Phoby Dick


Kathy wanderte über die Grasebenen von Rekischi. Der Wind spielte mit ihrem lilafarbigen Haar und dem grünen Gras was sie umgab. Die Sonne schien vom Himmel herab und nichts an diesem Tag in Felix Erinnerungen ließ erahnen, dass Melanies dunkle Herrschaft zum Greifen nah seien würde. Vor Monaten hatte die junge Hexe ihr Training begonnen. Gelernt welche verborgene Mächte in ihr schlummerten und wie sie diese nutzbar machen konnte.

Monate war das her und doch wieder nicht. Die Zeit in Rekischi lief anders, als in der Bäckerstraße 21B oder der realen Welt. Wie es wohl den anderen ging? Wie lange war sie wirklich aus der realen Welt entflohen?

Ihre Gedanken drifteten fern ab aus der Welt von Rekischi und brachten sie damit in lebensbedrohliche Gefahr. Plötzlich schoss ein lebendiges Flammenmeer in Richtung der Katzenhexe. Für Ausweichen war es jetzt zu spät.

 

"Megmarie wie lange dauert das denn noch?", grummelte Henri hinter den Reagenzgläsern stehend.

"Bleib ruhig Phoby Dick. Ich darf keine Fehler machen, sonst gefährden wie Babys leben."

"Das ist auch so schon gefährdet, solange sie da drin ist.", erinnerte Henri mit einem Fingerzeig auf Felix Stirn.

"Danke, dass du das noch mal feststellst.", seufzte Felix. Die Woche ohne seine Lieblingskatze wäre erträglicher gewesen, wenn er nicht alle Sekunde mit dem Schlimmsten rechnen musste. Wer hätte auch ahnen können, dass Melanie durch eine Reise in ein anderes Gehirn bekommen würde? Niemand. Niemand, dass hatte Stephen zu Kathy gesagt und zuvor zu Felix. Nur wiederwillig ließ sich Felix die Mitschuld an Kathys Dilemma nehmen. Doch sein Detektiv hatte wohl Recht.

"Hast du eigentlich ein bequemes Bett?", unterbrach Megmarie Felix Gedanken.

Irritiert schaute der flauschige sie an: "Ähm fast. Ich habe ein sehr bequemes Schlafsofa."

"Das ist gut.", äußerte Megmarie geheimnisvoll und schwenkte ein Reagenz um es dann in ein anderes zu kippen.

"Wieso fragst du mich sowas?

"Nun, wenn das hier fertig ist und es trinkst, wirst du in einen tiefen Schlaf fallen. Dein Geist wird dann in deinem Gehirn einen Körper bilden und dir so erlauben, dich dort zu bewegen, wie damals als dein Körper in Babys Gehirn gewandert ist."

"Aber als ich in Kathys Gehirn reiste ging doch mein Körper auch vollkommen in ihren Kopf?", fragte Felix begriffsstutzig.

"Ja, das war so. Wenn dein Körper aber diese Welt verlässt, indem er sich in dein eigenes Gehirn zurückzieht, würde das ein Paradoxon erzeugen, dass das Universum dazu bewegen würde nicht mehr zu existieren."

"Beruhigend zu wissen.", schluckte Henri unbehaglich.

"Deshalb braucht es nun mal so lange Phoby Dick.", erklärte Megmarie.

"Du weißt, dass du mich nicht so nennen sollst.", grummelte der Vampirgraf.

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