Kapitel 6

Als ich meine Augen wieder aufschlug, sah ich Max, wie er mich beim Schlafen beobachtete. Er hatte ein liebevolles Lächeln auf den Lippen.

„Hast du gut geschlafen?", fragte er mich.

„Ja. Wo sind wir?", antwortete ich ihm.

„Wir sind an einer Raststätte sechs, sieben Autostunden von unserem Start entfernt. Danach brauchte ich auch mal eine Pause und hebe etwas Geschlafen. Wenn du willst, können wir hier etwas essen. Und keine Angst, ich hab schon alles vernichtet. In den Nachrichten läuft auch noch nichts davon.", beschwichtigte er mich.

„Okay, aber ich habe doch kein Geld dabei.", nuschelte ich und setzte mich auf.

„Ich bezahle und ich lasse keine wiederrede zu! Komm, wir gehen rein.", mit diesen Worten schnallte er sich ab und stieg aus. Ich tat es dem Herren gleich. Er sperrte dann noch den Wagen ab und wir gingen rein. Während wir zum Eingang gingen, legte Max einen Arm um mich und zog mich etwas näher an sich rann.

„Wenn wir nicht auffallen wollen, müssen wir wohl oder über so tun, als wären wir ein Paar.", flüsterte er mir ins Ohr. Als ich seinen Warmen Atem an meiner Haut spürte, überkam mich sofort eine Gänsehaut.

„Mit dem was du vorhin im Auto gemacht hast, denken die das schon.", murmelte ich und legte meinen Arm um hin. Für mich war es ja nicht einmal schlimm, dass wir so rum liefen. Ganz im Gegenteil, ich fühlte mich bei Max sicher und geborgen. Jedoch war da eine kleine Stimme die mir sagte, dass das Max'Job ist und dass er das bestimmt schon mit vielen vor mir gemacht hatte. Ich musste gähnen und sofort rieb Max mir über den Arm.

„Bist du noch müde, Schatz? Du hast doch vorhin im Auto lange genug geschlafen.", sagte er und gab mir einen Kuss auf den Kopf.

„In einem Auto schläft es sich nicht so gut. Das solltest du am besten wissen, Hase.", sagte ich und kuschelte mich enger an ihn. Wir betraten die Raststätte und suchten uns in dem Lokal einen ruhigen Platz in einer der Ecken. Bald darauf kam auch schon die Bedienung mit den Speisekarten. Sie fragte uns, ob wir denn schonn einen Getränkewunsch hätten. Max bestellte für sich einen Kaffee und für mich einen Pfefferminztee. Als die Bedienung wieder gegangen war, fragte ich ihn woher er wusste, dass ich morgens, also immer nach dem Aufstehen, Pfefferminztee trinke. Er erwiderte jedoch nur, dass man mir das ansah. Max legte seine Arme auf dem Tisch ab und beugte sich etwas nach Vorne. Ich stützte meinen Kopf mit einer Hand ab. Wir studierten die Speisekarte und als wir unser essen gewählt hatten, sahen wir uns verliebt in die Augen, bis die Bedienung mit unseren Getränken kam.

„Haben sie schon gewählt, was sie essen möchten?", fragte sie uns, nachdem sie den Tee und den Kaffee abgestellt hatte.

„Ich nehme die Spiegeleier mit Speck und was nimmst du, Schatz?"  

„Ich nehme den Käsekuchen.", antwortete ich und gab der Frau lächelnd die Speisekarten zurück. Mit den Worten „Kommt sofort!", gab sie unsere Bestellung weiter.

„Wo fahren wir eigentlich hin?", fragte ich Max, nachdem unser Essen kam.

„Hier sollten wir nicht darüber reden.", sagte er ernst.

„Okay.", murmelte ich und aß meinen Kuchen weiter.

„Wir sollten uns mal unsere Geschichte überlegen.", sagte er uns versuchte mir in die Augen zu sehen.

„Wie wäre es damit: Wir zwei kennen uns schon seit dem Kindergarten und gingen früher zusammen zur Schule. Doch dann musstest du wegziehen und der Kontakt brach ab. Doch vor fünf Jahren haben wir uns durch Zufall wieder gesehen und etwas miteinander gemacht. Dann hast du mir gestanden, dass du früher in mich verliebt warst und es bis heute immer noch bist. Ich hab dir dann unter Freudentränen das gleiche gesagt, also dass ich seit damals in dich verliebt bin. Und seit diesem Tag vor fünf Jahren sind wir zusammen. Wir wohnen in unserem eigenen kleinen Häuschen in einem Vorort und heute sind wir auf dem Weg zu unserem Familientreffen, auf dem du mir vor versammelter Mannschaft einen Antrag machen willst, was ich nicht weiß. Wie findest du sie?", fragte ich ihn und sah ihm erst bei meiner Frage in die Augen.„Die ist gut.", antwortete er mir und aß weiter.

Als wir aufgegessen hatten, gab Max mir den Autoschlüssel und sagte, dass ich schon mal zum Auto gehen solle, während er bezahlt. Dies machte ich dann auch und wartete im Auto auf ihn. Als er wieder bei mir war, sagte er, dass die Bedienung gefragt hatte, wo wir denn jetzt noch hinfahren. Seine Antwort war das Treffen auf dem er mir den Antrag machen wollte. Bevor er jedoch weiter fuhr, sagte Max, dass er mich liebe und gab mir einen Kuss. Nach dieser Aktion brauste er davon.            

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