Part 10

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Der Strom der Schüler lotste Damian in einen großen Versammlungsraum. Er war gang und gar aus Marmor gehauen und besaß eine goldene Decke, auf dem eine Schlachtszene als Malerei festgehalten wurde. Ein Mann mit einem Hammer, stand einer Horde blutroten Augen gegenüber, einen großen Hammer lachend über den Kopf schwingend. Dabei fing der Hammer Blitze aus dem Himmel auf und schoss diese auf seine Gegner. Beim betrachten der Person, die sich in diese Übermacht aus Feinden warf, fröstelte es Damian. Schnell stellte er sich an den beruhigend und warm knisternden Kamin, um sich zu entspannen. Inzwischen waren alle Schüler in dem Raum versammelt und ein Betreuer auf einem Pferd mit brennenden Mähnen kam in die Halle geritten. Gekonnt stellte er sich auf das Pferd und rief mit lauter Stimme: „Willkommen neue Schüler, ich begrüße euch ganz herzlich an dieser Schule der Dämonenlehre. Ihr habt sicherlich viele Fragen, doch diese werde ich euch nicht erklären, sondern eure Mentoren. Wie ihr sicherlich wisst, sind wir hier alle elternlose Kinder, deswegen werden die Mentoren eure Eltern sein. Bei Fragen oder Problemen könnt ihr euch jederzeit an euch wenden. Die Mentoren werden sich nun ihre Schüler erwählen!“

Mit einem lauten Knall sprangen die großen Flügeltüren des Raumes auf, und viele Erwachsene in allen möglichen Rängen und Kleidungen, mit verschiedenen Dämonen marschierten stolz durch die Schülermassen, die ehrfürchtig Platz machten. Ein ziemlich lächerliche Szene fand Damian. Alles war nur auf Show aus. Die Mentoren bauten sich auf und begannen mit lauten Stimmen Namen auszurufen. Aufgeregte „Ich!“-Schreie kamen überall aus dem Raum. Damian betrachtete belustigt, wie die Schüler sich hinter ihre Mentoren stellten. Doch plötzlich fing ein Name seine Aufmerksamkeit: „Haruna Buchfink!“ schallte es durch den Raum. Eine dickliche Frau mit Brille und Pfeifender Pfeife hatte ihn ausgerufen, und suchte mit ihren grünen Katzenaugen die Umgebung nach einer Antwort ab. Eine Grüne Katze hatte sich um ihren Hals zusammengerollt. Dann trat Haruna aus der Menge, Damian erkannte sie sofort wieder. Was machte sie hier? Wenn sie bereits ein Magier war, wieso war sie auf der Akademie? Sie war zwar in seinem Alter, aber sie hatte bereits einen Trupp befehligt, das hatte er ganz deutlich gesehen.

Dann merkte er auch ein System hinter den Aufrufen. Zuerst wurden die Schüler mit den höchsten Rängen ausgerufen. Er war ein „D“, dass bedeutete, dass er mit als letztes gewählt wurde. Neben sich schnappte er auch manche Sätze wie: „D ist halt die Ausschlussware.“, auf. Und dann bemerkte er, dass nicht ein einziger Schüler, der mit „F“ nominiert war, den Raum betreten hatte. Waren alle mit „F“ sofort verwiesen wurden? Plötzlich flüsterte ihm jemand in Ohr: „D“-Schüler erhalten normalerweise keine Mentoren, deswegen gibt es auch in dieser Schule so viele Zimmer, normalerweise lebt man mit seinem Mentor unter einem Dach, aber die Mentorlosen, werden hier untergebracht. Die „D“-Schüler die jetzt einen Mentor erhalten, sind entweder, besonders aufgefallen, sind persönlich bekannt, oder die Eltern sind „Wohltäter“ der Mentoren.“ Damian nickte, das ergab Sinn. Er hatte sich schon darüber gewundert, warum fast ausschließlich noble Kinder von „D“ bereits einen Mentor gefunden hatten. Damian flüsterte zu der Person zurück: „Warum erzählen Sie mir das?“ Dabei drehte sich Damian zu der Person um. Es war ein großer Mann, mit Brille und makellosen Gesicht. Er hatte einen hohen Mantel der mit seinem Kragen auch seine untere Gesichtshälfte bedeckte. Er fasst Damian freundlich an der Schulter: „Weil ich dich als meinen Schüler nehme.“ Damian schüttelte den Kopf. Leichtfertig antwortete er: „Tut mir leid, aber das wird nichts! Ich bezweifle das ich Sie Mentor nennen werde oder das Sie mir etwas beibringen könnten. Ich nehme keinen Mentor an, der schwächer ist als ich.“ Der letzte Satz hatte sich disharmonisch angehört. Und als Damian das belustigte leuchten in den Augen des Mannes sah, wusste er warum: der Mann hatte den selben Satz zur selben Zeit mitgesprochen. „Ich wusste, dass du das sagen würdest.“ antwortete der Mann schelmisch. „Ich finde die Antwort gut, ich bin auch inzwischen recht eingerostet, wollen wir einen kleinen schönen Übungskampf veranstalten? So nur unter uns?“ fragte er herausfordernd, „dann sehen wir ja wer stärker ist!“ redete er weiter. Diesmal hatte Damian den letzten Satz mitgesprochen. Der Mann lachte kurz. „Woher hast du gewusst das ich das sagen würde?“, fragte er dann. „Weil Sie leicht zu durchschauen sind“, antwortete Damian. Jetzt lachte der Mann lauter, und erklärte dann Damian auch warum: „Mal sehen ob du diesen Satz nicht noch bereust! Ich zeige dir den Weg zur Arena“. Nach einem kurzen kritischen Blick auf Damians Kleidung fügte er noch schnell hinzu: „Aber erst ziehst du dir deine Uniform an, so lass ich dich nicht in die Arena!“

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