Peter will heim!

Gernot traute seinen Augen nicht. Er wies den Lehrling an, Stillschweigen zu bewahren und sich von dem Wagen fern zu halten. "Toni, ich sage das nicht aus Spaß! Wage es nicht, deinen Kollegen das zu zeigen. Was hier vor sich geht, ist gefährlich!" Dann rief er Peter an. "Ich muss hier raus, verdammt!" - "Nein Peter du bleibst wo du bist! Ich sperr die Fläche um den Wagen herum ab und du kommst morgen sowieso raus. Dann kannst du kommen und dir das ansehen." - "Wenn er dich nicht samt deiner Werkstatt inzwischen gefressen hat!" Peter war wütend. Wenn er wenigstens hinfahren hätte können! Er war zur Untätigkeit verurteilt mit seinem Klumpfuß. Er musste wenigstens bis morgen warten, bis er seine Schiene angepasst bekam.

Ricarda hatte Leitner auch sofort erkannt und erzählte Rupert nun die Fakten, die ihm bisher noch nicht bekannt waren. Ratlosigkeit hatte nun jeden ereilt, der die Situation kannte. Ricarda wäre am Liebsten sofort wieder zu Peter gefahren, besann sich jedoch der Einkäufe. Sie bedankte sich bei Rupert, der ihr noch den Schilcher in die Hand drückte und machte sich auf den Heimweg, um Peter von dort ungestört anrufen zu können.

Gernot wäre am Liebsten unter den ML gekrochen, spürte aber, dass das wohl die gefährlichste Möglichkeit war, der Sache auf den Grund zu gehen. Peter hatte ihm gegenüber eine Hahnebücherne Theorie umrissen, die etwas mit dem Magnetfeld der Erde zu tun hätte. Demnach hätte die Batterie, nachdem sie duch das Loch im Kofferraum verschwunden war, im Boden unter dem Auto verschwinden müssen. Warum aber hier und nicht dort, wo alles seinen Ursprung hatte. Genau diese Frage hatte sich Peter auch schon gestellt. Welche Kraft, konnte die ihnen bisher bekannten Anomalien hervorrufen. Man war schon fast gewillt, an Außerirdische zu glauben oder an Menschen aus einer anderen Zeit... Wie kann man nur in eine solch ungewöhnliche Situation schlittern? Sowas konnte auch nur Peter passieren. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass er dabei seine Traumfrau gefunden hatte, er, der ewige Single-Mann, zu dem dem nie eine gepasst hatte, konnte man schon was in Kauf nehmen... oder? 

Ricarda war zu Hause angekommen und rief sofort ihren Liebling an! "Oh Peter, entschuldige, dass es so lange gedauert hat, ich war noch einkaufen und bei Rupert war ich auch noch!" Sie erzählte ihm von ihrem Einkauf und dass sie einfach seinen Wein nicht finden konnte, mit dem sie ihn morgen überraschen wollte und schließlich, dass Rupert sie zum Essen eingeladen und ihr eine Flasche für Peter mit gegeben hatte. Er freute sich über beides. Auf Rupert konnte er sich immer verlassen. Das war eine dieser Freundschaften, die nur der Tod beenden kann. Peter berichtete Ricarda, was mittlerweile passiert war. "Ich kann es kaum erwarten, nach Hause zu kommen. Ich möchte, dass du wieder bei mir liegst, wenn ich aufwache! Und außerdem möchte ich in die Werkstatt und rausfinden was da wirklich vor sich geht..."

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