Kirschblüten in Weiß

Die überfüllte Bahn drängt die wundervollen weißen Kirschblüten zur Seite und lässt das schöne Naturspektakel schnell zu Ende gehen. Hier im Bezirk ist es üblich rosafarbene Kirschblütenbäume zu erblicken, bei anderen Farben, insbesondere einer so schönen wie Weiß, scheint es beinahe unmöglich. Nach unzähligen Stationen endet die Reise in die versunkene Welt, hervorgerufen durch den Anblick der weißen Wunderwerke. Die Blüten des Baumes, der mich beim Anhalten der Bahn vor mir stehend zum Lächeln bringt erinnert mich an eine längst mit der Zeit vergangenen Geschichte. Die Geschichte meiner mit Freude geprägten Freundin. Genauer gesagt spielt sie in der Zeit, in der ich sie das aller erste Mal mit ihrem weißen Kleid vor mir sah. Ihr -passend zum Kleid- ebenfalls weißes Haar zeichnete ihr Gesicht nun noch mehr mit Heiterkeit aus. Diese warmherzige Gestalt sah zu dem Himmel auf und gab die Worte „Wenn ich dich nicht mehr sehen kann, bleibe trotzdem bei mir“ von sich. Außenstehende würden meinen, sie philosophiert über ihre Liebe, so war es aber nicht, sie dachte tatsächlich dabei an den Himmel, der uns Tag für Tag, ohne eine einzige Gegenleistung zu verlangen, mit einer wundervollen Gestalt übersät. Mir gefallen Wolken im ach so blauen Meer der Gedanken. Auch viele meiner Gedankenspiele haben hier ihren Ursprung. Die Idee, sich zu verlieben, das Ansprechen des besagten Mädchens und viele mehr, deren Auflistung es nicht zur Sache brächte. So ging ich auf sie zu und begann erstmal mit einem anfangs noch sehr schüchternen Hallo, was sich aber mit den Wörtern, die aus meinem Munde flossen, änderte. Nach einer kurzen Pause neigte sie ihren prachtvollen Kopf zu mir und lächelte mich an: „Guten Tag mein Herr, was führt Sie zu einer Dame wie mir?“. Ich ahmte ihre Mimik nach, begann aber direkter zu werden: „Ich wollte Sie nur fragen, warum Sie in den nicht mit Wolken sparenden Himmel gucken?“. Inzwischen fielen eine Menge jener weißen Blüten vom Himmel, die ich heute bewundere. Am Boden liegend, ganz ohne Kraft fangen sie an nutzlos zu werden und versinken mit der Zeit. Die Dame im weißen Kleid erklärte und sah mir dabei mit ihren funkelnden blauen Augen auf den Mund: „Ich möchte ihn nicht vergessen. Den Himmel. Die Wolken. All das schöne in unserer Welt, jedoch scheint es so, dass alle anderen Menschen es regelrecht verhindern wollen unsere Welt wieder schön zu machen. Das mag wohl sehr komisch klingen, aber wie ich es meine, so denke ich auch darüber.“. Ich nickte bloß und antwortete auf ihre liebliche Stimme: „Warum nicht? ich bin dabei!“

„Wo dabei?“

„Na ich helfe dir!“

„Bei was denn jetzt genau?“, sie lächelte erneut.

„Ich verbessere mit dir die Welt, komm!“, ich packte ihre Hand und wir liefen den Weg des Parks entlang. Links und rechts standen die weißen Kirschblütenbäume. Eine große Menge an weißen Schönheiten geleiteten zu Boden, was einen wirklich schönen Anblick hervorrief.

 

An der Endstation finde ich eine weiße Blüte am Boden, „Ein echt rares Stück hier.“. Ich lächle. ^-^

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