Prolog, Geplauder, Steckbrief

Hallo und Herzlich Willkommen zu einer neuen Geschichte!

Tritt ein und mach' es dir bequem, das hier wird ein langes Kapitel.

 

Das Wesentliche zuerst: Diese Geschichte soll eine Mitmach-Geschichte mit der Thematik Apokalypse werden. Mitmachen bedeutet in diesem Fall nicht nur, dass du einen Charakter einsenden kannst, der sich dann durch den Weltuntergang schlägt, sondern ich will im Gegenteil den Lesern und Mitspielern die Möglichkeit geben, größeren Einfluss auf den Verlauf der Geschichte zu nehmen. Ihr könnt entscheiden, welchen Gefahren wir uns gemeinsam stellen wollen: Rast ein Meteor auf die Erde zu? Hat der Klimawandel einen überraschenden Sprung ins Extreme gemacht? Schwebt ein außerirdisches Flugobjekt über der Erde und droht, alles Leben zu vernichten oder ist ein neuer Virus entstanden, der Lebewesen in blutrünstige Zombies verwandelt und sich rasend schnell über den Planeten verteilt? Eure Stimmen entscheiden, welche und wie viele dieser Szenarien eintreffen – doch dazu später mehr. Natürlich könnt ihr auch Figuren einsenden, wobei ihr euch entscheiden könnt zwischen Haupt- und Nebencharakteren. Hauptcharaktere kommen in jedem Kapitel vor (oder in jedem zweiten, falls sich zu viele melden) und müssen nach jedem Kapitel eine Entscheidung treffen, die den Fortlauf der Geschichte bestimmt: Verhält sich euer Charakter mutig oder feige, verschont er andere Personen oder welchen Weg wählt er, um einer Gefahr zu entgehen? Diese Entscheidungen bestimmten darüber, wer lebt und wer stirbt – doch auch dazu später mehr.

Wer darf mitmachen?: Mitmachen darf im Grunde jeder, der Lust hat. Aber. Ihr müsst bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit die Geschichte auch funktioniert.

 


  1. Lange Texte lesen: Der Prolog ist bereits die erste Prüfung – hast du die Geduld, dich durch einen halben Roman meines Gelabers zu wühlen? Die Kapitel sollen lang werden, noch länger werden vermutlich meine Anmerkungen, Fragen und Auswahloptionen. Wer sich nicht die Mühe macht, dies auch zu lesen, kann in der unbarmherzigen Apokalypse leider nicht lange überleben – manche Lösungen und Hinweise werden nämlich im Fließtext versteckt sein, um dir bei späteren Entscheidungen zu helfen.
  2. Regelmäßige Rückmeldung: Wie bereits erwähnt, musst du am Ende jedes Kapitels eine Entscheidung für deinen Charakter treffen (Jedenfalls für jeden Hauptcharakter, wie das bei Nebenfiguren aussieht, habe ich noch nicht endgültig entschieden). Dabei setze ich dir eine Deadline, bis wann du dich zurückgemeldet haben musst, sonst werde ich die Entscheidung für dich treffen. In diesem Fall kannst du aber damit rechnen, dass ich eine Entscheidung fälle, die deinem Charakter Schaden zufügt (und die Geschichte damit für mich interessanter macht). Reagierst du zu lange in Folge nicht auf die Entscheidungen, wird dein Charakter sich unweigerlich in einen äußerst peinlichen Tod stürzen. Das soll dafür sorgen, dass keine „vergessenen“ Figuren, deren Autoren bereits das Interesse verloren haben, trotzdem mitgeschleift werden und damit den anderen Mitspielern im Weg sind.
  3. Alter und Reife: Du solltest mindestens 16 Jahre alt sein, um bei dieser Geschichte mitzumachen. Besser wäre sogar, wenn du über 18 Jahre alt bist (Ich werde jetzt trotzdem nicht anfangen, 'Sie' zu schreiben). Das hat zwei Gründe: Erstens möchte ich auch schwierigere Themen anschneiden, ohne mir Sorgen um das geistige Wohl jüngerer Leser machen zu müssen. Das beinhaltet zum Beispiel grafische Gewaltszenen. Sexszenen gibt es nur, wenn die Mitspieler explizit danach fragen, dafür können Themen wie Drogen, Missbrauch und ähnliches angeschnitten werden. Der zweite Grund ist jedoch einfach, dass ich erwachsene, vielschichtige Figuren haben möchte, keine Mary-Sues und keine Klischees in 2D. Ich bilde mir ein, dass ältere Autoren auch bessere Charaktere schreiben können. Allerdings werde ich mich nicht auf dein Profil schleichen und auch keinen Privatdetektiv anheuern, um dein Alter zu überprüfen. Wenn mich dein Charakter überzeugt, kann er mitmachen, für deine geistige Unversehrtheit bist du selbst verantwortlich.

 

Diese Regeln sollen dafür sorgen, dass alle bei diesem Projekt auf ihre Kosten kommen, in erster Linie die Mitspieler. Diese Geschichte ist ein Langzeitprojekt, bei dem du dich intensiv einbringen solltest, mit großen Uploadpausen, langen Kapiteln und einer intensiven Story, die dich an deine moralischen Grenzen bringen soll. Sei dir also im Klaren darüber, worauf du dich mit dieser Geschichte einlässt.

 

 

 

Noch da? Sehr schön! Dann kommt hier der

 

PROLOG: Der Geruch nach Regen

Ein Zittern liegt in der Luft, so gefährlich wie ein Blitz und so zart wie eine Melodie.

Ich hebe den Kopf. Ich kann es riechen.

Die Luft riecht nach Kupfer. Tief in meinen Ohren klingeln die Alarmglocken, wie ein Tinnitus, aber leiser, intuitiver.

Wie soll ich das erklären? Große Bewegungen erzeugen ein Echo. Es heißt, man kann noch heute den Urknall hören, wenn man ein wirklich gutes Hörgerät hat. Das hier ist so ähnlich, ein Geräusch, das man nur mit geschärften Sinnen und der größten Konzentration wahrnimmt. Ein öliger Schimmer in der Luft, der erste Rauch von einem Feuer, das bald zu einem Waldbrand anwächst.

Manche sind empfindlich genug, um den großen Umschwung zu fühlen, wenn auch die eigentlichen Ereignisse zu groß sind, als dass wir kleinen Ameisen im Kosmos sie sehen könnten.

Es ist nicht wie der Irrglaube, dass Schwalben einen Sturm vorausahnen, weil sie kurz vor einem Regenguss tiefer fliegen. Nein, die Schwalben folgen nur den Mücken. Man muss sich fragen, woher die Mücken es wissen. Spüren sie den Luftdruck, die Feuchtigkeit? Verstehen sie, was sie da fühlen?

Wie muss es sein, dieses Ereignis zum ersten Mal zu erleben? Du bist eine kleine Mücke und hast plötzlich den Drang, nah zur Erde zu fliegen. Einfach so. Ein Gefühl, ein Instinkt, dem du dich nicht widersetzt.

Und kurz darauf ist die Hölle los: Regentropfen, so groß wie du selbst, jeder ein Versprechen vom Tod. Vielleicht konntest du noch rechtzeitig Schutz finden. Aber du kannst dir nicht erklären, warum dieser Regen kam, warum du ihm entkommen konntest und andere nicht, warum er jetzt fiel, hier, und warum er überhaupt fiel.

Aber ich langweile dich sicherlich mit meinen Mücken und Regentropfen. Oder ich sollte dich besser langweilen, denn auch deine Alarmglocken sollten inzwischen schrillen. Ich sprach von einem Knistern in der Luft. Von einem Kupferduft in der Dämmerwelt zwischen Schlafen und Wissen.

Etwas kommt. Du spürt den Regen schon, kleine Mücke, aber du weißt nicht, woher er kommt, und wann und warum. Kannst du deine Instinkte noch hören? Was sagen sie dir? Können sie dich aus der Bahn des Regens retten?

Ich? Ich weiß die Antworten nicht. Ich kann dir nur Dinge sagen, die du nicht hören willst. Nein, es ist nicht nur ein Regen. Du bist ein Mensch, Regen kann dir nicht so leicht gefährlich werden. Es ist etwas schlimmeres, eine große Sache.

Ja … ja, 'Apokalypse' ist das richtige Wort. Das Ende der Welt. Das Ende von allem.

Wie soll ich denn wissen, ob man das überleben kann?

Ich sagte ja, dass du es vermutlich nicht hören willst. Es tut mir leid. Das Ende naht und wir können nichts dagegen tun.
Ruhig, kleine Mücke, ruhig. Ich weiß, du hast Angst. Ich fürchte mich auch. Das ist ein furchtbarer Sturm, der da kommt. Die Luft riecht nach Kupfer und eine Melodie zittert wie ein Blitz … das ist das Lied des Todes, weißt du? Es wird schon sehr bald überall erklingen.

 

 

 

Allgemeine Anmerkungen zur Organisation: Du dachtest doch hoffentlich nicht, nach dem Prolog wäre ich fertig mit dir. Hier kommen jetzt die wichtigsten Sachen zur Organisation dieser Geschichte, Steckbriefe und natürlich ein paar weitere Regeln, denn was wäre das Leben ohne tausend Regeln? Hier kommen also:

 

–   Eine kurze Exkursion über die zeitlichen Parameter dieser MMFF

–   Die Entscheidungen – allgemein

–   Entscheidungen, die du schon jetzt treffen kannst

–   Hauptcharakter oder Nebencharakter – Was wähle ich?

–   Regeln und Steckbrief für Hauptcharaktere

–   Regeln und Steckbrief für Nebencharaktere

 

 

 

»> Eine „kurze“ Exkursion über die zeitlichen Parameter dieser MMFF«<

 

Wann geht es los?

Da dieses Projekt sehr aufwendig wird, werde ich zunächst meine andere MMFF beenden. „Survival Evolved“ wird nach dem Upload dieses Kapitels noch 30 Wochen laufen. Diese Geschichte wird also im Februar 2019 starten.

Ja, das ist noch laaaange hin. Die Zwischenzeit werde ich jedoch rege nutzen: Es gilt, Interessierte zu sammeln und Steckbriefe einzusacken, aus diesen Steckbriefen geeignete Charaktere auszuwählen und mit dem Autoren der Figuren Rücksprache nehmen; sowie natürlich mit allen Mitspielern ein episches Weltuntergangsszenario zusammen zu basteln (Mehr dazu im Kapitel „Entscheidungen, die du schon jetzt treffen kannst“). Außerdem kann es sein, dass ich die Zeit zu intensiver Recherchearbeit nutzen muss (mehr dazu im Kapitel über Hauptcharaktere).

 

Bis wann müssen die Steckbriefe eingeschickt werden?

Ich sag jetzt mal, bis Ende diesen Jahres. Ich hätte gerne etwas Zeit für Nachfragen, Umplanungen und auch, um beispielsweise Verwandschaftsverhältnisse und andere Beziehungen zwischen verschiedenen Figuren auszuarbeiten. Wenn sich zwei Figuren sehr ähnlich sind, hätte ich gerne die Gelegenheit, die Autoren zu Änderungen anzuregen. Natürlich ist es besser, je früher wir mit der ganzen Arbeit anfangen. Ihr könnt also auch schon jetzt Steckbriefe einsenden, sogar unfertige Steckbriefe. Dann werden wir gemeinsam daran arbeiten, die Lücken mit der Zeit auszufüllen.

Nebenfiguren, die nur für ein oder zwei Auftritte gedacht sind, können sogar noch eingeschickt werden, wenn die Geschichte bereits angelaufen ist, da diese weniger Aufwand darstellen.

 

Wie oft gibt es denn Uploads von diesen mega-langen Kapiteln?

Logischerweise werden zwischen den einzelnen Kapiteln große Pausen liegen. Nach dem Upload werde ich zunächst auf deine Rückmeldung warten, dann in Ruhe mit der Planung des nächsten Kapitels beginnen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass ich bei dieser Geschichte nichts vorausplanen kann, da ich deine Entscheidung noch nicht kenne. Dann brauche ich natürlich auch noch Zeit, um das Kapitel zu schreiben, dann muss ich darauf warten, dass es auch jeder gelesen hat und die neue Rückmeldung einsacken.

Normalerweise schreibe ich Geschichten weit im Voraus vor, damit ich in regelmäßigen Abständen hochladen kann, doch das wird hier nicht funktionieren, also kann es zu großen, unregelmäßigen Abständen kommen. Das sollte euch aber auch genug Zeit verschaffen, um auch mit dem Lesen hinterher zu kommen.

 

 

 

»> Die Entscheidungen – allgemein«<

 

Wie läuft das denn nun eigentlich mit den Entscheidungen und der Deadline?

Das will ich im Moment noch nicht genau festlegen, da ich erst abwarten muss, wie sich das Ganze entwickelt. Wenn wir vom Idealfall ausgehen, habe ich etwa fünf Hauptcharaktere, die in jedem Kapitel einen oder zwei Auftritte haben. Jede dieser Personen wird eine Entscheidung zu fällen haben – zuerst noch vergleichsweise harmlose Entscheidungen, später werden diese immer schlimmer. Dies bedeutet, dass sich alle Mitspieler nach jedem Kapitel melden müssen, um mir ihre Entscheidungen mitzuteilen – dieses läuft ausschließlich per Mail, damit andere Spieler nicht wissen, was ihr wählt. Falls also zwei Hauptcharaktere in der Geschichte aufeinander treffen, kann es sein, dass euer Leben von den Entscheidungen eines Fremden abhängt. In diesem Fall muss ich euch bitten, dass ihr euch nicht untereinander absprecht. Du spielst „blind“, weißt also über die anderen Mitspieler nur das, was in den Kapitel geschrieben wurde.

Die Entscheidungen sollten bis zu einem gewissen Zeitpunkt getroffen worden sein, damit ich das nächste Kapitel planen kann und eventuell auch einigen Charakteren neue Entscheidungsmöglichkeiten stelle – falls beispielsweise die Handlung einer Person dafür sorgt, dass nun ein anderer Charakter eine neue Situation vorfindet, in der er neu entscheiden muss.

Unverbindlich würde ich als Deadline eine Woche ansetzen, beginnend ab dem Zeitpunkt, da das Kapitel oben ist. Diese Deadline kann jedoch auch noch länger werden, falls zu Viele zeitliche Probleme haben.

 

Und wenn ich die Deadline verpasse, ist mein Charakter tot?!

Nein, ganz so gemein bin ich nicht. Es kann ja immer mal was passieren: Dein Internet fällt für zwei Wochen aus oder du bist dann, wenn das Kapitel hochgeladen wird, gerade im Urlaub. Oder es ist Prüfungsphase und du hast dir selbst Internetverbot erteilt, um mehr zu lernen. Falls du absehen kannst, dass du für eine längere Zeit nicht auf der Platform sein wirst, kannst du mir vorab Bescheid sagen. Dann schreibe ich das Kapitel so um, dass dein Charakter keine Entscheidung treffen muss, oder – wenn das nicht geht – ich sage dir schon vorab, was geschehen wird und lasse dich die Entscheidung treffen.

Wenn du eine Deadline verpasst, ist das aber noch nicht das Ende. Das erste Verpassen wird noch freundlich übergangen. Ich treffe eine Entscheidung für deinen Charakter, die meiner Auffassung von deiner Figur entspricht und die Geschichte voranbringt. Entgegen meiner Aussage von weiter oben, die Faulenzer abschrecken sollte, werde ich niemanden direkt ins Verderben laufen lassen. Stattdessen gehe ich davon aus, dass du noch Interesse hast, aber keine Zeit oder kein Internet, weshalb es ungerecht wäre, dass du deine Figur sofort verlierst.

Schwieriger wird es, wenn du dich zum zweiten Mal nicht meldest. Hast du dich zwischendurch gemeldet, gehe ich erneut von Internetproblemen aus, ist es aber das zweite Schweigen in Folge und ohne Erklärung, wird dein Charakter zur Warnung verletzt oder in eine gefährliche Situation gebracht – was sich storytechnisch eben so anbietet. Wenn du dich daraufhin immer noch nicht zurückmeldest und ein weiteres Kapitel verpasst, lasse ich deinen Charakter sterben. Ich muss an diesem Punkt davon ausgehen, dass du das Interesse am Geschehen verloren hast. Indem ich diese überflüssigen Charaktere eliminiere, sorge ich dafür, dass ich mich mehr auf die Figuren der aktiven Teilnehmer konzentrieren kann.

 

Was sind das für Entscheidungen?

Wie ich bereits sagte, beginnen die Entscheidungen sehr harmlos. Bisher plane ich, die Geschichte in mehrere Phasen zu teilen. Phase 1: Normalität – Eine Art erweiterter Prolog, um die Charaktere in ihrem gewöhnlichen Umfeld kennenzulernen und die ebenfalls die Gestalt der Welt zu etablieren, in der sie sich befinden. Phase 2: Hiobsbotschaft – Die Apokalypse beginnt noch nicht, aber die Welt der Charaktere wird trotzdem zerrissen. Diese Phase entspräche beispielsweise dem Film „Deep Impact“ – ein großer Meteorit wird entdeckt, der auf die Erde zurast und alles Leben vernichten könnte. Wie reagieren die Figuren auf diese Bedrohung? Phase 3: Katastrophe – Die Apokalypse beginnt und dein Charakter muss den Gefahren entkommen, lebensbedrohliche Situationen meistern und um sein Leben fürchten. Phase 4: Trümmer – Wenn du überlebt hast, so befindest du dich nun in der Post-Apokalypse. Womöglich ist die Welt von Zombies oder hungrigen Tieren bevölkert, das Ökosystem zerstört oder die Menschheit befindet sich auf einem Raumschiff im unbekannten All. So oder so ist die direkte Gefahr vorbei und neue Normalität formt sich. Doch was für eine Gesellschaft erhebt sich aus den Trümmern? Phase 5: Hoffnung – Der Wiederaufbau des Zerstörten findet statt, und du kannst die Welt formen, wie sie in Zukunft sein soll.

Wie lange die Phasen andauern und ob überhaupt alle Phasen vorkommen, entscheidet sich während des Verlaufs der Geschichte. Bis jetzt ist noch nichts in Stein geschrieben, abgesehen davon, dass es sich um eine Apokalypse handeln wird. Jeder deiner Entscheidungen wird jedoch Einfluss haben, auf deinen Charakter und auch den Fortlauf der Geschichte. Dabei möchte ich jedoch nicht am Ende eines Kapitels drei Möglichkeiten aufführen, zwischen denen du wählen sollst. Im Gegenzug sollst du deine Entscheidung völlig frei treffen, danach, was dir in den Sinn kommt und was du während des Kapitels erfahren hast. Hallo, ich bin's, ein geheimes Puzzlestück! Ich verstecke mich in diesem Absatz, damit nur aufmerksame Leser mich finden. Du musst folgende kleine Aufgabe bewältigen, um beim Autoren einen Pluspunkt zu kassieren: Marvin sucht noch nach einer Persönlichkeit für den namenlosen Sprecher im Prolog, zur Zeit liebevoll Puzzlepersona genannt. Entscheide mit, wer oder was das geheimnisvolle Ich ist. Wenn du deinen Steckbrief einschickt, füge einen Absatz namens Puzzlepersona ein, in dem du etwas schreibst, was für dich zum Prologsprecher gehört. Das kann ein Name sein, eine Charaktereigenschaft, etwas über das Aussehen oder die Vorlieben, das Geschlecht, ein Detail zur Kleidung oder was auch immer dir einfällt. Geheimes Puzzlestück Ende. Wenn dich jemand mit einer Waffe bedroht, kannst du entscheiden, um dein Leben zu betteln, zu verhandeln, zu drohen oder einen Bananentanz aufzuführen. Gleichzeitig entscheidet die Person hinter der Waffe, ob sie dich auf jeden Fall erschießen, lieber verschonen oder ausrauben möchte. Die Auswahlmöglichkeiten, die ich stellen würde, könnten beiden Personen vielleicht verraten, dass es sich bei der Waffe nicht um eine geladene Pistole handelt – doch diesen Tipp werde ich euch nicht geben. Nur ein aufmerksamer Leser bemerkt vielleicht, dass die Waffe womöglich ungefährlich ist.

Kurzum: Die Entscheidungen müsst ihr selbst ohne jede Hilfestellung fällen. Sucht nach Auswegen, die vielleicht nicht offensichtlich sind, so wird diese Geschichte abwechslungsreich und voller Überraschungen!

 

 

 

»> Entscheidungen, die du schon jetzt treffen kannst«<

 

Worum geht es denn jetzt in der Geschichte?

Es geht um das Ende der Welt. Das ist alles, was ich jetzt sagen kann.

Den Rest müssen wir alle gemeinsam entscheiden. Das sind Entscheidungen über die Art der Katastrophe, mit der wir uns auseinander setzen müssen, aber auch Entscheidungen darüber, wie unsere Welt denn nun aussieht und generell, was für eine Geschichte wir hier schreiben. Ich habe beschlossen, dieses Format von MMFF's „Let's Write“ zu nennen, da die Mitspieler hier auf alles mögliche Einfluss nehmen können.

 

Okay, also … Katastrophen.

Genau, Katastrophen. Wie geht die Welt unter: Mit einem lauten Knall? In Feuer und Flammen? Oder mit einem leisen Seufzen, wie eine verlöschende Kerze?

Ich würde gerne eure Vorstellungen hören, was die Szenarien angeht. Wie schon weiter oben erwähnt, ist im Grunde alles möglich: Naturkatastrophen, also eine Apokalypse, die von der Erde selbst ausgeht: Feuerstürme, Flutwellen, extreme Hitze, Überschwemmungen, das Bienensterben. Genauso gut könnte es aber auch eine Gefahr von Außen geben: Einen Kometen wie den, der die Dinosaurier auslöschte, eine Kollision mit einem größeren Planeten wie in „Melancholia“ oder eine Invasion von Aliens. Oder wir nehmen eine klassische Zombie-Apokalypse: Die Tollwut bricht aus, und sie ist tödlicher als je zuvor. Oder eine Gruppe wahnsinniger Wissenschaftler hat die Schnauze voll von der Menschheit und erschafft einen Supervirus mit dem Codenamen „Harmlos“. (Bitte lasst euch von meinem Tonfall nicht täuschen, die Geschichte soll trotz allem ernst bleiben.)

Hier hören die Möglichkeiten aber noch nicht auf, denn ihr müsst euch nicht einmal für eine von den Möglichkeiten entscheiden – was wohl sowieso schwierig wird. Warum nicht ein Zombievirus, der von Aliens gemacht wurde? Oder Naturkatastrophen, die vom Nahen eines großen Himmelskörpers auf Kollisionskurs künden? Es besteht kein Problem darin, diese Szenarien – und auch andere Ideen, die du vielleicht hast – zu einem großen Apokalypse-Cocktail zu verarbeiten. Schreib mir dazu, welche(s) Szenario/en du gerne sehen würdest. Schreib mir Ideen dazu, wie verschiedene Katastrophen untereinander verknüpft werden können und auch, ob du bestimmte Dinge wie beispielsweise Aliens lieber nicht haben würdest. Ich werde die Stimmen auswerten und euch möglichst bald eine Übersicht über unsere persönliche Apokalypse zukommen lassen.

 

Das war ja 'ne Menge. Aber es gab noch mehr, oder?

Genau, und zwar hast du auch Einfluss darauf, wie die Welt aussieht, die untergeht. Handelt es sich um unsere normale Realität? Oder vielleicht um eine zukünftige Variante unserer Erde, gehen wir also über ins Sci-Fi-Genre? Oder laufen wir in die andere Richtung und schicken eine Apokalypse ins Jahr 1804? Oder gleich in die Steinzeit? Warum versuchen wir es eigentlich nicht mit einer Apokalypse in einem Fantasy-Land? Und überhaupt – existieren Außerirdische, oder sind sie reine Fiktion? Wie sieht es mit Zombies aus? Müssen sie medizinisch erklärbar sein oder können wir unserer Fantasie freien Lauf lassen? Wie sieht es mit den Menschen selbst aus – haben sie besondere Technik oder sind sie vielleicht besonders brutal und grausam in unserer Version der Welt? Sind sie ignorant und haben ihren Planeten an den Rand des Zusammenbruchs getrieben, oder versuchen sie im Gegenteil alles, um die Erde zu schützen? Gibt es nur Menschen in dieser Welt – oder vielleicht auch Götter, Teufel, Weltenschlangen, Engel … ? Hat ein Gebet in dieser Welt eine Wirkung oder sind es nur Worte, die dem Betenden Trost schenken, ohne etwas zu verändern?

Die Entscheidung auf all diese Fragen kann auch noch großen Einfluss auf eure Steckbriefe nehmen, da sich eure Charaktere in diese neue Welt einfügen müssen. Darum würde ich euch empfehlen, mit dem Schreiben der Steckbriefe noch zu warten, bis diese Sachen alle geklärt sind, oder aber Raum für größere Änderungen zu lassen.

 

Jetzt sind wir aber fertig, oder?

Nein. Jetzt kommt das Wichtigste: Wie soll die Geschichte selbst sein?

Wünscht du dir ein hoffnungsvolles Ende oder eine tragische Niederlage für die gesamte Menschheit? Ist die Apokalypse ein göttliches Urteil über unsere Schwächen oder ein rein wissenschaftlich erklärbares Unglück, das keinen Unterschied zwischen seinen Opfern macht? Unsere Geschichte kann philosophisch werden, mit Fragen darüber, wofür wir kämpfen oder was einen Menschen ausmacht. Oder es ist eine Geschichte über normale Personen, die irgendwie überleben müssen in einer Welt, die mit einem Mal lebensfeindlich geworden ist. Wir können uns Inspirationen aus verschiedenen Religionen und Kulturen holen, und unserer Apokalypse damit einen Anstrich von Ragnarök oder dem Jüngsten Gericht geben – mit einzelnen Stufen oder Wellen, die abgearbeitet werden. Zum Beispiel könnte die Apokalypse nach den sieben Todsünden vorgehen, ein Zombievirus befällt beispielsweise nur Menschen, die der Völlerei frönen. Oder wir machen eine „normale“ Apokalypse daraus, in der es keinen göttlichen Plan, keine höhere Ordnung und auch kein lenkendes Schicksal gibt. In der alle Menschen vor dem Ende gleich sind.

Im Grunde geht es hier um die Botschaft der Geschichte. Gibt es vielleicht einen bestimmten Satz, ein Zitat oder eine Liedzeile, die deine Idee von dieser Geschichte zusammenfassen kann? Geht es in diesem Buch um Menschlichkeit oder um das Überleben des Stärkeren? Und was sagt unsere Geschichte aus: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ oder „Liebe überwindet alle Schwierigkeiten“? Und schließlich: Ist die Apokalypse das Ende allen Lebens oder geht es danach noch weiter, mit einem Wiederaufbau oder einer gefährlichen Post-Apokalypse?

 

Und wenn mir nicht gefällt, was alle wollen?

Natürlich kann man es nicht jedem Recht machen. Je mehr Mitspieler sich finden, desto mehr widersprüchliche Wünsche wird es geben. Hier gilt nun das Gesetz des Schnelleren: Wer sich zuerst meldet, hat die größte Chance, dass sein Vorschlag übernommen wird. Außerdem werde ich die Ergebnisse dieser Umfrage hier veröffentlichen. Wenn sich zum Beispiel abzeichnet, dass viele eine Sci-Fi-Geschichte wollen, werde ich festlegen, dass diese Geschichte im Science-Fiction-Bereich sein wird. Mitspieler, denen das überhaupt nicht zusagt, können daraufhin von der Teilnahme zurücktreten.

Allein nach der Masse zu gehen, ist allerdings schwierig, weshalb es auch die Option gibt, dass die Hauptcharaktere die Geschichte unterschiedlich wahrnehmen. Zum Beispiel: Dein Charakter könnte felsenfest davon überzeugt sein, dass die Zombies bald kommen, während alle anderen Mitspieler entschieden haben, dass es keine Zombies gibt. Deine Figur wird sich trotzdem für die Zombieapokalypse eindecken und könnte beispielsweise auf eine Gruppe ausgehungerter Menschen treffen, die sie mit Zombies verwechselt. So kann die Apokalypse, abhängig davon, wo die einzelnen Charaktere leben und was sie glauben, für jeden ein bisschen anders aussehen.

Und zu guter Letzt: Die Entscheidungen über die Art der Geschichte, ihre Aussage und mögliche Bedeutung, sind vielleicht am vielfältigsten. Deswegen kann es sein, dass ich diese Entscheidungen nur für euren Charakter gültig mache. Wenn du eine hoffnungsvolle Geschichte willst, so wird der einzelne Handlungsstrang deiner Figur hoffnungsvoll. Aber gleichzeitig kann es einen anderen Charakter geben, dessen Geschichte zynisch und düster ist. Ein Charakter, der sehr (aber-)gläubisch ist, sieht vielleicht in jeder Katastrophe ein Zeichen, während ein anderer nur darauf bedacht ist, zu überleben, ohne sich zu große Gedanken zu machen. Um es kurz zu machen: Du kannst dich in vielen Dingen völlig unabhängig von allen anderen Autoren entscheiden. Wenn du dir etwas Außergewöhnliches wünscht, das allen anderen Angaben widerspricht, kann ich oft noch ein paar Tricks anwenden, um die Geschichte noch hinzubiegen. Alles andere, wofür sich bereits entschieden wurde, wirst du im nächsten Kapitel lesen können, um dich zu entscheiden, ob die Geschichte trotzdem noch etwas für dich ist.

 

 

 

»> Hauptcharakter oder Nebencharakter – Was wähle ich?«<

 

Wie viele freie Plätze gibt es?

Hier kommt mal eine gute Nachricht: Es wird so viele Plätze geben, wie Autoren mitmachen wollen! Ideal wäre eine Besetzung von drei bis sieben Hauptcharakteren und beliebig vielen Nebencharakteren. Mit weniger als drei Hauptcharakteren wird die Geschichte sehr übersichtlich, mehr als sieben Charaktere machen sie vielleicht unübersichtlich, doch theoretisch sind keine Grenzen nach oben gesetzt. Im Zweifelsfall schreibt mich einfach an und fragt nach, ob ich noch einen Charakter unterbringen könnte.

 

Und wie viel Zeit habe ich nochmal?

Steckbriefe für Hauptcharaktere solltest du bis zum Ende des Jahres eingeschickt haben, Nebencharaktere kannst du im Grunde jederzeit einsenden, auch wenn die Geschichte schon läuft.

 

Schön, wo ist jetzt der Unterschied?

Zuerst einmal liegt der Unterschied zwischen einem Haupt- und einem Nebencharakter in dem Arbeitsaufwand, den du betreiben möchtest.

Hauptcharaktere haben einen längeren, komplizierteren Steckbrief mit vielen Details. Du erschaffst nicht nur eine Person, sondern gleich auch ihr normales Umfeld und gibst mir außerdem Richtlinien darüber, wie sich die Person entwickeln soll. Außerdem kannst du Einfluss darauf nehmen, ob deine Figur überlebt oder nicht, ein glückliches oder ein trauriges Ende bekommt. Bitte beachte, dass solche Punkte auch von den Entscheidungen anderer Figuren, deinem eigenen Geschick und allgemeinen Entscheidungen zur Geschichte abhängen. Wenn entschieden wurde, dass die Apokalypse alles Leben auslöscht, wird es für deinen Charakter kein friedliches Leben auf einer sicheren, einsamen Insel geben.

Außerdem musst du als Autor eines Hauptcharakters in jedem Kapitel eine Entscheidung treffen. Du musst dich also über einen langen Zeitraum hinweg regelmäßig melden und intensiv mit dieser Geschichte beschäftigen – das Kapitel lesen, die Entscheidungen anderer Mitspieler einschätzen, deine eigene Entscheidung fällen und meine Nachfragen beantworten. Als Autor eines Hauptcharakters solltest du für mich erreichbar sein und auch in einem Jahr noch mitlesen.

Ein Nebencharakter ist jemand, der nur unter Umständen einen Absatz aus seiner Sicht bekommt. Ansonsten wird diese Person „von außen“ betrachtet. Nebencharaktere sind weniger komplex als Hauptcharaktere. Sie sollten die Geschichte durch kleine Schicksale beleben und deshalb eine Geschichte haben, die sich schnell erzählen lässt. Eine Frau, die sich rechtzeitig im Keller eingeschlossen hat und nun versteht, dass sie nie wieder etwas anderes als Marmelade aus ihrem großen Vorrat essen wird. Personen, die in einer tödlichen Falle gefangen sind. Oder Personen, die vor den Augen der Hauptcharaktere sterben und deinem Charakter damit eine Gefahr aufzeigen, der er sonst erlegen wäre.

Nebencharaktere können aber auch „Support“ sein: Waffenhändler, Familienmitglieder, Ärzte, Zufallsbekanntschaften … Personen, die den Hauptcharakteren helfen oder ein Hindernis darstellen. Personen, auf die verschiedene Charaktere treffen können. Helfer, Hilfsbedürftige, Gegner, was immer euch einfällt.

 

Wie viele Steckbriefe darf ich ausfüllen?

Für dem Moment gilt: Nur ein Hauptcharakter pro Mitspieler. Nebencharaktere darfst du so viele erstellen, wie du möchtest. Falls es allerdings zu viele ähnliche Nebencharaktere gibt, werde ich einige verwerfen müssen.

Je nachdem, wie das Interesse aussieht, kann es sein, dass ich mehr Hauptcharaktere pro Spieler erlaube. Falls du aber eine Idee für einen zweiten Hauptcharakter hast, kannst du mich auch um Erlaubnis fragen. Ich nehme einen zweiten Charakter an, wenn er eine gute Ergänzung zu deinem bisherigen Charakter darstellt (als Freundin, Erzfeind oder was auch immer) oder ein überzeugender Charakter ist, den es in dieser Form noch nicht in der Geschichte gibt. Dieser Zweitcharaker lebt allerdings gefährlich. Er wird strenger bewertet als dein Erstcharakter und muss unter Umständen wieder verworfen werden, wenn ein anderer Autor später einen ähnlichen Charakter als Erstling erschafft.

 

Gibt es Regeln für die Charaktere?

In der Tat, gut, dass du fragst!

Du kennst die Leier vielleicht schon von anderen MMFF: Ich möchte keine Mary-Sues oder Gary-Stues. Allerdings gehe ich noch ein Stückchen weiter.

Ich möchte ausgefallene Charaktere, Personen mit Ecken und Kanten und Probleme. Psychische Krankheiten, Behinderungen, Suchtprobleme – eure Charaktere dürfen kaputt sein, aber bitte realistisch kaputt. Soll heißen: Ein Mensch mit Depressionen kann trotzdem gute Witze erzählen. Gebt euren Charakteren große Macken, aber lasst nicht zu, dass sie allein aus Macken bestehen. Probiert euch aus – ihr müsst den Quatsch ja nicht schreiben. Ich möchte Charaktere, wie ich sie noch nie gelesen habe. Keine jungen, unschuldigen Aschenputtel, die brav die Hausarbeit machen und keine coolen Krieger, die alles niederschlagen können. Gebt mir ein Aschenputtel mit Tourette. Und einen Krieger mit Ängsten, aber nicht mit den „üblichen“ Ängsten, vor weißen Mäusen oder vor dem Verlust der Familie … wie wäre es stattdessen mit einer ausgewachsenen Xenophobie – der Angst vor Fremden?

Wie schon gesagt, tobt euch aus. Findet einen Mittelweg zwischen Genie und Wahnsinn. Scheut euch nicht vor schwierigen Themen aller Art. Was jedoch ganz nett wäre, wäre eine Recherchehilfe für mich.

Wenn ihr beispielsweise einen Charakter schreiben wollt, der Trans ist, könntet ihr mir ein paar Foren verlinken, in denen sich solche Leute austauschen, oder Seiten, die sich mit dem Problem beschäftigen. Auch ein Link zu einem Computerspiel oder einem Comic über das Thema wird genommen. Da ich mit den meisten Themen wohl keine persönliche Erfahrung haben werde, können wir so immer noch dafür sorgen, dass diese richtig dargestellt werden. Die Links sollten öffentlich und kostenlos sein, also für jeden Vollhonk wie mich zugänglich, und im besten Fall nicht in reinem Beamtendeutsch. Ich möchte ungerne wissenschaftliche Dissertationen wälzen, um eine Geschichte über den Weltuntergang zu schreiben. Und auch ihr müsst nichts dergleichen tun, denn wie gesagt, ein Comic täte es auch.

Außerdem ist diese Recherchehilfe natürlich keine Pflicht. Wenn ihr eine gute Seite über das Thema kennen solltet, dann schickt mir den Link, aber ihr müsst euch nicht selbst auf die Suche begeben, falls ihr genauso wenig Ahnung habt wie ich.

Du solltest dich allerdings zu mindestens ein wenig mit der Thematik auskennen, wenn du einen Charakter dazu erstellst, um eine realistische Figur erstellen zu können. Keine Regel von mir, sondern ein allgemeiner Schreibtipp.

 

 

 

»> Regeln und Steckbrief für Hauptcharaktere «<

 

Noch mehr Regeln?!

Wie gesagt, was wäre das Leben ohne Regeln!

Diesmal sind es allerdings mehr Richtlinien. Der folgende Steckbrief enthält eine Menge Punkte, die du ausfüllen musst. Einige dieser Punkte sind experimentell, andere kann man nicht mit jedem Charakter ausfüllen. (Nur als Beispiel: Wenn du einen Hund erstellen willst, was auch im Bereich des Möglichen läge, bräuchtest du natürlich nichts zum Beruf auszufüllen.)

Ich habe einfach mal darauf verzichtet, zwischen Pflichtfeldern und Wahlfeldern zu unterscheiden. Du kannst also alles ausfüllen, wozu dir was einfällt, und den Rest leer lassen. Eventuell schreibe ich dich dann noch einmal an und verlange mehr Informationen.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass du einfach nur eine Idee an mich schickst, beispielsweise „Krieger mit Xenophobie“, wenn du noch keine detaillierteren Ideen hast. Oder wenn du unsicher bist, ob nicht schon ein ähnlicher Charakter existiert. Ich bin immer bereit, dir mit Tipps oder Auskünften zu helfen!

Und schließlich: Fülle den Steckbrief möglichst ausführlich aus. Dabei ist es mir egal, ob du Stichworte oder Fließtext wählst und ob du Links einfügst, um beispielsweise das Aussehen besser zu erklären. Wenn etwas unklar ist, werde ich dich entweder im Vorfeld oder während der Geschichte danach fragen.

 

Wird mein Charakter denn auch genommen?

Ich sollte das vielleicht nicht verraten, aber ich bin schlecht darin, eingesendete Steckbriefe abzulehnen. Wenn dein Charakter beispielsweise zu „flach“ erscheint, um einen Hauptcharakter zu stellen, werde ich dich also vermutlich einfach um mehr Details und Macken bitten. Wenn es bereits einen ähnlichen Charakter gibt, werde ich dir das sagen und dir ebenfalls erklären, was du tun müsstest, um deine Figur von der anderen abzugrenzen. Wenn dein Charakter zu „schwach“ ist, um sich als Hauptcharakter zu halten, kann er immer noch zu einem Nebencharakter werden.

Die Chancen dafür, dass dein Charakter genommen wird, sind also entsprechend hoch, solange ich merke, dass du dir Mühe gegeben hast. Wenn du einen liebevoll gestalteten Steckbrief einsendest, werde ich auch einen Platz für den Charakter finden. Der ausschlaggebende Punkt ist hier, dass der Steckbrief sorgfältig, logisch und ausführlich ausgefüllt wurde, der Charakter interessant und realistisch ist. All das sollte kein Problem sein, wenn du dir ein wenig Mühe gibst.

 

Endlich! Der Steckbrief:

Darauf haben wir alle gewartet! :D

Bitte achte auf vernünftige Rechtschreibung und lösche die Anmerkungen in den Klammern.

 

Name: (Vor-, Nach-, Spitz-, Zu- und/oder Beinamen)

Autor: (sprich, dein Nutzername)

Wer bin ich?: (Der Charakter deines Charakters. Hier bitte nur das „Innenleben“: Ängste, Vorlieben, etc.)

Was bin ich?: (Das Aussehen deines Charakters. Augen- und Haarfarbe, aber auch Alter, Körperbau, Narben, Kleidungsstil und weiteres.)

Wo komme ich her?: (Wie lebt dein Charakter vor der Apokalypse. Wer sind seine Freunde, seine Familie, und wie steht er/sie zu ihnen? Ist er reich oder arm? Gebildet?)

Was hat mich geprägt?: (Einschneidende Ereignisse im Leben deines Charakters oder angeborene Eigenschaften, die sein Leben schwieriger oder leichter gemacht haben.)

Was will ich?: (Träume deines Charakters. Pläne, die sich durch die Apokalypse zerschmettern.)

Woran glaube ich?: (Ist dein Charakter religiös oder ein Atheist? Ist er optimistisch oder pessimistisch? Gibt es bestimmte Überzeugungen, die wichtig für ihn oder sie sind?)

Was kann ich?: (Fähigkeiten, die dein Charakter erlernte oder die ihm angeboren sind. Das können Kraft oder Mut sein, aber auch Intelligenz oder ein Hang dazu, häufig zu weinen. Erwähne auch Sachen, die als „normal“ angesehen werden, dein Charakter aber vielleicht nicht kann, falls er beispielsweise nicht lesen kann.)

Was ist mir wichtig?: (Worauf achtet dein Charakter bei anderen Menschen? Was ist ihm an sich selbst wichtig oder verhasst? Gibt es bestimmte Tugenden oder Sprichworte, die ihm besonders am Herzen liegen?)

Wie trete ich auf?: (Wie stellt sich dein Charakter anderen gegenüber dar, und wie wirkt er vielleicht auf sie? Ist er vielleicht manipulativ oder ungeschickt im Umgang mit Menschen?)

Wie stark bin ich?: (Kann dein Charakter kämpfen? Was wäre seine Waffe? In welchen Situationen würde er weiterkämpfen und wann würde er aufgeben? Wie weit würde er gehen, um sich, oder andere zu beschützen? Wie viel Druck kann dein Charakter ertragen, ehe er zusammenbricht?)

Wofür würde ich sterben?: (Diese Frage bezieht sich nicht auf den Lauf der Geschichte, sondern sollte allein für den Charakter sprechen: Wen oder was würde er mit seinem Leben beschützen?)

 

Wo startet [Name deines Charakters]?: (Hast du eine Idee für die erste Szene mit deinem Charakter? Ist dein Charakter gerade in einer besonderen Lebenslage – neuer Job, plötzliche Kündigung, schwanger, was auch immer?)

Wohin wird [N. d. C.] gehen?: (Was stellst du dir für die Zukunft deines Charakters vor? Welche Entwicklung soll er/sie durchlaufen?)

Was wird [N. d. C.] erleben?: (Die große Liebe? Ein unabsichtlicher Mord? Was für Ereignisse stellst du dir für deinen Charakter vor? Hier können auch Sachen hin, die dein Charakter während der Apokalypse erlernen soll, Ideen über einen möglichen Tod deines Charakters usw.)

 

Sonstiges: (Was habe ich vergessen? Was willst du unbedingt noch erwähnen? Oder hattest du vielleicht irgendwo in diesem Steckbrief Schwierigkeiten oder keine Ideen mehr? Auch die kannst du hier aufführen.)

 

Kurzzusammenfassung

Name: (Charakter); (Autoren-Nickname)

Charakter in (möglichst) einem Satz: (Die wichtigsten Punkte über deinen Charakter)

Aussehen: (Haarfarbe und Frisur); (Augenfarbe); (Haut und Körperbau, Größe in Metern)

Geburtstag: (TT.MM.JJJJ)

Umfeld: (Familie, Freunde, Haustiere, ehemalige Klassenlehrer: Name der Person – Beziehung (also: „Schwester“, „Mutter“, etc.); dann die nächste Person)

Inventar: (Kleidung, die der Charakter „gerade“ trägt, Gegenstände, die er (immer?) bei sich hat)

 

Playlist

Ein Lied für deinen Charakter: (Gibt es ein Lied oder mehrere Lieder, die gut zu deinem Charakter passen?)

Wir alle sind aus Sternenstaub: (Was wäre dein Charakter, wenn er/sie ein Tier wäre? Welche Farbe passt zu deinem Charakter? Gibt es vielleicht einen versteckten Sinn hinter deinem Charakter, basiert er auf einer Todsünde oder hattest du eine ähnliche Inspiration?)

Dein Apokalypsen-Soundtrack: (Welches Lied würdest du am liebsten hören, wenn die Apokalypse beginnt? Welches Lied zu diesem Thema findest du am schönsten?)

Genre-Fragen: (Gibt es einen Musikstil, der zu deinem Charakter passt? Begründungen und Erklärungen sind in diesem Abschnitt erlaubt. :D )

 

Platz für Links

(Links zum Aussehen oder ähnlich kannst du weiter oben in den Steckbrief einfügen oder hier sammeln. Ebenfalls können hier Recherchehilfen, Links zu Liedern oder ähnliches hin.)

 

 

 

»> Regeln und Steckbrief für Nebencharaktere «<

 

Was gibt’s denn, was ich noch nicht weiß?

Tatsächlich nicht mehr so viel. Viele „Regeln“ für Nebencharaktere habe ich bereits oben aufgeführt. Nebencharaktere sind eine offenere Rubrik als Hauptcharaktere, deswegen gibt es auch keinen richtigen Steckbrief. Ein Nebencharakter sollte nicht so komplex sein wie ein Hauptcharakter. Ich will die Geschichte aus den Perspektiven der Hauptcharaktere schreiben, weswegen das Innenleben von Nebencharakteren nicht im Detail dargestellt werden kann. Ein Nebencharakter kann ein namenloser Fremder sein, den einer der Hauptcharaktere nur kurz sieht, ein wiederkehrender Gegner oder Helfer oder aber ein Freund/Familienmitglied von einem der Hauptcharaktere – beispielsweise eine kleine Schwester, die gerettet werden muss oder ein Kumpel, der vor den Augen des Hauptcharakters immer rücksichtsloser und „böser“ wird. Aber ein Nebencharakter kann auch einfach jemand sein, der nicht auf die Hauptcharaktere trifft und für den es einen kleinen Absatz aus seiner Sicht gibt – dann geht es einfach nur um ein Einzelschicksal während der Apokalypse, vielleicht jemand, der weniger Glück hatte als die Hauptcharaktere oder einen Ort erreichte, den diese nicht erreichen konnten. Du kannst selbst bestimmen, wie oft dein Nebencharakter auftauchen soll und wie er zur Handlung beiträgt. Wenn du dazu keine festen Vorstellungen hast, kannst du immer ein Feld mit „keine Ahnung“ ausfüllen.

Bitte beachte, dass Nebencharaktere keine besonders komplexen Handlungsstränge haben sollten, damit sie nicht den Fokus von den Hauptcharakteren ablenken.

 

Der zweite Steckbrief:

 

Name: (der Figur)

Autor: (dein Nutzername)

Auftritte I: (Wie oft soll dein Charakter in der Geschichte erscheinen? Bitte nur Zahlen, Verweise auf begleitende Hauptcharaktere oder „keine Ahnung“. Details bitte weiter unten!)

Funktion: (zum Beispiel: Waffenhändler, Arzt/Heiler, Red Hering, moralische Unterstützung, ...)

Aussehen:

Charakter und Herkunft:

Auftritte II: (Hierhin gehören: Ideen über Erscheinen, Auftreten und Wirken des Charakters. Hinweise darauf, wen der Charakter eventuell begleitet und wie lange (wichtig für Familienmitglieder von Hauptpersonen). Im Falle von „Schicksalsfiguren“ mit nur einem Auftritt eine Beschreibung des Auftritts.)

Besondere Hinweise: (Hat die Figur eine seltsame Redeweise? Ein verrücktes Accessoire? Kann sie den Hauptcharakteren einen besonderen Gegenstand geben, wenn diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen?)

 

 

 

Puuuuuh! Das waren die unzähligen Regeln und Hinweise zu dieser Geschichte. Wenn du bis hierhin durchgehalten hast, bist du bestens gerüstet für die Kapitel, die noch folgen werden! Keine Sorge – da gibt es dann weniger Gerede und mehr Action.

Da du noch hier bist, setze ich dein Interesse einfach mal voraus – ich hoffe also, bald von dir zu hören! Auch, wenn du noch keine Ideen für Charaktere hast, kannst du dich trotzdem schon einmal melden und beispielsweise beim Formen der Welt mitmischen.

Ich sag jetzt nur noch ein paar letzte Sachen, die ich nirgendwo anders gut unterbringen konnte.

Erstens: Der Titel ist ein Arbeitstitel. Sobald wir mehr darüber wissen, um was für eine Geschichte es sich hier genau handelt, kann der Titel auch etwas … spezifischer … werden. Ideen für Titel werden dankend angenommen!

Zweitens: Eure Mitarbeit erfolgt über Mails, schon allein, damit keiner weiß, wie sich die anderen entscheiden und die Geschichte spannend bleibt. Nach einem Kapitel teilt ihr mir, und zwar nur mir, eure Entscheidung mit. Es ist verboten, sich mit anderen Mitspielern auszutauschen oder abzusprechen. (Aber seien wir mal ehrlich, ich würd's eh nicht wissen.) Seid euch selbst gegenüber fair und haltet euch an diese Regel.

Drittens: Reviews sind keine Pflicht. Sie werden nicht als Rückmeldung anerkannt und sind damit kein Ersatz für eine Entscheidung per Mail. Wenn ihr etwas über das Kapitel selbst sagen wollt, dürft ihr natürlich ein Review schreiben, ebenso könnte eine Besprechung über die Geschichte (Art der Apokalypse, Stil, etc.) in den Reviews mehr Sinn ergeben, da hier alle „mitsprechen“ können. Solche Sachen kann man aber auch in den Mails klären, die Reviews sollten nach meiner Meinung nicht zur Teilnahme an dieser MMFF genutzt werden, sondern sich auf die „technische“ Rückmeldung zur Geschichte selbst beziehen. Des weiteren gibt es keine „Strafe“ dafür, wenn du keine Reviews schreibst, in der Art dass dein Charakter im nächsten Kapitel verstümmelt ist. Reviews sind für mich eine Extraleistung, sozusagen ein Trinkgeld, das ihr verteilt, wenn ihr etwas besonders hervorheben möchtet, euch außerordentlich über etwas freut, oder kein Teilnehmer sondern nur ein Mitleser seid.

 

Das war's jetzt aber wirklich. Ich habe soeben 12 Seiten am Stück geschrieben, es ist irgendwas mit 5 Uhr Morgens und ich hatte noch nie in meinem Leben solche Kopfschmerzen (das war eine Lüge, fragt mich bitte nicht nach der „Uncovering“-Reihe!). Ich hoffe, der Ansatz zu dieser Geschichte stößt auf reges Interesse. Für mich ist es auf alle Fälle ein Experiment und ich bin gespannt, was so daraus wird.

 

 

 

Liebe Grüße und herzlichen Dank für's Lesen,

 

Marin Grauwolf

Comments

  • Author Portrait

    Eine weitere MMFF hier *.* Schön XD Apokalypse gefällt River immer, ich werd sie mal an sie weiter leiten, vielleicht hörst du von uns ;-) Die Idee mit den Versteckten Hinweisen im Text finde ich interessant, weiß aber nicht ob die Zeit dazu bei uns da ist.

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