Ihr Lieben,

Meine allererste TOP FF (weil's einfach so wahnsinnig wenige davon gibt), also bitte seid gnädig:-)
Was soll ich noch sagen...Viel Spaß:-) Über den ein, oder anderen Kommentar würde ich mich freuen:-)

Der Songtext stammt von Farin Urlaub Racing Team- Niemals...
https://www.youtube.com/watch?v=J1TCXfEOows

GGLG, Skye

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…Ich wünsch mir, dass ich dich vergessen kann,
ich würd dich gerne einfach ignorieren.
Ich bin mir sicher, irgendwann,
wird das auch einfach über Nacht passieren…

„Ich liebe dich, Tyler.“ Nein. Hör auf! Das hört sich so falsch an. Es sollte nicht falsch sein. Es sollte richtig sein. Weil es das ist, was normal ist. Weil es das ist, was von dieser Gesellschaft akzeptiert wird. „Hast du mich gehört, Tyler? Ich liebe dich.“ Ich schließe sie in die Arme. In meinem Kopf schreit eine kleine, viel zu helle Stimme, dass es falsch ist. Dass ich aufhören soll. „Ich liebe dich auch, Andie.“ Sie lächelt und küsst mich.

…Bis dahin wird einige Zeit vergehen,
bis dahin muss ich noch geduldig warten…

Wenn ich sie küsse; Wenn ich ihr sage, wie sehr ich sie liebe, komme ich mir wie ein Betrüger vor. Wenn ich mit ihr schlafe und die Zeit danach; Wenn ich wachliege und ihr beim Schlafen zusehe, denke ich an ihn.

…Ich werde versuchen dich nicht anzusehen,
weil meine Blicke mich verraten…

„Tyler. Können wir uns mal unterhalten?“ Es ist der Tag unseres Videodrehs für Fairly local. „Klar.“, sage ich wie beiläufig. „Gut.“ Er greift nach meiner Hand, um mich hinter sich her zu ziehen. Und es durchzuckt mich wie ein Stromschlag, als seine warme Hand auf meine kühlen Finger trifft. Erschrocken reiße ich mich los. Überrascht dreht Josh sich zu mir um. Seine Augen ruhen auf den Meinigen. Ich senke den Blick. Ich kann ihn nicht ansehen.

…Doch mir ist klar,
dass da niemals etwas sein wird,
weil da niemals etwas war…

„Fühlst du dich in meiner Gegenwart unwohl?“ Erschrocken schüttle ich den Kopf. Nein. Wie könnte ich. „Wie kommst du denn darauf?“ Er zuckt mit den Schultern. „Ich weiß nicht…vielleicht, weil du mich seit Wochen ignorierst?!“

…Vielleicht liegt´s daran,
dass ich zu oft allein war,
als ich klein war.
Oder dass mein Vater gemein war…

„Hör mal, wenn ich dich nerve, oder dir irgendwie im Weg stehe…wir müssen uns das nicht antun.“, sagt er. „Was meinst du damit?“, flüstere ich. Er seufzt und fährt sich mit der rechten Hand über’s Gesicht. „Wenn dir das alles zu viel wird, brauchen wir das nicht länger machen. Ich will nicht, dass du unglücklich bist.“

…Nein, das soll keine Verteidigung sein,
ich wüsste nur selber gern,
woran es eigentlich liegt,
dass ich auf Wolken geh,
wenn ich dich seh…

„Josh, das ist nicht wahr. Du stehst mir doch nicht im Weg.“ Ich schüttle den Kopf, weil ich nicht fassen kann, dass er das wirklich glaubt. „Was dann, Tyler?! Ich will von dir nicht behandelt werden, als würde ich nicht existieren. Das tut, verdammt nochmal, scheiß weh!“ „Josh…“, beginne ich, doch er unterbricht mich. „Bitte, hör auf mir weh zu tun.“ In mir zieht sich etwas schmerzhaft zusammen.

…Mein Kopf ist JWD,
und es tut mir weh,
dass du nicht weißt,
wie es in mir aussieht…

„Josh, es…“ Einer der Tontechniker unterbricht mich. „Wir würden dann gerne anfangen.“ Ich sehe zu Josh, doch er dreht sich von mir weg, um den Typen anzugrinsen. „Wir kommen gleich.“ Als er Leine zieht, will auch Josh an mir vorbei, doch ich halte ihn am Handgelenk fest. „Josh, es tut mir leid.“, sage ich. Meine Stimme zittert, weil ich Angst habe, dass er sich losreißt und mich stehen lässt. Er bleibt stehen und dreht sich zu mir um. Ich lasse sein Handgelenk los. Er mustert mich. „Okay.“, sagt er, bevor er sich erneut umdreht und geht.

…Ich lege dir mein Herz zu Füßen,
was soll ich noch damit,
bitte, tritt es nicht kaputt,
es litt bereits genug…

Der Tag vergeht quälend langsam. Josh lacht wie immer, reißt Witze wie immer, gestikuliert beim Reden wie immer…doch mir gegenüber benimmt er sich reserviert. Ich weiß nicht, wie oft ich ihn heute berührt habe. Beim Videodreh, danach…und jedes Mal fühlt es sich an, als würde ich von innen heraus verbrennen.

Andie war Mittag kurz hier. Sie hat mir sofort ihre Lippen aufgedrängt und zum allerersten Mal musste ich mich heute wirklich beherrschen um sie nicht von mir zu stoßen. Weil sie es nicht ist, die ich küssen will. Weil sie keine Gefühle in mir auslöst. Weil sie nicht der Mensch ist, der mich besser kennt, als ich mich selbst kenne.

…Mir ist klar,
dass da niemals etwas sein wird,
weil da niemals etwas war…

Ich will ihn, Josh. Meinen besten Freund. Schon so lange…so sehr. So sehr, dass es weh tut. Ich will ihn küssen. Überall. Und ich will mit ihm schlafen. Das ist mir klar geworden, als ich das erste Mal an ihn gedacht habe, als ich mit Andie geschlafen habe, nur um überhaupt eine Erektion zu bekommen. Ich will ihn spüren, überall.

…ich träume trotzdem von dir,
was ich nicht habe,
kann ich auch nicht verlieren…

„Josh, warte!“ Wir sind die Letzten, die das Gebäude verlassen. In den Fluren wird es bereits dunkel, weil das Licht aus ist und die Sonne langsam untergeht. Er bleibt stehen. Das Gesicht in den Schatten verborgen. Es sind nur wenige Meter, die uns voneinander trennen, aber ich traue mich nicht, sie zu überbrücken, aus Angst vor Zurückweisung.

…die Zeit vergeht langsam,
es vergeht kein Tag,
an dem ich nicht an dich denke,
mit jedem Herzschlag…

„Es tut mir leid.“, flüstere ich. „Bitte lass mich nicht allein.“ Mein Herzschlag beschleunigt sich mit jedem Wort, das meine Lippen verlässt. Meine Augen brennen verräterisch. Vielleicht, weil mich die untergehende Sonne blendet. Eine einzelne Träne löst sich aus meinen Augenwinkeln und läuft meine Wange hinab. Ich wische sie mit dem Ärmel meines Pullovers weg. Ich schäme mich für meine Schwäche.

…Es vergeht kein Tag,
es vergeht keine Stunde,
ich denk jetzt an dich,
jetzt, in dieser Sekunde…

Und dann ist er bei mir. Schlingt seine Arme um meinen Oberkörper und hält mich fest. Ich kralle meine Hände in seine Jacke. Ein trockener Schluchzer entweicht meinen Lippen, als ich daran denke, dass ich ihn so sehr vermisst habe. Seine Nähe, seine Wärme… Mein Herzschlag beschleunigt sich von ganz von selbst, als er meine rechte Hand nimmt und vorsichtig auf seine Brust legt. An die Stelle, an der sein Herz liegt. Und es schlägt. Es schlägt in demselben Rhythmus, wie das Meinige. Schnell…ungleichmäßig.

…Und immer und ständig
Bei Tag und bei Nacht…

Ich spüre seinen warmen Atem an meinem Hals. Raue Lippen an meinem linken Ohr. „Ich lass dich nicht allein. Das könnte ich gar nicht.“, wispert er und jagt mir eine Gänsehaut über den gesamten Körper.

…was ist bloß mit mir los?...

Er steht so nahe bei mir, dass wir im Licht der untergehenden Sonne von Weitem wie eine Person wirken müssen. „Nach dem Auftritt letzte Woche, auf dieser Aftershowparty, Tyler, hätte ich dich am liebsten geküsst.“ Mein Herz setzt einen Schlag aus. Seine freie Hand greift nach meiner Linken, ohne diese Umarmung zu lösen. Er führt sie an seinen Mund. Senkt dabei den Blick. Als seine Lippen meine Finger berühren, sieht er mir unverwandt direkt in die Augen. Und in mir explodiert ein wahres Feuerwerk an Gefühlen. Gefühle, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie besitze.

…was hast du mit mir gemacht?...

„Ich habe mich in dich verliebt, Tyler.“ „Was?“, flüstere ich. „Ich liebe dich, Tyler, hörst du?“

…mir ist klar,
dass da niemals etwas sein wird,
weil da niemals etwas war…

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