Der Wind, er pockt in meiner Wohnung,
meine Tochter verlangt lauthals 
die größtmöglichste Schonung.
Kann nicht aufräumen, ihr Bett auch nicht machen,
aber fernsehen, das kannse,
und ich schwanke zwischen weinen und lachen.
Nutze die Zeit und räum auf deinen Schrank,
so sag ich, doch sie nur:
Geht nicht, bin krank!
Dabei hattse kein Fieber und keine Beschwerden,
nur Ausschlag und Juckreiz,
es ist zum Wahnsinnigwerden.
Mit Tee und Croissants, da darf ich sie laben,
warum konntse die Pocken
nichts als Kind schon längst haben?
Aber nein doch, da hamse die ja alle,
sie schwimmt gegen den Strom
setzt Trends, und ich sitz in der Falle.
Ich wünschte, der Wind wehte durchs Haus
und trüge die blöden Pocken
durchs Fenster hinaus!

Comments

beta
Fairy Dust

Navigation

Languages

Social Media