragte er.
Dominicus grinste.
"Kaffee, extra stark. Los, runter damit, die Arbeit ruft!"
Vorsichtig nahm Luzifer einen kleinen Schluck des Gebräus. Fast hätte er es anschließend wieder ausgespuckt, Himmel, war das bitter. Und heiß! Nein, das war definitiv nichts für ihn. Er gab Dominicus den Becher zurück und sagte:
"Das Zeug ist ja widerlich! Bleib mir zukünftig bloß weg damit. Hast du vielleicht nen grünen Tee für mich?"
Dominicus sah aus, als wäre er gerade vom Glauben abgefallen.
"Wie bist du denn drauf?! Grüner Tee, also echt jetzt! 
Aber Spaß beiseite, es wird Zeit, dass du dich bereit machst."
"Wofür?"
"Sag mal, hast du mir nicht zugehört? Für deinen ersten Kampf gegen das Böse. Dafür wurdest du erschaffen, das ist dein Job. Also ab unter die Dusche, rein in die Plünnen und dann treffen wir uns unten am See. Ich hab da nämlich noch was für dich." Dominicus verschwand und Luzifer stand seufzend auf. Was da wohl auf ihn zukam?
Zwanzig Minuten später ging er runter zum See, wo Dominicus auf ihn wartete. Der Seraphim überreichte ihm einen Speer mit goldener Klinge sowie zwei Dolche mit Klingen aus geweihtem Silber. Luzifer betrachtete die Waffen neugierig.
"Der Speer heißt Nuria, Feuer Gottes, und die Dolche Nahum, Tröster, und Namir, Leopard. Du wirst schon merken, warum."
Dominicus gab Luzifer noch einen Gürtel mit Halteschlaufen für die Waffen und sagte, nachdem Luzifer ihn angelegt und die Waffen verstaut hatte:
"So, und jetzt zu deinem Auftrag, Kleines Licht, Kleines Feuer. Der Höllendämon Asmodeus macht Askalon unsicher. Deine Aufgabe ist es, Asmodeus im Idealfall zu töten oder zumindest zu vertreiben und die Folgen seines Tuns zu beseitigen. Alles klar? Dann los! Und enttäusche uns nicht!"
"Und wie...?", aber Dominicus war bereits verschwunden, bevor Luzifer ihn fragen konnte, wie er Asmodeus überhaupt erkennen würde, mit welcher seiner Waffen er ihn bekämpfen müßte und wie er das, was dieser Dämon angerichtet hatte, wieder gut machen sollte.
Na, das kann ja heiter werden, dachte Luzifer, rückte die Waffen zurecht und machte sich auf den Weg nach Askalon.

Comments

  • Author Portrait

    Ein wirklich interessanter Auftrag, den Luzifer da bekommen hat

beta
Fairy Dust

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