Part 3

Träge streckte Flo am nächsten Morgen ihren Kopf in die Höhe, angelte mit ihrer Hand nach ihrem Smartphone und zog es von dem kleinen Nachtschränkchen herunter. Müde schaltete sie den Wecker aus und ließ ihren Kopf danach wieder seufzend ins Kissen fallen. Hätte sie geahnt, dass die Hausaufgaben in Geschichte so viel Zeit in Anspruch nehmen würden, wäre sie gestern lieber nicht mit in den Park gegangen. So saß sie noch bis tief in die Nacht daran, damit sie für heute fertig waren. Dementsprechend müde war sie nun. Außerdem wäre ihr das Genörgel von Riley erspart geblieben, der noch den ganzen Abend herumgemeckert hatte, dass sein Team beim Softballspiel verloren hatte.

Stöhnend drehte sie sich auf den Rücken und verdreht erneut bei dem Gedanken daran ihre Augen. Manchmal nervte es schon, dass er so ehrgeizig war. Herrje es war doch bloß ein dummes Freizeitspiel unter Freunden. Machte man so etwas nicht aus Spaß? Sie verstand es einfach nicht, warum man deshalb so miesepetrig werden konnte.

Gähnend streckte sie alle viere von sich und schlug ihre Bettdecke beiseite. Sie hatte zwar keine Lust, aber es half ja nichts. Sie musste aufstehen und zur Schule.

Schleppend schwang sie daher ihre Beine über die Bettkante und streckte ausgiebig ihre Arme in die Höhe. Ein leises Klopfen ertönte und verwundert blickte sie zur Tür.

„Ja?“

Quietschend wurde die Tür einen Spalt geöffnet und sofort blitzten Flo die blonden Locken ihrer Mutter entgegen, bevor sie überhaupt ihr Gesicht sehen konnte. Was das anginge, hatte sie so gar nichts von ihrer Mutter geerbt. Sie und ihr Bruder kamen da eher nach ihrem Vater beziehungsweise ihrer Großmutter. Braune Haare, braune Augen. Nicht gerade spannend fand sie.

Ihre Mutter streckte ihren Kopf durch den entstandenen Türspalt hindurch und lächelte sie an.

„Guten Morgen.“

„Ähm … Morgen“

Verwundert blickte Flo ihre Mutter an. Normalerweise sah sie sie morgens nur kurz in der Küche, wo sie schnell einen Kaffee in sich hinein kippte und danach eilig das Haus verließ. Etwas irritiert sah Flo sie nun deshalb an, was sie hier oben bei ihr machte.

„Ich wollte dir kurz bescheid sagen, dass dein Bruder krank im Bett liegt … Du kannst dir aber das Auto nehmen.“

Grinsend winkte ihre Mutter mit einem Schlüsselbund herum und bekam dabei wieder diese kleinen Grübchen in ihren Wangen. Die bekam sie jedes Mal, wenn sie über das ganze Gesicht strahlte. Erstaunt sprang Flo von dem kleinen Bett auf und rannte auf ihre Mutter zu. Wie hatte sie denn das geschafft? Normalerweise ließ ihr Bruder sie nie mit seinem Auto fahren.

„Wie?“

„Ich habe halt gute mütterliche Überzeugungskraft. Du musst allerdings noch tanken fahren.“

Grienend drückte ihr ihre Mutter einen Geldschein sowie die Autoschlüssel in die Hand.

„Ich muss los mein Schatz. Es wird vermutlich wieder spät heute. Granny macht euch das Abendessen.“

Lächelnd wuschelte ihr ihre Mutter durch die Haare und drehte sich danach winkend auf ihrem Absatz herum. Ihre blonden Locken hüpften auf und ab, als sie davon lief und kurz sah Flo ihr noch hinter her, wie sie die Treppe hinunter lief.

Mütterliche Überzeugungskraft? Es war wohl eher, schnell zu stimmen, damit Mami nicht merken würde, dass man gar nicht krank war, da heute ein Mathetest anstand, verdrehte Flo kopfschüttelnd ihre Augen.

Grinsend betrachtete sie danach den Schein und die Autoschlüssel in ihrer Hand. Konnte ihr nur recht sein.

Nachdem die Haustür ins Schloss gefallen war und ihre Mutter somit das Haus verlassen hatte, drehte sich summend zurück in ihr Zimmer, lief zu ihrem Schreibtisch und legte den Schlüssel herauf. Schnell war auch das Geld in ihrem Portemonnaie verstaut und in Windeseile huschte sie ins Badezimmer, um sich für die Schule fertigzumachen.


Genervt warf Flo die Autotür hinter sich zu. Ausgerechnet heute, wenn sie Chemie bei Mrs Blair in der ersten Stunde hatte, musste dieser blöde Lkw liegen bleiben und die komplette Straße versperren. Die Hexe hatte sie ohnehin schon auf den Kieker. Da konnte sie sich nicht auch noch erlauben zu spät zu kommen. Sie war nun mal einfach keine Leuchte in Chemie, egal wie oft sie von ihr an die Tafel zitiert wurde. Natürlich hielt sie ihr dann immer, nachdem sie die Aufgabe mit ach und Krach geschafft hatte, einen Vortrag, dass sie doch mehr lernen sollte. Aber es brachte einfach nichts. Egal, wie viel sie für Chemie lernte. Es war einfach nicht ihr Fach.

Wenn sie nun zu spät kam, erhielt sie mit Sicherheit prompt die nächste Standpauke. Auch wenn sie gar nichts dafür konnte. Es hatte ewig gedauert, bis die Straße geräumt wurde und sie weiter fahren konnte.

Stöhnend drückte sie auf den Autoschlüssel, verriegelte damit den Wagen und eilte zum großen Eingang der Schule. Wenn sie sich ganz doll beeilte, könnte sie es noch schaffen. Flott rannte sie daher die Stufen hinauf ins Gebäude. Doch gerade, als sie es betrat, läutete auch schon die Schulklingel.

„So ein Mist“, murmelte Flo und legte noch mal einen Zahn zu.

Hastig stürmte sie in Richtung der Schulschränke und steuerte dabei ihren an. Da sie immer noch den Autoschlüssel in der Hand hielt, öffnete sie beim Laufen ihre Tasche und verstaute den Schlüssel in der Seitentasche.

Dummerweise achtete sie dadurch gar nicht mehr darauf, was vor ihr passierte und rannte prompt in etwas oder eher gesagt in jemanden hinein. Laut fluchend hörte sie einen Jungen schimpfen und sah auch gleich, dass der Boden voller Zettel war.

„Oh nein, das wollt ich nicht. Tut mir leid.“

Ohne zu zögern, ging sie in die Hocke und begann die Zettel aufzuheben.

„Kannst du nicht besser aufpassen!“, schimpfte der Junge und sammelte ebenfalls die Blätter vom Boden auf.

„Es war wirklich keine Absicht.“

Flink sammelte sie einige Papiere auf und begann verwundert ein kleines Blatt zu betrachten. Es sah fast so aus, wie eine Liste. Etliche Namen waren darauf geschrieben, doch einige davon waren durchgestrichen. Sofort erkannte sie auch einige von ihnen. Bestimmt die Hälfte davon, gehörte zum Football Team. Auch Riley stand mit herauf. Warum lief man denn mit so einer Namensliste herum?

„Gib das her!“

Ruppig wurden ihr die Zettel auf ein Mal aus der Hand gerissen und verwundert sah sie wieder auf. Erschrocken zog sie allerdings ihre Hand zurück, als sie in zwei grüne Augen blickte, die sie böse anfunkelten.

Erst jetzt realisierte sie bewusst, wer da überhaupt vor ihr kniete. Anscheinend hatte er in dem denselben Moment, wie sie, bemerkt, wer da vor ihm saß. Offenbar hatte er sie wieder erkannt, da er schnaufend sein Gesicht verzog.

„Du bist doch das glotzende Mädchen von gestern. Wenn du schon so toll im Beobachten bist, kannst du dann nicht besser aufpassen, wo du hinläufst!“

Wütend stopfte er die Papiere in einen kleinen schwarzen Rucksack und stand auf. Auch Flo erhob sich wieder und richtete ihre Tasche zurecht.

„Und du bist doch dieser Liam, von dem jeder spricht, oder nicht … Es war ja keine Absicht!“, zischte sie zurück und stemmte ihre Hände dabei in die Hüfte, „Warum trägst du überhaupt eine Liste mit der halben Footballmannschaft mit dir herum? Du bist doch nicht mal im Team.“

Liam schulterte seinen Rucksack, kam einen Schritt auf sie zu und baute sich bedrohlich vor ihr auf.

„Das geht dich überhaupt nichts an … Warte mal, du bist doch auch das neugierige Mädchen, das vor der Turnhalle stand.“

„J-ja und?“

Ängstlich ging Flo einen Schritt zurück und stand nun mit dem Rücken gelehnt an den Spinden. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch, da Liam noch einen weiteren Schritt auf sie zu machte, drückte sie ihre Tasche an ihren Körper. Mit einem Ruck hob er seinen Arm und stützte sich nun, direkt neben ihren Kopf, mit seiner Hand an dem Spind ab. Böse funkelte er sie an. So wie er da vor ihr stand, machte er ihr schon ein wenig Angst, musste sie sich eingestehen. Dass er einen Kopf größer, als sie war, und bedrohlich zu ihr herunter sah, machte die ganze Sache auch nicht gerade besser. Vorsichtig sah sie sich um. Da alle schon in die Klassen verschwunden waren, standen sie nun ganz alleine auf dem Flur. Hätte sie doch nur besser aufgepasst. Dann wäre sie nun nicht in dieser Bredouille gelandet, schimpfte sie innerlich mit sich selber. Dieser Liam machte aber auch einfach keine Anstalten zu verschwinden. Warum ging er denn nicht einfach weg?

„Verfolgst du mich? … Ich sag dir, lass das lieber bleiben. Sonst könnte es ungemütlich für dich werden.“

„Verfolgen? Warum sollte ich dich verfolgen? Wenn du die Sache bei dir Turnhalle meinst, ich musste zum Training mehr nicht.“

Verächtlich schnaufte Liam auf und rückte wieder etwas von ihr hab.

„Ein dummer Cheerleader … war ja klar.“

Mit hochgezogener Augenbraue schien er sie zu mustern und schüttelte dann mit einem schiefen Grinsen seinen Kopf.

„Siehst gar nicht, wie einer aus.“

Erleichtert, dass sie wieder etwas mehr Abstand zu ihm hatte, zog sie nun aber doch ihre Augenbrauen zusammen und verschränkte ihre Arme vor der Brust.

„Hey. Was heißt hier dummer Cheerleader. Du kennst mich doch überhaupt nicht.“

„Ja und das soll auch so bleiben. Also pass in Zukunft auf, wo du lang läufst.“

Ohne ein weiteres Wort drehte sich Liam herum und ging davon.

Kurz sah sie ihm noch hinter her, wie er zu den Treppen lief, und atmete erleichtert aus, dass er endlich gegangen war. Dieser Typ war wirklich mehr als nur seltsam. Irgendwas hatte er zu verbergen. Das stand fest. Was sollte überhaupt diese komische Liste? Doch schnell warf sie ihren Gedanken beiseite, als sie auf die große Uhr an der Wand blickte.

„Verdammt!“

Schnell rannte sie zu ihrem Spind, holte ihre Chemieunterlagen heraus und knallte die Schranktür wieder zu. Das würde ärger geben. Ohne weiter über Liam nachzudenken, nahm sie ihre Beine in die Hand und hastete die Stufen zu den Chemieräumen hinauf.

Oben angekommen, holte sie kurz Luft, legte die Hand auf die Klinke und öffnete leise die Tür. Vorsichtig setzte sie ihren Fuß über die Türschwelle. Sie hatte den Raum noch nicht mal ganz betreten, da drang auch schon die schrille Stimme von Mrs Blair in ihre Ohren.

„Miss Thompson. Wie schön, dass Sie uns auch endlich beehren.“

Mit gesenktem Kopf schloss Flo die Tür hinter sich und trat näher an den Lehrertisch heran.

„Entschuldigen Sie bitte. Da war …“

„Ich möchte deine Ausreden nicht hören. Ich denke, gerade du hast es nötig keine Sekunde des Unterrichts zu verpassen. Na los, setz dich. Dann können wir endlich weiter fortfahren. “

Nickend huschte Flo durch die Reihen zu ihrem Platz. Doch als sie sich gerade setzen wollte, blieb sie verdutzt vor dem Tisch stehen. Das war doch jetzt ein schlechter Scherz. Auf dem Platz, der eigentlich bisher frei gewesen war, saß kein anderer als, Liam. Mit heruntergeklappter Kinnlade starrte sie ihn an. Warum saß er an ihrem Tisch?

„Gibt es ein Problem Miss Thompson?“

Verwirrte sah sie zwischen Liam und ihrer Lehrern hin und her.

„Ich … ähm … warum …“, stammelte sie und zeigte auf Liam, der sie genau so irritiert ansah.

„Da Liam wieder zurück ist, hast du das Glück nun auch endlich einen Laborpartner zu haben.”

Mrs Blair wandte sich wieder der Klasse zu und fuhr mit dem Unterricht fort, als Flo zögerlich erneut das Wort ergriff.

”Äh … Mrs Blair.”

”Flo, was ist denn jetzt noch? Möchtest du gleich nach vorne kommen und die Aufgabe lösen?”

Sofort schüttelte Flo ihren Kopf und wedelte mir ihrer Hand.

”Nein. Ich wollte nur fragen … gibt es vielleicht nicht noch einen anderen Platz?”

”Siehst du hier irgendwo noch einen freien Platz? Los, setz dich endlich. Oder hast du ein Problem damit?”

”Nein.”

Seufzend ging sie um den Tisch herum und ließ sich auf den Stuhl fallen.

”Gut, wenn das jetzt geklärt ist, können wir ja endlich fortfahren. Also …”

Mrs Blair ging zurück zur Tafel und schrieb eilig etwas herauf.

Brummend zog Liam sein Buch weiter zu sich, doch dann änderte sich seine Miene auf ein Mal.

”Flo? Einfach nur Flo?”

”Ja … Hast du ein Problem damit?”, flüsterte sie zurück.

”Da waren deine Eltern aber nicht sehr kreativ. Aber dann musst dir immerhin nicht so viele Buchstaben merken. Ist ja nicht so einfach für euch.”

Stirnrunzelnd beugte sie sich ein Stück zu ihm herüber.

”Für euch?”

”Für euch Cheerleader.”

Zähneknirschend drehte sie sich von ihm weg und rutschte noch ein Stück weiter an den Rand des Tisches. Sie konnte doch auch nichts dafür, dass sie Florinda hieß. Ihren vollen Namen würde sie ihn aber mit Sicherheit nicht auf die Nase binden. Außerdem, was sollte das mit den Cheerleadern?

Darauf bedacht ihn nicht mehr anzusehen, zog sie eilig ihre Sachen aus der Tasche und legte sie vor sich auf den Tisch. Der Tag wurde immer besser. Hätte sie das heute Morgen geahnt, hätte sie es lieber wie ihr Bruder gemacht, und wäre krank im Bett geblieben.

Stöhnend öffnete sie ihr Heft und schrieb schnell alles von der Tafel ab. Sie wollte nicht nachher doch noch nach vorne geholt werden. Darauf konnte sie heute gut und gerne verzichten.

Immer wieder schielte sie allerdings dabei, obwohl sie es gar nicht wollte, zu Liam herüber. Er schien sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Das hätte sie nun gar nicht gedacht. Sie hätte eher gedacht, dass er ein kleiner Störenfried wäre. Irritiert bemerkte sie allerdings dadurch, dass er ja schon wieder einen Pulli trug. Schwitzte er denn gar nicht? Sie hatten schließlich Sommer und kühl könnte man es nicht gerade draußen bezeichnen.

”Was gibt es denn schon wieder zu glotzen?”, knurrte Liam leise und erschrocken zuckte Flo kurz zusammen.

”Sag mal, schwitzt du gar nicht?”

Stirnrunzelnd zeigte sie auf den blauen Pulli.

”Hör zu …”

Bevor er allerdings weiter sprechen konnte, wurde er von dem Klingeln unterbrochen und abrupt sprang er von seinem Stuhl auf.

Ohne einen weiteren Ton zu sagen, packte er eilig seine Sachen zusammen und zog den Reißverschluss seines Rucksacks zu. Hastig entfernte er sich von seinem Platz. Doch dann blieb er plötzlich stehen und sah über seine Schulter zu ihr zurück.

”Kümmer dich um deinen eigenen Kram. Klar?”

Perplex nickte sie und so lief er weiter und verließ den Raum. Was hatte er denn jetzt für ein Problem? Sie hatte doch nur gefragt, ob er nicht schwitzen würde.

Erleichtert pustete sie jedoch nun aus, da sie die Stunde geschafft hatte. Flink packte auch sie ihre Sachen zusammen und machte sie auf den Weg wieder herunter zu den Schränken. Glücklicherweise hatte die Chemiehexe heute jemand anderes ins Kreuzverhör genommen und sie somit ausnahmsweise Mal ihre Ruhe gehabt. Gut, bis auf diesen Liam.

An ihrem Schrank angekommen, wurde sie freudig von Beth begrüßt, die schon auf sie zu warten schien.

”Hey. Wo warst du denn heute Morgen?”

”Ich stand im Stau. So ein blöder Lkw musste ausgerechnet heute liegen bleiben und die Straße versperren. Genau dann, wenn ich mal alleine das Auto fahren darf”, stöhnte Flo und öffnete ihren Spind.

”Oh nein. Hattest du nicht Chemie in der ersten Stunde?”

Nickend wedelte Flo mit ihrem Chemiebuch herum und steckte es zu den anderen Büchern zurück in den Spind.

”Aber das war ja noch nicht alles.”

Kurz schielte sie über ihre Schulter auf die andere Seite. Zum Glück war Liam schon weg und so drehte sie sich zu ihrer Freundin herum.

”Als ich dann in der Schule angekommen war, musste ich prompt im Flur in diesen Liam

hineinlaufen. Und pass auf, jetzt kommt es … Er ist ab jetzt mein Laborpartner.”

Mit großen Augen sah Beth sie an.

”Was? Echt?”

”Mhm … Aber sag mal, hat er irgendetwas gegen Cheerleader?”

In Nullkommanichts waren die Bücher getauscht und Flo lief mit Beth den langen Schulflur entlang.

”Könnte schon sein. Glaub es mir oder nicht, aber vor zwei Jahren war er mal mit Stella zusammen.”

Mit großen Augen sah Flo nun wiederum ihre Freundin an.

”Nein … Die Stella? Also ich meine, Miss, ich bin die Beste in allem, Stella?”

”Ganz genau. Allerdings war sie da noch kein Cheerleader.”

Die beiden liefen weiter und steuerten einen Klassenraum am Ende des Flurs an.

”Was ist passiert?”

”Sie wurde bei den Cheerleadern aufgenommen, machte deshalb Schluss mit ihm und sah ihn mit dem Hintern nicht mehr an.”

Nachdenklich blieb Flo stehen und sah Beth hinterher, wie sie den Klassenraum betrat. Kein Wunder, dass er auf Cheerleader nicht gut zu sprechen war. Das gab ihm aber nicht das Recht, sie zu beleidigen, nur weil sie ein Cheerleader war.

”Flo, wo bleibst du. Du hast doch gestern gesagt, dass ich bei dir abschreiben kann.”

”Ja doch. Ich komme.”

Schnellen Schrittes betrat sie ebenfalls das Klasszimmer, setzte sich zu ihrer Freundin und zog ihr Heft aus der Tasche.

”Danke.”

Lächelnd griff Beth nach dem Heft und begann hastig die Aufgaben abzuschreiben.

Nachdenklich sah Flo ihrer Freundin zu. Jetzt wusste sie zwar, wieso dieser Liam so gegen Cheerleader wetterte, die seltsame Liste erklärte es aber immer noch nicht.

Grübelnd tippte sie sich gegen ihr Kinn und ging in ihren Gedanken die Liste noch einmal hindurch. Wenn sie es richtig in Erinnerung hatte, standen keine Mädchennamen herauf. Aber warum?

Seufzend lehnte sie sich gegen die Stuhllehne. Was zerbrach sie sich eigentlich den Kopf darüber. Es konnte ihr doch egal sein. Sich selber zunickend, dass sie sich von dem Typ nicht den Tag versauen lassen wollte, nahm sie ihr Smartphone in die Hand und begann Riley eine Nachricht zu schreiben.


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beta
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