Peter die Zicke

"Wenn du das möchtest..." - "Nach wie vor! Was mir da passiert ist, hatte mit dir nicht das Geringste zu tun, Ich war durch das Telefongespräch einfach in der Erinnerung an Gestern. So wie mich Niemeier abstößt, sosehr ziehst du mich an, Aber in dem Moment, realisierte ich nicht, dass DU es warst, der mir nahe kam! Peter, es ist mir erst klar geworden, als du gekränkt das Zimmer verlassen hast, aber was ich vorhin zu dir sagte, stimmt: Ich hab dich wirklich sehr lieb!" - "Ich weiß, Ricarda!" - "Wann hast du es gemerkt, dass ich mich verliebt hab? Ehrlich jetzt!" - "Das erste Mal geahnt hab ich was, als du auf dem Heimweg deine Hand in Meine gelegt hast. Aber dass es dich erwischt hat, wurde mir klar, als du mich fragtest, ob der kleine Benz meiner Frau gehört." - "Wieso? Das ist eine berechtigte Frage!" - "Der Ton und die Wortwahl! Du wusstest es selbst noch nicht, aber dein Tonfall klang voll nach Enttäuschung. Du sagtest: "Gehört der etwa deiner Frau?" Du hättest genauso gut fragen können: "Bist du etwa verheiratet?" du hast gelächelt, als ich verneinte. Du selbst hast das vermutlich gar nicht bemerkt, aber ich hab mir was dabei gedacht." - "Ich hab dich sehr sympathisch gefunden und war dir dankbar, dass du dich so um mich gekümmert hast und im Nachhinein betrachtet... Ja ich glaube, du hast recht. Aber gemerkt hab ich es erst heute morgen und richtig realisiert, erst als ich glaubte, deine Zuneigung verloren zu haben. Das war schlimm! Ich weiß, Peter, ich war es, die DIR weh getan hat, aber du kannst mir glauben, dass ich ebenso gelitten hab!" Peter dachte einen Moment lang, an das Gespräch Ricardas mit Erika. Ja, sie hatte wirklich gelitten aber sie brauchte nicht zu wissen, dass er gelauscht hatte. Schließlich hatte das dazu geführt, dass er ihr vergeben konnte... "Wie dem auch sei, Ricarda, deine Liebe fällt bei mir auf fruchtbaren Boden. Als du zu mir ins Auto einstiegst, war es noch Mitleid, als wir aus dem Bistro gingen, warst du mir schon ein Bisschen ans Herz gewachsen, aber als du mir beim Einsteigen ins Auto einen Kuss auf die Wange hauchtest, ausgerechnet du, die nicht einmal einsteigen wollte bei mir, da hab ich einen Platz für dich in meinem Herzen reserviert. Normalerweise sind so attraktive Frauen wie du voll eingebildet oder aber eher oberflächlich. Beides trifft auf dich nicht zu. Es ist nicht schwer, sich in dich zu verlieben, aber ich bin ein feinfühliger Mensch. Das heißt, ich bringe dir sicher viel Verständnis und Zärtlichkeit entgegen, aber ich bin auch verletzlich! Das ist der Nachteil bei Männern mit viel Gefühl, sie sind Zicken!" - "Aber genau das  Gefühlvolle, das liebe ich so an dir!" Sie küsste ihn noch einmal. "Und du bist keine Zicke! Ich wäre an deiner Stelle auch verletzt gewesen." Und wieder küsste sie ihn ganz sanft. Diese Frau konnte sehr zärtlich sein, wenn sie erst einmal Vertrauen gefasst  hatte. "Ich werde uns jetzt was Leckeres zubereiten, aber ich mag dich gar nicht loslassen, jetzt wo wir uns endlich wieder halten." - "Ricarda, das waren gerade mal 2 Stunden!" - "Es waren zwei Stunden zuviel, Peter..."                                        

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