Lumnia- Menschenpriesterin (2/5)

So beschloss sie, gleich am frühen Morgen ihre Menthorin Laurena aufzusuchen. Diese war die Oberste Hohepriesterin und hatte Lumnia stets auf ihrem Weg begleitet, seit diese beschlossen hatte eine Dienerin der „Mächte des Lichts“ zu werden. Zurzeit jedoch schien es, als hätte das Licht Lumnia vollends verlassen. Sie stand alleine da... alleine in der Dunkelheit und klammerte sich an eine vage Hoffnung, die vermutlich nicht mal in Erfüllung ging. Doch daran wollte sie nicht denken, ihr Entschluss war gefasst. 

Sie ging an dem großen, zweistöckigen Brunnen vorbei, der in der Mitte des Kathedralen- Platzes stand. Eine Männerstatue mit einem Schwert, thronte auf der oberen Plattform und wie das Meiste in Sturmwind, war auch dieser Brunnen aus weißem Gestein. Das klare Wasser plätscherte friedvoll. Lumnia überquerte den quadratischen Platz und ging den breiten Treppenaufgang der Kathedrale, der mit einem blauen, goldumrahmten Teppich belegt war, hinauf. Über ihr erhoben sich die spitzen, eleganten Türme der Kathedrale. Sie durchschritt das hohe, gewölbte Tor und betrat den, durch goldbraune Fenster erleuchteten, halbschattigen Innenraum. Ein wundersamer Friede umhüllte sie. Alles war still und voller Geborgenheit.

Laurena war heute da. Erleichtert ging Lumnia auf sie zu. Ihre Mentorin war eine schöne Frau, mit goldblondem, glattem, langen Haar. Als sie ihre Schülerin sah, lächelte sie erfreut und es war, als ob dabei die Sonne über ihrem edlen Gesicht aufgehen würde.

Auch Lumnia hatte diese Ausstrahlung gehabt... früher...Nun aber, umwölkten Schatten ihr Antlitz. Lumnia war auch eine schöne Frau. Sie hatte rotblondes, schulterlanges Haar, dessen Spitzen etwas nach innen gegen die Mitte hin frisiert waren, damit es ihr makelloses Gesicht sanft umrahmte. Ihre Augen waren tiefblau, ihre Lippen sinnlich und meist in einem warmen Braun- Ton geschminkt. Sie besaß einen Körper mit wohlgeformten Rundungen. Ihre heutige Robe war rot und mit Gold durchwirkt. Über ihre verschiedenfarbigen Roben, die ihr immer sehr gut standen, trug sie jeweils einen grüngoldenen Brustpanzer, dazu passende Handschuhe und Schulterstücke. Ein blauer Stein zierte ihre hohe Stirn und auf dem Rücken trug sie einen langen Stab mit zwei hellgrünen, glänzenden, etwas zugespitzten Edelsteinen an beiden Enden. Als sie ihre Mentorin sah begrüßte sie diese ehrfürchtig.

Laurena's Gesicht nahm einen besorgten Ausdruck an, als sie sie näher betrachtete. „Du siehst gar nicht gut aus mein Kind. Großer Kummer quält dich. Was ist nur geschehen?“ Lumnia schaute zu Boden und versuchte ihre Tränen zurückzuhalten, die ihr bereits wieder in die Augen stiegen. Ihre Lehrmeisterin legte besorgt den Arm um sie und sprach: „Komm wir gehen ein Stück, dann kannst du mir alles erzählen! So wie du aussiehst muss etwas Schreckliches passiert sein.“ Lumnia nickte und unterdrückte ein Schluchzen. Laurena sprach zu ihrem Priesterkollegen Bruder Joshua, der links vom Altar stand, einige Worte und unterrichtete ihn von ihrer kurzfristigen Abwesenheit. Er nickte verständnisvoll und meinte: „Keine Sorge. Ich werde mich um alles kümmern.“ „Danke!“ sprach Laurena und meinte dann an Lumnia gewandt: „Wollen wir etwas dem Kanal entlang gehen?“

Der Kanaldistrikt lag gleich neben dem Kathedralen-platz, ein tunnelartiger Bogengang führte dorthin. Hier hatte es meist nicht so viele Menschen und das leise Plätschern des glitzernden, glasklaren Wassers das gegen die, aus weißen und grauen Steinen bestehende Mauer schwappte, hatte eine beruhigende Wirkung auf ein unruhiges Gemüt. Lumnia und ihre Lehrerin gingen langsam, dem von Bäumen und goldenen Laternen gesäumten Ufer entlang.

Als sie allein waren, forderte Laurena Lumnia auf, ihr alles zu erzählen. Die junge Frau war überaus froh jemandem das Herz ausschütten zu können. Je mehr sie erzählte, desto erschütterter wurde Laurena. „Das ist eine ganz schreckliche Geschichte!“ sprach sie „Das tut mir so leid für dich Lumnia!“ 

„Warum nur, hat man uns das angetan?“ fragte diese in tiefster Verzweiflung, „warum hat man mir meinen Liebsten auf so grausame Weise genommen? Meisterin, ich habe immer treu dem Licht gedient. Habe mein ganzes Leben in seinen Dienst gestellt. Warum nur geschieht sowas? Womit haben Dabog und ich... das verdient? Haben wir vielleicht irgendwas getan, was den Zorn der Götter erregt hat?“

Laurena meinte: „So darfst du nicht denken, mein Kind! Ich weiß wie du leiden musst. Auch ich habe schon große Verluste in meinem Leben erlitten. Doch du darfst deshalb nicht am Licht zweifeln! Denn gerade jetzt findest du Halt und Trost in ihm. Wir dürfen nicht einfach aufgeben! Zu intensiv haben wir uns dieser Berufung als Priesterin gewidmet. Der Tod ist ein Neubeginn und auch wenn es gerade unerträglich für dich ist, wird es doch das Licht sein, dass dir schlussendlich die Kraft verleiht, diesen Verlust zu bewältigen.“ „Aber Dabog ist nicht einfach nur gestorben! Er ist nun eine seelenlose Kreatur! Seinen bloßen Tod, würde ich ja noch besser verkraften, aber dass er dieses fürchterliche Untoten- Dasein fristen muss, ist einfach schrecklich! Wer weiß, ob seine Seele je Frieden finden wird?“ 

„Seine Seele, kümmert sich nicht mehr um seinen Körper“, sprach Laurena. „Sie ist schon längst weitergegangen. Der Untod betrifft nur seinen Körper.“ „Aber seid ihr da auch ganz sicher Meisterin? Seid ihr sicher, dass seine Seele Frieden finden kann?“ Laurena zögerte einen Moment, als wolle sie nochmals genauer darüber nachdenken. Doch dann meinte sie mit absoluter Sicherheit: „Ja. Seine Seele hat nichts mehr mit seinem Körper zu schaffen!“

 Irgendwie trösteten Lumnia diese Worte. Sie dachte wieder an ihren Traum. Was hatte Dabog gesagt: „Gedenke des Smaragdgrünen Traumes, dann wirst du mich finden!“ Sie erzählte das Laurena. Diese meinte: „Siehst du Lumnia! Er sagte dir ja, dass du ihn finden wirst, wenn du des Smaragdgrünen Traumes gedenkst. Der Smaragdgrüne Traum ist eine Astral- eine Jenseitsebene. Es bedeutet, dass er im Jenseits ist und der Smaragdgrüne Traum ist eine wundervolle Ebene, wenn man die Geschichten der Nachtelfen hört, die schon mal Einblick in sie erhielten.“ 

„Ihr kennt solche Elfen Meisterin?“ „Ja, als Oberste Hohepriesterin kommt man schon mit dem einen oder andern in Berührung. Du wirst das auch noch erfahren.“ Dann meinte sie auf einmal mit etwas gesenkter Stimme: „Wenn ich dich zu meiner Nachfolgerin erkoren habe, dann sowieso.“ „Nachfolgerin?“ fragte Lumnia ungläubig. „Ja, ich möchte, dass du meine Nachfolgerin wirst- die Oberste Hohepriesterin!“ „Aber..., ich bin dessen gar nicht würdig Meisterin! Ich zweifle am Licht, zweifle an den Göttern. Ich kann dieses Amt nicht ehrenhaft bekleiden. Ich weiß noch nicht mal, ob ich den richtigen Weg eingeschlagen habe, ob ich überhaupt zur Priesterin tauge. Wie soll ich dann erst die Oberste Hohepriesterin werden?“

„Zurzeit magst du große Zweifel haben Lumnia, aber ich bin mir sicher, du wirst diese Zweifel überwinden, denn du bist stark. Jeder von uns zweifelt mal, jeder von uns ist mal voller Angst und weiß nicht mehr, ob er wirklich geeignet für das Priesteramt ist. Doch dann, wenn man darüber nachdenkt was man anderes machen könnte, dann merkt man, wie Leib und Seele nichts anderes wollen, als Priester sein! Du wirst noch eine ganze Weile mit dir und dem schrecklichen Schicksal hadern, doch glaub mir, dass macht dich menschlich. Jeder hat einen Grundkern, ein innerstes Wesen, das ihn ausmacht. Alles Drum herum, alles noch so Irdische, ist nur ein momentaner Zustand. Du bist nicht deine Angst, nicht deine Wut, nicht deine Zweifel! Das sind nur Facetten von dir. Darum identifiziere dich nicht zu sehr damit! Es ist wie bei einem Insektenauge: Es besteht aus hunderten von Facetten, aber keine dieser einzelnen Facetten ist das Auge selbst. Das Auge wird durch die vielen Facetten erst richtig zu einem Auge, das sehen kann. 

Dein Innerstes, dein Tiefstes ist und bleibt reines Licht und dieses Licht wird wieder hervortreten, früher oder später! Bei dir sowieso, denn du liebst das Licht und du liebst die Götter. Du hast dich aus innerster Überzeugung für diesen Weg entschieden.“

Lumnia lauschte den Worten ihrer Lehrmeisterin. Sie gaben ihr wieder etwas Hoffnung, neuen Glauben an das Leben und sich selbst. Doch sie war auch überzeugt, durch den Tod von Dabog einen besonderen Auftrag erhalten zu haben, plötzlich wurde ihr das mit aller Deutlichkeit bewusst. Noch lag vieles im Dunkeln, doch sie wusste, dass sie sich auf die Suche nach Antworten machen musste.

Sie berichtete ihrer Lehrmeisterin von ihrem Vorhaben. Deren Augen nahmen einen sehr besorgten Ausdruck an: „Das finde ich keine sehr gute Idee mein Kind, “ sprach ernst. „Ich muss das aber tun, “ sprach Lumnia leise. „Es ist so ein inneres Gefühl, so eine Sicherheit in mir.“ Laurena schaute sie etwas zweifelnd an und schüttelte leicht den Kopf. „Das denkst du jetzt, da dein Schmerz noch so frisch ist. Aber wenn du erstmal etwas Distanz zu allem gewonnen hast, wirst du einsehen, dass das gar nicht klug ist. Du würdest dich nicht nur weiteren Schmerzen aussetzen, sondern auch grossen Gefahren. Mit dem Untoten ist nicht zu spassen. Sie sind nicht mehr zugänglich für die Gefühlte Lebender. Sie haben keine Seele mehr, kein Gewissen. Sie würden dich töten, vielleicht würde es Dabog sogar selbst tun. Das will ich dir unbedingt ersparen. Bitte Lumnia!“ Sie nahm die Hände ihrer Schülerin in ihre und in ihren Augen lag ein flehendlicher Ausdruck. „Sei vernünftig! Geh nicht in diese gefährlichen Gegenden! Ich würde dich so gern als meine Nachfolgerin sehen! Du kannst soviel mehr bewirken, wenn du hier bleibst!“ Lumnia war berührt, denn sie spürte die ernsthafte Besorgnis ihrer Lehrmeisterin und das ehrte sie. Dennoch war sie fest entschlossen und sie war nicht bereit, sich von ihrem Vorhaben abbringen zu lassen.

Laurena schien es in ihrem Augen zu lesen, denn sie sprach ernst: „Dabei kann ich dich nicht unterstützen, es ist ein völlig aussichtsloses Unterfangen, dass du da vorhast! Ausserdem kann ich dir nicht mal jemanden mitschicken, der dir beisteht. Alle Priester, sind irgendwo in eine Schlacht verwickelt und einige müssen hierbleiben, um die Stadt zu schützen und Lehrlinge auszubilden. Es... tut mir leid.“ 

„Auch mir tut es leid, dass ich euch Kummer bereite...“ flüsterte Lumnia „aber ich muss das tun. Das bin ich Dabog und allen die im Kampf für unsere Belange gefallen sind einfach schuldig. Mein Leben ist unwichtig.“

„Es erscheint dir zur Zeit einfach nicht wertvoll!“ meinte die Oberste Hohepriesterin eindringlich. „Doch das wird sich auch wieder ändern, wenn der Schmerz nachlässt!“ Lumnia schüttelte nur langsam den Kopf. „Vergebt mir Meisterin!“ Mit diesen Worten wollte sie sich zum Gehen anschicken. Doch Laurena hielt sie nochmals auf. „Fragen wir wenigstens noch bei den Paladinen nach, ob sie vielleicht jemanden entbehren könnten! Dadga Truemind, war dir doch schon immer zugetan. Vielleicht hilft wenigstens er dir. Ich... kann dir niemanden mitgeben, aber ich will auch nicht, dass du ganz allein gehst.“ 

Lumnia nickte dankbar und zusammen mit ihrer Lehrmeisterin ging sie zurück in die „Kathedrale des Lichts“. Die Paladine befanden sich im rechten Seitenschiff des Gebäudes. Lumnia kannte Arthur Truemind- Dadgas Vater gut. Er war einer der wichtigsten Paladinlehrer in Sturmwind. Er stammte vom Geschlecht des Paladins Uther Lichtbringer ab, der eine sehr wichtige Funktion im Krieg gegen die Hordenvölker gespielt hatte. Uther war es gewesen, der es schaffte die Orcs, welche damals von einen dämonischen Blutrausch besessen waren, in Gefängnissen einzukerkern und dort einigermassen Ruhe und Ordnung zu schaffen . Uther war ein mächtiger Paladin gewesen, einer der ersten seiner Art. Auch die Trueminds waren sehr ehrenwerte, lichtvolle Persönlichkeiten. Wie hatte Laurena gesagt? Dadga Truemind sei Lumnia schon immer zugetan gewesen? Der jungen Priesterin selbst, war das gar nie richtig aufgefallen. Sie hatte schlichtweg keine Augen dafür gehabt, wie andere Männer zu ihr standen und was sie mit ihrer Schönheit und Ausstrahlung für eine Wirkung auf selbige hatte. Es interessierte sie auch nicht. Sie kannte Dadga schon lange und sie hatte ihn einfach immer als sehr guten Freund gesehen, nicht mehr. Sie hatte nur Augen für Dabog gehabt... ihren geliebten Dabog...

Tatsächlich hatten die Priesterinnen besonderes Glück, denn als sie Arthur aufsuchen wollten, stand dessen Sohn gerade bei ihm und sie besprachen irgendetwas. Lumnia ertappte sich dabei, wie sie Dadga mit ihrem Blick das erste Mal richtig musterte und es fiel ihr auf, dass er eigentlich ein sehr gutaussehender Mann war. Er drehte ihr gerade seinen Rücken zu, auf dem ein aus edel geschmiedeter, mit Verzierungen geschmückter Hammer befestigt war . Gekleidet war er in einen, enganliegenden, blausilbernen Brustharnisch, mit netzartiger Prägung. Seine Hosen, Handschuhe und Schulterstücke waren genau darauf abgestimmt. In dieser Rüstung kam sein muskulöser, kräftiger Körper besonders gut zur Geltung. Er hatte eigentlich eine sehr ähnliche Figur wie Dabog. Allerdings war er ein heller Typ, mit goldblondem, halblangen Haar. Dieses fiel ihm in weichen Wellen über die breiten Schultern. Ausserdem besass er einen gepflegten Schnurrbart. Er war etwas älter und erfahrener als Dabog, vielleicht so 2, 3 Jahre älter als Lumnia. Sein Anblick gefiel der jungen Frau und als er sich nun zu ihnen umdrehte, fielen ihr seine türkisblauen Augen auf, die mindestens so hell leuchteten, wie die von Dabog. Es war als spiegle sich ein Bergsee in diesen Augen, doch sie hatten einen etwas andern Ausdruck als jene von Dabog. Irgendwie etwas ruhiger, besonnener. Dadgas Ausstrahlung allgemein war sowieso ruhiger, als die von Dabog, der doch recht temperamentvoll, manchmal fast etwas leichtsinnig gewesen war.

 Dadga lächelte jetzt, als er sie sah und tatsächlich fiel ihr auf, dass er ihr wohl schon ziemlich zugetan war. Vielleicht half er ihr wirklich? Die beiden Paladine deuteten eine respektvolle Verbeugung an, als die Priesterinnen vor sie traten. Sie hatten sehr gute Manieren und ehrlicher Respekt sprach aus ihrem Blick. Man hatte sofort Vertrauen zu diesen Männern, man konnte ihnen das Leben bestimmt jederzeit anvertrauen. Ihr Name Truemind, drückte das auch aus.

Laurena ergriff das Wort. Sie berichtete von dem Vorhaben ihrer Schülerin und von ihrem Unvermögen, einen ihrer Priester zu entbehren. Ausserdem machte sie auch keine Hehl daraus, dass sie eigentlich nicht wirklich einverstanden mit Lumnias Vorhaben war. Auch in Arthur's Gesicht zeichneten sich Zweifel ab. Nur Dadga schien irgendwie Verständnis für Lumnia zu haben. 

„Ich habe ihr bereits davon abgeraten“, meinte Laurena. „Sie will aber nicht hören. Wir können sie doch nicht einfach allein gehen lassen! Gibt es nicht wenigsten einen Paladin, der ihr beistehen könnte?“ „Ich kann sie doch begleiten!“ sprach Dadga. „Du?“ Arthur blickte seinen Sohn erschrocken an. „Ja, wir können Lumnia wirklich nicht allein gehen lassen, wie Laurena schon sagte. Ich habe gerade Zeit, ich kann sie begleiten.“ „Aber...ich brauche dich hier! Ausserdem gefällt mir diese Idee gar nicht!“ Arthur wandte sich Lumnia zu. Sein Ausdruck hatte jetzt beinahe etwas Väterliches. „Mädchen, mach keine solche Dummheit! Dabogs Seele ist schon längst ins Licht eingegangen. Das was du finden würdest, wäre nur ein seelenloser Körper. Dabog, oder das was noch von ihm an Irdischem übrig ist, wird dich nicht anhören. Er ist nun ein „Verlassener“, der sich vielleicht nicht mal mehr an dich erinnert. Du liegst mir am Herzen, denn ich kenne dich schon von Kindesbeinen an, darum bitte ich dich, diesen wahnsinnigen Plan fallen zu lassen.“ „Es tut mir leid...ich glaube einfach ich muss das tun Arthur,“ erwiderte Lumnia und sie spürte dass, je mehr man sie von ihrem Vorhaben abbringen wollte, ihre Entschlossenheit wuchs.

„Ich finde das gar keine so dumme Idee“, ergriff nun Dadga für sie Partei. „Niemand kümmert sich wirklich um die „Verlassenen“. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass es jemand tut.“ „Und natürlich wäre Dabog dann der Auserwählte, um den ihr euch kümmern würdet!“ sprach Laurena resigniert. Über Dadgas Gesicht war ein Schatten gehuscht, als Laurena Lumnias verstorbenen Geliebten erwähnte, doch dann ergriff er erneut für sie Partei. „Das mit Dabog leuchtet doch ein! Er wäre wohl wirklich am ehesten zugänglich für Lumnias Vorschlag mit der Seele. Er hat sie sicher nicht ganz vergessen...“ Er blickte die junge Priesterin auf einmal voller Zuneigung an, als wolle er sagen: Diese Frau kann man doch nicht einfach vergessen! Lumnia achtete das erste Mal richtig darauf, wie er sie anschaute und er war ihr zweifellos sehr zugetan. Umso mehr berührte sie seine Selbstlosigkeit, im Bezug auf Dabog. Denn er musste ja wissen, dass wenn ihr das mit Dabog gelänge und dieser wieder seine Seele zurück bekam, Dadga dann keine Chancen bei ihr gehabt hätte. Er hatte bisher ja auch nie versucht sie für sich zu gewinnen, denn er wusste um ihre innige Liebe zu Dabog und respektierte das.

So kam es, dass tags darauf zwei einzelne Menschen die Geborgenheit der Stadt Sturmwind verliessen und sich aufmachten ins Vorgebirge des Hügellands…

Comments

  • Author Portrait

    du schreibst wirklich toll :)

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