Steh wieder an der selben Stelle.
Du weißt, ich habe es versucht.
Vielleicht bin ich sowas wie verflucht.
Schwimme nie mit der Welle,

denn

wie oft habe ich daran gedacht,
doch habe es nie gemacht.
Vielleicht fehlte der Mut.
Jetzt fehle ich mir selbst.
Mehr als du es all die Jahre hast.

Steh wieder an der gleichen Stelle.
Du weißt, ich habe es versucht.
Vielleicht bin ich sowas wie verflucht.
Schwimme nie mit der Welle,

denn

Es ist besser, wenn ich jetzt geh.
Viel zu lange tue ich mir weh.
Irgendwann wird die Schwere zu leicht,
bis sie nicht mehr
von deiner Seite weicht.

denn

du hältst dein Herz selbst in der Hand.
Und du hast zwei Beine zum laufen
und zwei Hände zum festhalten.
So kann man beides.
Gehen und bleiben.

Steh wieder an der gleichen Stelle.
Du weißt, ich habe es versucht.
Vielleicht bin ich sowas wie verflucht.
Schwimme nie mit der Welle,

denn

ich muss wissen,
ob ich gut genug sein werde,
ob ich mich richtig entscheide
und ob jemand da ist, wenn ich falle
und ich da sein werde, wenn du es tust.

Steh wieder an der gleichen Stelle.
Du weißt, ich habe es versucht.
Vielleicht bin ich sowas wie verflucht.
Schwimme nie mit der Welle.

Comments

  • Author Portrait

    Da kann ich johhla nur zustimmen. Ein sehr schönes, bewegendes Gedicht

  • Author Portrait

    Wunder-, wunderschön! Du benutzt so viele tolle Formulierungen und Stilmittel. Gefällt mir richtig gut :)

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