Der Dämon saß im Kopf der Menschen. In all ihren Köpfen. Er kontrollierte und beherrschte sie. Immer und überall. Und er hatte nichts gutes im Sinn, soweit man das Gegenteil von einem Dämonen mit einer schwarzen Seele überhaupt behaupten kann. Er existierte einzig und allein, um Unglück und Unheil zu bringen. Nur, dass er die Menschen nicht selber ins Verderben stürzte, nein, er brachte sie dazu es selbst zu tun.

Zunächst waren es bloß  Kleinigkeiten die sich auf der Erde änderten. Sie stritten um die belanglosesten Dinge, fuhren bei Rot über die Ampel und bezahlten ihr Mittagessen im teuren Restaurant neben an nicht mehr. Bald schon vernachlässigten sie das Haus, die Familie, den Job. Die Menschen stumpften gefühlsmäßig völllig ab, ob alt oder jung, groß oder klein, dick oder dünn. Emotionslos lebten sie vor sich hin. Wie Marionetten.Tag ein Tag aus.

Der Dämon amüsierte sich köstlich bei diesem Anblick, doch es war ihm nicht genug. Er wollte mehr, viel mehr. Mit Erfolg...
Die Emotionslosigkeit und Trägheit entwickelte sich allmählich zu Hass und Wut. Immer mehr fingen die Menschen an, ihren eigenen Planeten zu zerstören und andere Menschen zu verletzen und töten. Menschen, die sie einst so sehr geliebt hatten. Aber das war dem Dämonen egal, hauptsache sie vernichteten sich gegenseitig. Er saß fest in ihren Köpfen  und jeder Versuch ihn loszulasen, scheiterte kläglich.

Nahrung wurde rahr, da sich keiner mehr darum kümmerte, Seuchen verbreiteten sich wie Feuer in trockenen Wäldern und die Menschheit rottete sich immer und immer mehr selbst aus. Zerstörung, Armut, Hass. Der Dämon hatte ganz schöne Arbeit geleistet.

Es dauerte keine Jahrzehnte, kaum mehr etwas von der einst fruchtbaren, harmonischen und glücklichen Erde war da, bis schließlich gar nichts mehr existierte. Nur noch eine karge, unbedeutende Kugel, die als Planet mit millionen Gleichgesinnten im Kosmus herumirrte.
Ob man das als Weltuntergang bezeichnen könnte? Ich weiß es nicht, aber es kommt dem schon ziemlich nahe, meinst du nicht auch?

Unser Leben mag für so manch einen ganz schön sein, aber für das Universum ist es bloß ein Atemzug.

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