Part 6

Morgens beim Frühstück war vorerst alles still, niemand sagte etwas. Bis Takeru anfing rum zu albern.
„Wann kommt denn dein Freund?“ Wollte ihre Mutter wissen.
„Ich hole ihn nach dem Frühstück ab.“
Ihr Vater schaute erst zur Mutter und dann zu Woki, um sie etwas zu fragen.
„Wie heißt der Junge überhaupt?“
„Akuma“
„Das ist aber ein merkwürdiger Name.“ Stellte ihn Vater fest.
Ihre Eltern unterhielten sich über den Namen und Woki schaute von einem zum anderen. Nach dem Frühstück machte sich Woki dann fertig. Heute machte sie sich zwei Zöpfe in ihr Haar. Als sie dann fertig war ging sie nach draußen. Unbemerkt ging sie in den Wald zum See.
„Akuma bist du da?“
„Ja bin ich.“
Er stellte sich neben sie und lächelte.
Heute hatte auch er andere Kleidung an. Woki hätte sich gedacht, dass er hier im Wald noch mehr hat. Was sie dabei allerdings nicht wusste, war das hier im Wald noch ein kleines Häuschen steht in dem er wohnt.
Zusammen gingen die beiden zu Woki ihrem Haus.
„Wie heißen deine Eltern eigentlich?“
„Wir heißen mit Nachnamen Hiroshi. Nenne sie einfach so.“
„Ja in Ordnung“
Vor dem Haus zogen die beiden ihre Schuhe aus und gingen rein. Drinnen warteten ihre Eltern und Takeru. Freundlich begrüßten sie Akuma. Er wusste dabei nicht, wie ihm geschieht.
„Du bist also Akuma. Freut mich dich kennenzulernen“ Sagte ihr Vater freundlich.
Akuma nickt und verbeugte sich. Er wusste gar nicht was er machen sollte. Sie gingen alle ins Wohnzimmer und setzten sich auf das Sofa.
„Möchtest du etwas trinken?“ Wollte ihre Mutter wissen.
„Ja sehr gerne.“
„Und was möchtest du ?“
„Bring ihm einfach Wasser.“ Redete Woki dazwischen.
Ihre Mutter ging in die Küche und holte ihm ein Glas Wasser.
„Vielen Dank.“
Takeru musterte Akuma.
„Es ist doch unfreundlich eine Mütze in der Wohnung zu tragen.“
„Sei ruhig Takeru!“ Fauchte Woki ihren Bruder an.
Akuma wusste nicht, was er sagen sollte. Immerhin trägt er die Mütze nur wegen seinen Ohren.
„Er trägt die Mütze, weil er eine sichtbare Narbe hat. Die möchte er damit verstecken.“ Erklärte Woki.
Ihre Mutter schaute ihn verständnisvoll an und lächelte.
Woki stand auf und ging an Akuma vorbei.
„Genug kennen gelernt. Lass uns in mein Zimmer gehen.“
Akuam schaute unsicher zu ihrer Mutter, die ihm zustimmenden zunickte. Dann stand er auf und ging mit Woki uns Zimmer.
„Danke für die Hilfe.“
„Kein Problem dafür sind Freunde da.“
Woki schloss die Tür. Akuma setzte sich auf das Bett und schaute sich im Zimmer um.
„Du hast ein schönes Zimmer.“
„Danke...“
Woki setzte sich zu ihm aufs Bett. Die beiden schauten sich an und lächelte. Stille herrschte im Zimmer. Eine ungewollte Stille bis Woki sie dann doch brechen konnte.
„Bald kann ich nicht mehr so oft zum See kommen.“ Sie schaute weg.
„Warum denn nicht?“
„Die Schule fängt bald wieder an. Ich hab dann bis mittags Schule und danach muss ich Hausaufgaben machen.“
„Dann hast du ja gar keine Zeit mehr für mich.“ Er schaute traurig zum Boden.
„Nur noch wenig, aber wir können immer noch etwas unternehmen, schließlich haben wir noch die Wochenenden.“
Akuma freute sich ganz leicht.
„Aber wahrscheinlich werde ich mir noch einen Job suchen müssen.“
„Warum denn?“
„Damit ich Geld verdiene, um noch mehr Fische für den See zu kaufen.“
Akuma schaute sie erstaunt an.
„Das ist doch nicht nötig...! Ein Fisch reich doch. Vielleicht brauchen wir nur noch einen, damit sie sich vermehren können.“
„Das könntest du Recht haben. Dann würde auch mein Taschengeld reichen.“
„Siehst du dann brauchst du auch nicht arbeiten zu gehen und kannst mehr Zeit mit mir verbringen.“ Er schaute sie wieder an und lächelte sie leicht an.
Woki nickte. Er versuchte anscheinend alles damit Woki trotz Schule noch genug Zeit mit ihm verbringen kann. Die beiden redeten eine ganze Weile in ihrem Zimmer. Später gab es dann Essen. Alle saßen am Tisch, auch Akuma. Allerdings war er sich unsicher, wie man mit Stäbchen oder Besteck isst. Hilfesuchend schaute er zu Woki rüber. Als sie es bemerkte zeigte sie ihm unauffällig, wie man damit umgeht. Nachdem Essen verabschiedeten sich alle von Akuma. Woki brachte ihn dann zum See.
„Das war großartig. Deine Eltern und dein kleiner Bruder sind wirklich sehr nett.“
„Das freut mich, dass es dir so gut gefiel.“
„Danke, dass du mir heute gleich zweimal aus der Patsche geholfen hast.“
„Das habe ich doch gerne gemacht“
Die beiden verabschiedeten sich voneinander und jeder ging seinen Weg wie jeden Tag nach Hause.
Als Woki Zuhause ankam, war Takeru schon im Bett. Ihre Eltern saßen im Wohnzimmer auf dem Sofa. Woki versuchte sich in ihr Zimmer zuschleichen, aber ihre Eltern bekam dies mit und riefen sie zu sich. Sie ging ins Wohnzimmer und setzte sich zu ihnen.
„Akuma ist wirklich ein sehr netter Junge. Geht er denn auch auf deine neue Schule?“ Sagte ihre Mutter
„Ich weiß das gar nicht. Ich kann ihn ja das nächste Mal fragen.“
„Das wäre sehr schön, dann hättest du jemanden auf deiner Schule mit dem du dich schon verstehst.“
„Ja das wäre schön.“
Woki dachte darüber nacht, aber Akuma kann unmöglich auf eine Schule gehen.
Woki wünschte ihren Eltern eine gute Nacht und ging in ihr Zimmer.

Akuma kam beim großen Baum an. Er wollte sich auch an seinem Vater vorbei zur Hütte schleichen. Plötzlich kam aber Para zu ihm geflogen.
„Guten Abend Para. Hast du mich vermisst?“
Para flog hektisch um ihn herum. Offensichtlich vermisste es Akuma.
„Wie war es bei der Menschen Familie?“
Akuma schreckte zusammen und drehte sich zu seinen Vater um, der in Hirschgestalt hinter ihm stand.
„Es war gut dort. Ihre Familie ist wirklich sehr nett.“
„Dir gefiel es bei den Menschen? Du weißt, dass Menschen gefährlich sind.“
„Ja schon, aber die Menschen sind anders. Sie sind nett und freundlich. Ganz anders als die die ich in der Stadt gesehen habe.“
„Du warst in der Stadt?“ Sein Vater wurde etwas sauer.
„Ja ich habe zusammen mit Woki einen Fisch für den See gekauft.“ Von dem Verhalten seines Vaters ließ er sich nicht ablenken.
„Ein Fisch für den See? Das Mädchen will uns also wirklich helfen.“
Akuma nickte und lächelte
„Vater...Ich möchte auch eine Schule besuchen.“
„Was?! Das geht nicht! Du kannst in keine Schule gehen! Die Menschen werden sehen, dass du nicht normal bist. Das kann ich unmöglich erlauben.“
„Aber Vater...“
„Nein! Keine Widerrede! Geh schlafen!“ Nun war sein Vater wütender als er es vorher schon war.
Akuma seufze und ging traurig in das kleine Haus. Er legte sich auf sein Bett und schaute aus dem Fenster.
Sein Vater dachte über das nach, was Akuma ihm erzählte.
„In eine Schule. Das Menschen Mädchen scheint ihm nicht gut zu tun.“
Der Hirsch legte sich auf den Boden schlief ein.
Para schwirrte über Akuma. Es merkte, dass etwas nicht mit Akuma stimmt. Akuma schaute weiter zum Fenster hinaus. Er dachte nach. Er würde so gerne auf eine Schule gehen, aber ohne die Erlaubnis seines Vaters geht das nicht. Akuma schaute Para an.
„Meinst du ich kann ihn noch umstimmen?“
Para schwirrte einfach weiter über ihn ohne seine Bewegung zu verändern. Akuma seufze.
„Vielleicht hat er aber auch Recht.“

Comments

beta
Fairy Dust

Navigation

Languages

Social Media