Prolog

Prolog
Mürrisch auf sein Gipsbein starrend saß Andreas in seinem Zimmer. Warum musste sich ein Zehnjähriger den Fuß brechen, und den Sommer im Haus verbringen. Ohne den doofen Gips könnte er jetzt mit seinen Freunden am Badesee sein. Auch die vielen bunten Unterschriften auf dem weißen Gips konnten ihn nicht trösten. Er seufzte. Dieser Sommer war mit Sicherheit der ödeste seines Lebens. Noch nicht einmal das Wetter tat ihm den Gefallen und wollte zu seiner Stimmung passen. Die Sonne schien als hätte sie nichts Besseres zu tun, dabei hätte Regen viel besser gepasst.
„Hier Brüderchen, lesen bildet und hebt vielleicht deine Stimmung. Dein Gesichtsausdruck ist ja nicht mehr auszuhalten“, sagte seine große Schwester und lies mit einem, lauten Rums einen Karton Bücher auf den Tisch knallen. Aus seinen Gedanken aufgeschreckt zuckte Andreas zusammen. Seine große Schwester war unbemerkt ins Zimmer gekommen. Neugierig streckte Andreas die Hand aus und zog den Karton näher. Insgesamt fünfzehn Bücher befanden sich darin, die Cover waren orange mit einem blauen Streifen am oberen Rand, die Schrift sah aus wie mit einer Farbdose aufgesprüht. Er nahm das oberste Buch aus dem Karton.
„The Tribe. Schöne neue Welt“, las er. Klappte das Buch auf und begann zu lesen. Seine Schwester die noch am Tisch stand, hatte er schon vergessen.

„Was sind das nur für Bücher, die du ihm mitgebracht hast? Sobald man ihn sieht hat er eines dieser Bücher in der Hand“, schimpfte Andreas Mutter gutmütig am Telefon mit seiner Schwester. Froh das ihr jüngster endlich nicht mehr so mürrisch war.
„Ich wusste das sie ihm Gefallen!“ Lachte seine Schwester hell ins Telefon.

Comments

beta
Fairy Dust

Navigation

Languages

Social Media