Kapitl 11

Leider wiederholte sich mein Albtraum vom Vortag. Nur das sich die Personen änderten und es nicht mehr Shawn war, der mich schlug sondern Lion. Schweißgebadet wachte ich auf. Ich wusste nicht mehr wo ich war geschweige denn wer ich war. Keuchend saß ich in meinem Bett. Als so langsam wieder meine Erinnerungen zurück kamen und ich mich auch wieder an den Traum erinnerte, schluchzte ich. Ich konnte einfach nicht anders, denn ich wusste niemand hält zu mir auf die Dauer. Niemand. Nicht einer hat es versucht. Sie alle haben geurteilt bevor sie mich richtig kannten und das wird Lion auch. Denn sie sind alle gleich egal ob sie Shawn oder Lion heißen. Warum ich Lion keine Chance gebe ist ganz einfach, entweder er hat irgendwo eine Wette abgeschlossen und muss nun mit mir abhängen oder er hat noch niemand gefunden mit dem er abhängen kann und nimmt das was er bekommt. Sobald er Freunde gefunden hat lässt er mich links liegen. So waren sie schon immer und so werden sie auch immer sein.

Als ich auf die Uhr sehe, merke ich dass es Zeit wird aufzustehen. Also quäle ich mich aus dem Bett schnappe mir ein paar Kleider, die schon hier waren und begab mich ins Bad. Dort sah ich in den Spiegel und das was ich sah war nicht ich. Meine geröteten Augen und meine weiße Haut ließen mich wie ein Zombie aussehen. Meine verstrubbelten lockigengen Harre, die in alle Richtungen abstanden unterstrichen das ganze noch. Zuerst brachte ich meine Haare wieder in eine einigermaßen akzeptabel Frisur aber mit Locken war das ein bisschen schwerer als mich glatten Haaren. Ich gab mir nie Mühe. Ich wuschelte meist einmal durch und dann saß meine Frisur. Schnell zog ich mich an putzte die Zähne und verließ das Bad wieder. Dann lief ich runter zu meiner Oma, wünschte ihr einen guten Morgen und setzte mich hin zum frühstücken.

Als ich damit fertig war schnappte ich mir meinem Schulranzen, der nicht mehr wie der Neuste aussah, dank Shawn und knallte mit einem 'Tschüss' die Tür von außen zu.

Als ich die Bushaltestelle von der ich schon öffters zur Schule gefahren bin gefunden hatte wartete ich auf den Bus. Als dieser nach gefühlten Stunden kam stieg ich ein und ließ mich auf einem freien zweier Platz nieder. Ich stöpselte zusätzlich noch meine Ohrstöpsel ein und blendete die Welt um mich herum aus. Als plötzlich jemand an meiner Schulter rüttelte verspannte ich mich sofort. Schnell stöpselte ich meine Ohrstöpsel aus und sah zu dem Übeltäter.

Shawn. Ach wer hätte das gedacht. Scheiße ich hatte ganz vergessen das er auch immer in diesem Bus saß wenn er nicht gerade gefahren wurde.

"Du hast doch nichts dagegen wenn ich mich neben dich setzt," grinst Shawn.

Eigentlich hatte ich das schon aber ich wusste das Shawn meine Meinung sowieso nicht interessierte, also schwieg ich. Ich sah wieder zum Fenster hinaus denn hätte ich Shawn weiter angeguckt hätte ich mich irgendwann übergeben. Shawn hingegen versucht meine Aufmerksamkeit mit irgendwelchen Drohungen zu bekommen. Ich hatte gelernt, Shawn droht zwar gerne setzt das meiste entweder gar nicht um oder dann wenn es niemand sieht. Da wir hier in einem Bus voller Menschen sind hoffe ich dass Shawn seine Griffel von mir lässt. Allerdings ist Gott seit einigen Jahren nicht mehr so auf meiner Seite, denn prompt liegt eine Hand von Shawn auf meinem Oberschenkel. Das ist einfach nur wiederlich. Er wiedert mich an. Klar ich bin schwul und stehe auf Männer aber nicht auf sowas wie Shawn. Wie kann jemand sowas wie ihn überhaupt ansatzweise mögen. Er muss wahrscheinlich seine Freunde bestechen damit die überhaupt etwas mit ihm unternehemen.

Die Hand, die auf meinem Oberschenkeel lag wanderte immer höher und ich wurde somit immer verspannter wenn das überhaupt ging. Ich versuchte verzweifelt die Hand von meinem Oberschenkel runter zu bekommen aber ohne viel Erfolg. Shawn sah das ganz als Witz und machte weiter. Ich fing an zu zittern.

"Mach ich dich nervös Schwuchtel?", fragte er mich.

Angeekelt sah ich ihn an und sah in seinen Augen sowas wie Lust. WHAT?! That can not be. Shawn sah mich an und ich sah ihn an. Ich hatte keine Ahnung was gerade passierte als jemand Shawn von mir weg zog. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich die Luft angehalten hatte und stieß sie erleichtert aus. Was war das? Was wollte Shawn von mir?

Plötzlich saß eine andere Person neben mir und fragte mich:" Geht's dir gut hat er dir was getan."

Als ich auf sah sah ich in graue Augen. Lion mein Retter in der Not... mal wieder. Wie soll ich ihm das alles nur wieder zurück zahlen. Geld hatte ich nicht sonderlich viel. Hoffentlich erwartet er nichts ernsthaft krankes, dass ich ihm zurück zahlen musste.

"Lion was muss ich dir für die Rettungsaktionen zahlen?", frage ich ihn anstatt auf seine Fragen ein zu gehen.

"Bitte was?", fragte er entsetzt.

"Du hast mich schon verstanden... denke ich."

"Nichts, mir ist es eine Ehre dich vor sowas wie Shawn zu retten," meinte Lion lächelned. Eine Ehre. Ihm war es eine Ehre mich vor sowas wie Lion zu retten.

"Wieso? Ich meine wieso tust du sowas."

"Weil es niemand verdient hat so behandelt zu werden."

"Das hast du schon mal gesagt."

"Und ich werde es auch immer wieder sagen."

"Gibt es denn keinen anderen Grund dafür das du das tust?" wollte ich wissen und wartete innerlich schon darauf das Lion anfing auf mir rum zu hacken und mich zu beleidigen. Doch das tat er nicht.

"Ja es gibt noch einen anderen Grund dafür," meinte Lion lächelnd während ich auf etwas verletzendes wartete. Ich sah Lion fragend an und er meinte nur:" Ein weiterer Grund ist, das ich dich mag."

Moment was? Das kann nicht sein. Keiner mag mich. Nicht mal meine Mutter mochte mich und jetzt kommt Lion, taucht aus dem nichts auf und behauptet das er mich mag.

Das er MICH mag. Das Schwule, hässliche Ding, mit dem keiner befreundet sein will, will er mögen. Das ist doch absurd.

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