Kapitel 8

Als meine Oma mich und Lion aus der Polizeistation geholt hat waren bereits schon zwei Stunden vergangen. Ich musste den Polizisten erzählen warum ich denke das meine Mutter den Unfall verdient hat. Da Lion dabei war und ich sowieso vor hatte nicht die Wahrheit zu erzählen meinte ich einfach dass das eine Sache zwischen mir und meiner Mutter war und mit ihr jetzt begraben wird. Die Polizisten haben nur durch dringend an geguckt aber dann nicht weiter nachgefragt. Als meine Oma dann gekommen war musste sie erst so komische Papiere unterschreiben. Danach wollte sie mich mitnehmen. Ich stellte ihr erst noch Lion vor, den sie durchdringend mustert und mich dann grinsend ansieht. Sie weiß schon seit einer weile von meiner sexuellen Orientierung. Ich verdrehte daraufhin nur genervt meine Augen vorauf hin meine Oma mich noch mehr angrinst. Darauf hin bring sie uns zu ihrem, vor der Polizeiwache, geparkten klein Wagen. Als wir eingestiegen waren fuhren wir schweigend zu meiner Oma nach Hause.

"Jungs wir sind da," meinte meine Oma nach einer Weile. Sie hatte erlaubt, dass Lion bei mir übernachten durfte, wofür ich ihr dankbar war, dann war ich nicht ganz alleine.

Wir stiegen aus und begaben uns in das Haus meiner Oma in dem sie zusammen mit meinem Opa wohnte. Meine Oma meinte sie hätte ein Zimmer das wir uns teilen mussten. Als sie gefragt hat ob es für uns ok ist in einem Bett zu schlafen meinte Lion er könnte sich einfach auf die Couch legen. Ich fand das wirklich sehr nett von ihm aber schlug ihm das Angebot ab in dem ich ihm klar machte, dass es mir trotz das ich Schwul war nichts aus machen würde in einem Bett zu schlafen und wir dann einfach Kissen zischen uns legen. Über diese Aussage lachte Lion nur während ich ihn verwirrt ansah. Was ist so verkehrt daran Kissen zwischen zwei Menschen zu legen wenn der einen schwul war und der andere nicht.

Ich schüttelte nur den Kopf und brachte Lion in das Zimmer, das von nun an mir gehören sollte.

"Du gehst dann aber schon noch auf die alte Schule,?" Wollte Lion wissen.

"Klar so schnell werden die mich nicht los."

Lion quitierte das mit einem Lachen. Was hatte dieser Junge heute morgen gegessen dass er so gut drauf war?

Das Gästebett war schon überzogen. Das einzige Problem war die Decke. Es gab nur eine.

"Es gibt nur eine Decke." meinte ich nachdem ich Lion zugesehen hatte wie er den unbekannten Raum erkundete. Er drehte sich um und zuckte nur unbekümmert mit den Schultern.

"Dann können wir keine Kissen zwischen uns legen," half ich Lion auf die Sprünge der den Ernst der Schache noch nicht ganz verstanden hat.

Lion sah mich an und fragte dann schulterzuckend:" Und das ist jetzt ein Weltuntergang weil...?"

"Weil ich immer noch schwul bin und niemand mit mir freiwillig ohne Kissen zwischen uns in einem Bett schlafen will," meinte ich leicht frustriert.

"Gut dann ändern wir das heute."

"Wie, dir ist es egal das ich mich rein theoretisch in dich verlieben könnte."

Lion lachte und zog eine Augenbraue in die Höhe

"Ernsthaft?" wollte er wissen.

"Ja, das ist mein ernst. Ich stehe auf Männer und könnte mich... also so rein theoretisch meine ich jetzt... i-in dich v-verlieben."

Warum ich auf einmal so nervös war konnte ich nicht sagen. Vielleicht weil Lion mir näher gekommen ist. Oder weil ich Angst vor seinem Vorhaben habe.

"Ich scheiße darauf, dass du dich in mich verlieben könntest," meinte Lion ernst.

"Ehrlich?"

Lion nickte.

"Das hat bis jetzt noch niemand getan," meinte ich und sah zu Boden.

"Dann wird es mal schleunigst Zeit," lachte Lion.

Ich spürte wir mir das Blut in den Kopf floss. Peinlich brührt, von diesen mal zur Abwechsung, netten Worten sah ich zu Boden. Was Lion gerade tat konnte nicht sehe da der Boden interessanter war. Als Füße in meinem Blickfeld auf tauchten wusste ich, dass er grade vor mir stand.

"Lass uns jetzt mal schlafen gehen es ist schon spät," meinte Lion worauf ich nickte.

Ich trat einen Schritt zurück als ich sah wie nah Lion mir tatsächlich stand. Die Rollläden schloss ich noch bevor ich das Licht, das wir angemacht hatten ausknipste und mich zu Lion ins Bett legte. Eigentlich hatte ich ja nicht geplant Lion gleich von meinem Familiendrama so viel preiszugeben. Aber diese Entscheidung hat man mir genommen, wie viele heute. Lion ist schon viel mehr in meinem Leben reingerutscht, als ich jemals jemand überhaupt an mich heran gelassen hatte.

Ich lief auf das Bett zu in dem Lion schon lag. Er rutschte zur Seite um mir Platz zu machen. Ich hob die Decke an und legte mich so weit wie mölich von Lion weg damir bloß kein Körperkontakt entstand.

"Hast du Berührungsangst ?" fragte Lion auf ein mal.

"Ein bisschen warum?" Fragte ich zurück und drehte mich zu ihm.

"Weil du dich gefühlte Kilometer von mir weggelegt hast. Ich hab nichts gegen schwule und ich beise auch nicht," meint er ernst.

"Was soll das heißen?"

"Entspann dich und leg dich richtig ins Bett und nicht so das du jederzeit rausfliegen könntest."

Mit einem murren rutschte ich ein bisschen näher zu ihm und dreht mich auf den Rücken. Nach einer weile spührte ich das Lion eingeschlafen war und musste lächeln. Was war das für ein Tag. Völlig erschöpft schlief ich ein paar Stunden später ein.


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