»Silhouetten« [19.01.] Neunzehnte Scherbe

Silhouetten

Schwarze Silhouetten schaffend
stand der Mond am Firmament.
Schatten, die des Habens rafften
all das Gut, den letzten Cent.

Silhouetten, die selbst warten
in des Mittags früher Stund’,
nicht enteilen und verharrten
während steten Dunkels Schwund.

Bis die Sonne sie verbrennt,
bleiben sie im Nimmer stehen,
nur des Gieres Blick sie kennt,
niemand sonst hat sie gesehen.

Statuen, erstarrt und leise,
sphinxengleiche Winterboten;
unsichtbar auf ihrer Reise
mit der Dämmerung, der Roten.

Comments

  • Author Portrait

    Sehr poetisch formuliert die winterlichen Silhouetten.

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Fairy Dust

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