Part 5

Als sie sich nach einiger Zeit beruhigt hatte, trat sie aus ihrem Haus hinaus. Auf der Lichtung hatte Ken eine Art Lagerfeuer aufgehäuft, und kaute auf einem Kaninchen herum, dass saftig und braun gebraten, einen angenehmen und Hunger erregenden Geruch über die Lichtung verteilte. Falls er bemerkt hatte wie niedergeschlagen Haruna war, so ließ er es sich auf jeden Fall nicht anmerken. Doch als er Haruna ein zweites Kaninchen anbot, nahm Haruna es dankend an. Das Fleisch war saftig und schmeckte göttlich herzhaft. Als sie das Kaninchen verspeist hatte – erstaunt über ihren eigenen Hunger – überlegte sie ob sie Ken etwas von ihrer Nachricht erzählen sollte, doch sie traute es sich nicht, aus Angst wie er reagieren könnte. Ken wirkte zwar nicht sehr aggressiv, doch sie hatte ihn bis jetzt auch noch nicht wirklich wütend gemacht. Noch während sie in die knisternden Flammen starrte, nahm Ken sein Schwert und begann dieses mit dem umliegenden Gras zu bestreichen, um es säubern. Haruna sah gelangweilt zu, wohl bewusst, dass dies die letzten Minuten ihres Lebens waren. Rin bemerkte offenbar ihren Kummer, da sie nicht wie sonst interessiert an dem Braten roch, sondern sich auf Harunas Beinen zusammenrollte. Auch sie wollte die letzte Zeit mit ihr verbringen. In diesem Moment des gemeinsamen Trauerns bemerkte Haruna nicht, wie es dunkel wurde. Langsam versank die Sonne am Horizont und tauchte die Welt in ein orange farbigen Ozean. Die Schatten der Bäume begannen länger zu werden, als eine Erschütterung deutlich durch den Boden ging. Ken hörte auf sein Schwert zu putzen. Er wandte sich einem Teil des Waldes zu, aus dem vermutlich das Geräusch gekommen war. Wieder und wieder bebte der Boden. Ken stand auf. In diesem Moment kam Leo auf die Lichtung gesprungen. Er haulte laut auf: „Wir werden angegriffen, meine Leute halten den Gegner auf, aber sie haben keine Chance!“ noch bevor Haruna etwas sagen konnte, war Ken verschwunden, dann erwischte Haruna eine so starke Windböe, dass sie zurück gedrückt wurde. Innerhalb einer Sekunde war das Feuer erloschen und der Ruß in einem Wirbel der Luft eingeschlossen. Auch Leo schaltete wieder seinen Turboantrieb an. Doch diesmal war Haruna darauf gefasst. „Nimm mich bitte mit!“ flehte sie. Leo betrachtete sie kurz mit einem Blick, dann hockte er sich hin. Ein deutliches Zeichen, dass sie aufsteigen sollte.

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