Part 8

Stirnrunzelnd versuchte Flo die Aufgabe zu lösen und schrieb wahllos irgendwelche Formeln auf. Langsam wanderten ihre Finger, mit der Kreide in der Hand, dafür über die Tafel. Allerdings musste sie immer wieder neu ansetzen, da ihre Gedanken ständig abschweiften. Sie konnte sich, nachdem sie dieses Tattoo gesehen hatte, einfach nicht mehr konzentrieren. In ihrem Kopf spuckte nur noch dieses Zeichen herum. Warum ausgerechnet ein Pentagramm? Und was sollten die Dreiecke oder das Beta Symbol? Fand er es einfach nur cool oder hatte es eine Bedeutung? Wenn ja, welche? Ihre blöde Neugierde aber auch. Am Klügsten wäre es jedoch, die ganze Sache einfach zu vergessen, bevor sie sich noch in etwas verstrickte, was nachher nicht gut für sie war.

Aber sie würde es ja doch nicht lassen können, schüttelte sie unbemerkt über sich selber, den Kopf.

„Flo. Wird das heute noch etwas? Oder ist dir auch diese Aufgabe zu schwer?“

Erschrocken zuckte sie zusammen und sah zu Mrs Blair herüber, die Arme verschränkend neben ihr stand.

„N-nein. Ich … bin gleich fertig.“

Tief atmete sie ein und schloss für einen kurzen Moment ihre Augen. Sie sollte sich wirklich erst mal hier herauf konzentrieren und nahm schnell den Tafelschwamm zur Hand.

„Ich fang noch mal ganz von vorne an, wenn das in Ordnung ist.“

„Ja, aber beeile dich“, stöhnte Mrs Blair und rückte mit ihrem Zeigefinger ihre Brille zurecht.

Nickend wischte Flo rasch ihre misslungenen Versuche weg, legte den Schwamm zurück und wollte gerade, unter den bohrenden Blick ihrer Lehrerin, erneut beginnen, als endlich das erlösende Klingelzeichen ertönte. Erleichtert pustete sie leise aus und sah fragend zu Mrs Blair herüber.

„Ja, ist gut. Du kannst aufhören.“

Das ließ sie sich nicht zwei Mal sagen. Sofort legte sie die Kreide beiseite und spurtete, genau darauf bedacht Liam nicht direkt anzusehen, zurück zu ihrem Platz.

„Den Rest macht ihr zu Hause fertig“, beendete Mrs Blair die Stunde und alle begannen eilig ihre Unterlagen einzupacken und strömten aus dem Klassenzimmer heraus.

Flo ließ sich Zeit und packte extra im Schneckentempo ihre Sachen zusammen. Wenn Liam vor ihr herausginge, konnte sie genau sehen, wo er war und ihm somit aus dem Weg gehen, überlegte sie und beobachtete ihn unbemerkt, wie weit er war. Innerlich fluchend, da er sich auch nicht zu beeilen schien, steckte sie ganz langsam ihr Heft in die Tasche. Er hatte offenbar den gleichen Gedanken, wie sie. Mit Sicherheit wollte er sie wieder irgendwo abfangen und verlangen den Zettel herauszurücken. Und genau das, wollte sie unter allen Umständen vermeiden. Sofort überlegte sie fieberhaft, was sie jetzt machen konnte, als sie die Chemiehexe am Lehrertisch sitzen sah, die sie mit einer Augenbraue in die Höhe gezogen, fixierte. Sie kannte diesen Blick. Wenn sie sich nicht beeilte und als einer der Letzten hier noch sitzen würde, würde sie sie wieder zu sich zitieren und über ihren katastrophalen Versuch diese Aufgabe zu lösen, einen nicht endenden Monolog vom Stapel lassen. Darauf hatte sie genau so wenig Lust, wie von Liam aufgehalten zu werden. Ganz wie es schien, blieb ihr wohl nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera, wie man so schön sagte.

Seufzend senkte sie ihren Blick, zog den Reißverschluss ihrer Tasche zu und konnte dadurch im Augenwinkel sehen, wie Emma gerade im Begriff war an ihr vorbei zu laufen. Blitzartig kam ihr eine Idee und schwungvoll sprang sie von ihrem Stuhl auf.

„Warte“, rief sie etwas zu laut, wodurch einige Mitschüler sich verwundert zu ihr herumdrehten.

Verlegen kratzte sie sich an ihrem Kopf.

„Ich meinte Emma.“

„Ja?“, fragte diese nun wiederum verwundert und lächelnd hakte sich Flo bei ihr unter.

„Um auf unser Gespräch von vorhin zurückzukommen.“

Gespielt verschwörerisch grinste sie ihre Klassenkameradin an und zog sie dabei zielstrebig zur Tür.

„Wie findest du eigentlich meinen Bruder? Er hat gerade keine Freundin und ist ein Footballspieler. Und ich weiß, dass er dich ganz niedlich findet.“

Zum Glück stimmte Emma sofort mit ein und begann eifrig zu überlegen, was sie an Scott toll finden würde.

„Plan aufgegangen“, kicherte sie leise, ohne das Emma es mitbekam.

Doch ein kleines bisschen hatte sie schon ein schlechtes Gewissen ihren Bruder da mit hereinzuziehen, da er nie so etwas gesagt hatte. Aber es war gerade ihr einziger Fluchtweg heraus. So konnte sie nun mit Emma zusammen herunterlaufen und da würde sie dann hoffentlich auf Beth stoßen, da sie zusammen die nächste Stunde hatten.



„Achte auf deine Hände. Was ist denn mit dir los heute? Freitag ist das Spiel. Falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte, das wäre übermorgen. Nun konzentriere dich mal“, meckerte Stella und rieb sich mit ihrem Zeigefinger die Schläfe.

„Sorry. Ist heute nicht mein Tag“, entschuldigte sich Flo und schüttelte ihre Arme aus.

Dieses Mal war Stellas Kritik sogar berechtigt. Sie machte wirklich einen Fehler nach dem anderen. Aber sie hatte heute eigentlich überhaupt keine Nerven mehr für das Training. Zu sehr waren ihren Gedanken von der Tatsache abgelenkt, dass Liam an ihrem Spind gewesen war.

Sie war ihm zwar gekonnt den Rest des Tages aus dem Weg gegangen, doch als sie nach der letzten Unterrichtstunde mit Beth zusammen zu den Schränken gegangen war, um ihre Bücher zu verstauen, hatte sie sofort bemerkt, dass ihr Schrank durchwühlt wurde. Liam hatte ihn also aufbekommen. Leider ohne Spuren zu hinterlassen. Wie hatte er das nur gemacht? Wie konnte man denn bitte ein Schloss einfach so, ohne Spuren, knacken? Und wann hatte er das gemacht? Viel wichtiger war allerdings die Frage, was er jetzt unternehmen würde, da er das besagte Stück nicht vorgefunden hatte? Warum war ihm das so wichtig? Wenn sie doch nur wüsste, was darauf stand. Jetzt musste sie jedoch erst mal das Training überstehen. Zum Glück musste sie heute nicht weiter an ihrem Duopart arbeiten, das wäre ein einziges Desaster geworden.

Seufzend machte sie sich bereit, um von vorne anzufangen, als Stella in die Hände klatschte.

„Okay. Schluss für heute.“

Heilfroh, dass für heute Schluss war, atmete sie auf und begann mit den anderen vom Platz herunter zu laufen.

„Hey. Was war denn heute los?“, lächelte Beth sie an und betrat mit ihr zusammen die Umkleidekabine.

Nervös zog Flo Beth an ihrem Arm etwas zur Seite, sah ihr dabei ernst in die Augen und hielt sie weiterhin fest. Nach der Sache mit dem Schrank sollte sie wirklich mal mit ihr reden. Sie hatte es ja ohnehin schon vorgehabt. Der durchwühlte Spind verstärkte ihren Beschluss nur noch mal.

„Du bist doch meine Freundin oder?“, sprach sie nun leise und vergewisserte sich, dass ihnen auch niemand zu hören würde.

„Klar. Flo, was ist denn los?“

„Ich muss dir was erzählen … Aber nicht hier in der Schule. Am Besten bei mir zu Hause.“

Verwundert sah Beth sie an und beugte sich nun weiter zu ihr.

„Du machst es aber geheimnisvoll. Ist irgendetwas passiert?“

„Nicht hier.“

Beth nickte und so ließ sie ihre Freundin wieder los.

„Ich muss zwar noch kurz etwas erledigen, aber danach könnte ich zu dir kommen“, flüsterte nun wiederum ihre Freundin.

„Okay.“

Schnell nickten sie sich gegenseitig zu und huschten zu ihren Plätzen, damit sie sich umziehen konnten und in Windeseile wechselte Flo ihre Klamotten. Sie hatte keine große Lust mit dem Bus nach Hause zu fahren und beeilte sich, damit ihr Bruder nicht nachher ohne sie losfuhr.

Flink schlüpfte sie in ihre Schuhe, schulterte die Tasche und verabschiedete sich von den anderen. Eilig steuerte sie die Tür an und rief Beth noch ein Kurzes, bis nachher, über ihre Schulter zu und verließ dann hastig die Umkleidekabine.

Schnellen Schrittes verließ sie die Turnhalle und lief zum Parkplatz herüber. Immer wieder sah sie sich dabei, ob Liam auch ja nicht irgendwo in der Nähe steckte, um. Doch sie hatte Glück und konnte ihn nirgends entdecken.

Schnell hatte sie das Auto ihres Bruders erreicht und verwundert sah sie durch die Scheibe hinein. Er war noch gar nicht hier? Stöhnend lehnte sie sich gegen den Kotflügel, zog ihr Smartphone heraus und ließ ihre Tasche auf den Boden fallen. Jetzt hatte sie sich ganz umsonst so beeilt.

Schnell checkte sie ihre Nachrichten und begann zu lächeln, als sie die Mitteilung von Riley entdeckte. Flink wanderten ihre Finger über das Display und grinsend schrieb sie ihm zurück.

Sie hatte die Nachricht gerade abgeschickt, als sie plötzlich Schritte hinter sich vernahm.

„Da bist du ja. Aber mir immer sagen, ich soll mich beeilen“; drückte sie sich von dem Auto ab und sah wieder auf.

Verwundert runzelte sie dann allerdings ihre Stirn. Es war niemand zusehen. Aber sie hatte doch gerade deutlich Schritte gehört. Bekam sie jetzt etwa schon Wahnvorstellungen? Doch dann drangen erneut Schritte in ihre Ohren.

„Hallo?“

Nervös sah sie sich zu allen Seiten um. Doch niemand antwortete ihr, geschweige denn, dass sie jemanden sehen konnte. Aber hier irgendwo war doch jemand, sie konnte es doch hören. Versteckte sich die Person etwa vor ihr zwischen den anderen Autos? War es vielleicht sogar Liam, der sie beobachtete? Mit dem Handy in der Hand beugte sie sich herunter und begann vorsichtig um das Auto herumzuschleichen. Was Liam konnte, konnte sie schon lange. Langsam setzte sie leise einen Fuß vor den anderen und schlich so ein Mal um den Wagen herum. Angespannt wanderte ihr Blick dabei zwischen den Autos hindurch. Wo konnte er nur stecken?

„Suchst du was?“

Erschrocken zuckte Flo zusammen, wobei ihr beinahe das Handy aus der Hand gerutscht wäre. Schnaubend richtete sie sich wieder auf.

„Scott! Spinnst du. Erschreck mich nicht so.“

„Kann ich doch nichts dafür, wenn du so schreckhaft bist. Was machst du hier eigentlich?“

„Gar nichts … Wo warst du denn?“, versuchte sie schnell das Thema zu wechseln und lief zurück zu ihrer Tasche.

Vermutlich hatte sie sich das doch nur eingebildet gehabt und hier war überhaupt niemand, oder besser gesagt, hier war niemand, der sie beobachtete.

„Der Couch hat uns noch mal eine Ansage gemacht“, stöhnte Scott und entriegelte dabei das Auto.

„Ihr sollt besser spielen?“, lachte Flo und wollte gerade nach ihrer Tasche greifen, als sie plötzlich mit weit aufgerissenen Augen davor stehen blieb. Das gab es doch nicht. Sie war geöffnet und ein Stück ihres Shirts guckte heraus. Sofort sah sie sich erneut zu allen Seiten um. Aber, bis auf ihren Bruder, der sie verwundert betrachtete, war weit und breit jemand zu sehen. Panisch hockte sie sich auf den Boden und begann wild in ihrer Tasche herumzuwühlen. Die Tasche war zu, als sie sie auf den Boden gestellt hatte, da war sie sich ganz sicher.

Schnell vergewisserte sie sich, ob auch noch alles da war. Glücklicherweise schien aber nichts zu fehlen. Das konnte nur Liam gewesen sein. Nur wie hatte er das gemacht? Nachdenklich öffnete sie die Autotür, hob ihre Tasche auf und stieg ein.

„Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen. Alles Okay?“, warf Scott seine Tasche auf die Rückbank und ließ sich dann auf den Fahrersitz fallen.

„Ja … Ja passt schon. Okay?“

Demonstrativ wandte sie sich von ihm ab und sah aus dem Fenster heraus, um ihn zu zeigen, dass sie nun nicht weiter darüber sprechen wollte.

„Okay …“

Ohne ein weiteres Wort startete Scott dann auch das Auto und fuhr los.

Tonlos saßen die beiden im Wagen und Flo hing in ihren eigenen Gedanken. Vielleicht sollte sie Liam dieses blöde Stück Papier einfach wieder zurückgeben und dann ließe er sie vielleicht einfach in Ruhe. Wenn er jetzt sogar schon an ihrer Tasche war, was machte er nachher als Nächstes? Andrerseits, wenn sie es ihm gab, gab sie ja damit ja auch zu, dass sie es geklaut hatte. Wer wusste schon, was er dann nachher machte? Sie wusste nicht, wozu er in der Lage war.

Seufzend rutschte sie etwas den Sitz herunter und wollte gerade ihre Tasche auf ihren Schoß ziehen, da sie jeden Moment zu Hause waren, als Scott sie wieder ansprach.

„Sag mal, weißt du, warum mich Emma auf ein Mal so seltsam angrinst, wenn sie an mir vorbeiläuft? Du hattest doch heute Chemie mit ihr zusammen.“

Ertappt verzog sich ihr Gesicht und verlegen kratzte sie sich an ihrem Kopf.

„Ja … also das … weißt du … Ich habe da vielleicht … eventuell etwas erwähnt, dass sie nun möglicherweise ...“

„Was hast du gemacht?“

Herumdrucksend rutschte sie auf dem Sitz hin und her und versuchte sich um die Antwort herumzudrücken.

„Flo?“

„Ja also …“

Scott parkte das Auto und mit zusammengezogenen Augenbrauen starrte er sie jetzt an.

„Ich habe möglicherweise, beiläufig erwähnt, dass du sie niedlich finden würdest“, sprach sie, ohne Luft zu holen, schnallte sich ab, nahm ihre Tasche und sprang aus dem Auto. Mit einer Handbewegung warf sie die Autotür zu und lief zur Haustür.

„Flo!“, rief er aus dem Auto heraus und rannte ihr danach hinterher.

Flink schloss sie Tür auf und stürmte herein. Sie hatte jetzt keine große Lust mit ihm darüber zu sprechen, aber in Nullkommanichts hatte er sie eingeholt und betrat nun auch das Haus.

„Kannst du mir mal erklären, was das soll?“

Ohne seine Miene zu verziehen, ließ er seine Sporttasche neben sie auf den Schrank fallen.

Geschlagen, da er sie sowieso so lange ausfragen würde, bis sie ihm geantwortet hatte, setzte sie sich auf den kleinen Schuhschrank und zog sich ihre Schuhe aus.

„Naja, ich brauchte ein Ablenkungsmanöver. Die Chemiehexe hatte mich im Visier und Liam wollte ich nicht wieder alleine im Flur treffen, also … hab ich Emma in ein Gespräch verwickelt. Mir fiel nichts Besseres ein. Sorry.“

Stöhnend warf Scott seine Schuhe in die Ecke.

„Na toll. Das nächste Mal denke dir irgendetwas anderes aus und lass mich da raus. Was soll denn jetzt … Ach egal. Bring das wieder in Ordnung.“

Genervt schnappte er sich seine Tasche und stampfte an ihr vorbei. Kurz sah sie ihm noch hinterher, wie er die Treppe hinauf polterte und als seine Zimmertür lautstark ins Schloss fiel, stand sie laut ausatmend auf. Dass er nicht erfreut darüber sein würde, hatte sie ja schon geahnt, aber das er deshalb gleich so einen Divaauftritt hinlegen würde, damit hatte sie nicht gerechnet. So schlimm war es doch nun auch wieder nicht.

„Was ist hier denn schon wieder los?“, lugte ihre Großmutter aus der Wohnzimmertür heraus und sah sie fragend an.

„Ach. Nichts weiter. Alles gut.“

Schulterzuckend steuerte sie Treppe an und lief die Stufen hinauf.

„Ich bekomme gleich Besuch.“

„Ist gut.“

Schon verschwand ihre Großmutter wieder im Wohnzimmer und sie lief weiter hinauf.

Geschwind hatte sie ihr Zimmer betreten, war ohne Umwege zu ihrem Schreibtisch gelaufen und öffnete eine Schublade. Wild kramte sie darin herum und zog unter einem riesigen Haufen Papiere, den Zettel von Liam heraus. Nachdenklich legte sie ihn vor sich auf den Tisch. Was stand da nur herauf. Und was hatte es mit dem Tattoo auf sich? Oder war es wirklich einfach nur ein Tattoo und sie gab dem Ganzen einfach zu viel Bedeutung? Aber, dass der Zettel irgendetwas sehr Wichtiges für ihn war, war Fakt. Sonst würde er nicht so dringend versuchen ihn wieder zu bekommen.

Grübelnd tippte sie mit ihren Fingern auf dem Schreibtisch herum und griff dann kurz entschlossen nach ihrem Laptop.

Im Nu war er aufgeklappt und flink drückte sie auf den Knopf. Vielleicht fand sie ja irgendetwas im Internet. Zumindest, was dieses Tattoo zu bedeuten hatte. Wartend, bis sich das alte Ding endlich hochgefahren hatte, nahm sie sich ein Blattpapier und einen Stift zur Hand und versuchte, so genau wie möglich das Tattoo nachzumalen, damit sie es auch Beth gleich zeigen konnte. Was sie wohl zu der ganzen Sache sagen wird? Ob sie es, so wie sie sah, oder hielt sie sie nachher danach für verrückt? Kopfschüttelnd widmete sich dann aber wieder ihrem Laptop. Es brachte jetzt nichts darüber nachzugrübeln. Sie würde es ja gleich sehen.

Schnell öffnete sie den Browser und starrte auf die Tasten vor sich. Nach was sollte sie eigentlich genau suchen? Planlos schrieb sie einfach Pentagramm, Dreiecke und Beta Symbol hinein, ohne überhaupt zu wissen, was dabei überhaupt herauskommen sollte. Wenige Sekunden später ging sie die Suchregenbisse hindurch und bekam große Augen. Immer wieder las sie etwas von Hexen, Drudenfüßen und solchen Zeugs.

Schwer atmend lehnte sie sich gegen die Stuhllehne, legte ihren Kopf in den Nacken und sah zur Zimmerdecke herauf. War er etwa in so einer Art Sekte oder so etwas? Mit irgendwelchen Geheimritualen und dem ganzen Kram?

Gedankenvoll drehte sie sich mit dem Stuhl hin und her. Wie passte das alles nur zusammen? War der Zettel eine Beschwörungsformel? Gab es so etwas überhaupt? Das war doch alles total verrückt. Was war, wenn er in so einer verrückten Sekte war, die sie nun im Visier hatten? Ob es nun echt war oder nicht, spielte in dem Falle gar keine Rolle. Für diese Leute war so etwas ja echt.

Erst das Läuten der Haustürklingel riss sie wieder aus ihren Gedanken heraus. Abrupt sprang sie auf und stürmte aus ihrem Zimmer. Das musste Beth sein.

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beta
Fairy Dust

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