Ich kippe die Schachtel aus
1000 Puzzlestücke verteilen sich auf dem Fussboden
Voller Freude beginne ich zu suchen
Und merke bald
dass es soo einfach nicht werden wird...
Da passen zwei, vielleicht gar drei Teilchen zusammen
Dort wieder zwei...

Pausen tun Not
Sie bringen einen neuen Blick
Den Ueberblick
Auf einmal fügen sich neue Teilchen zusammen
Ganze Reihen schliessen sich
Ansatzweise ist das Bild nun zu erahnen

Wieder eine Pause
Wieder ein prüfender Blick von oben
Vergleiche
Das Bild wird mir immer vertrauter
Die Lücken beginnen sich zu füllen

Lustvoll gebe ich mich diesem Spiel hin

Warum nur erinnert es mich
Immer wieder
An mein Leben?

Comments

  • Author Portrait

    Mir gefällt dein Gedicht auch sehr gut, zumal ich es gut nachvollziehen kann. Ich habe momentan auch das Gefühl, dass ich einerseits viel an mir selbst puzzele, aber andererseits auch viel an mir puzzeln lasse. Was mir an deinem Gedicht auch super gefallen hat, ist die lockere Atmosphäre. Mach weiter so ;)

  • Author Portrait

    Hallu! Mir gefällt dein Gedicht sehr gut. Meiner Ansicht nach, ist es dir ziemlich gut gelungen die, ja doch etwas tiefergreifendere, Thematik in einer lockeren und angenehmen Atmosphäre zu verpacken, ohne dass das Ganze lächerlich oder belämmert wirkt. Die Gesamtkomposition stimmt. Außerdem ist deine Schilderung sehr anschaulich. Ich denke die meisten kennen diesen Prozess des ewigen ‚Herumpuzzlens‘ an Begebenheiten am eigenen Leben, den Wunsch, alles zu einem Großen und Ganzen zusammensetzen zu wollen, oder den Versuch herauszufinden, wie man sich am Besten in einer bestimmten Begebenheit verhalten oder hätte verhalten sollen. Gefolgt von Irritation, wenn man sich langsam über bestimmte Begebenheiten klar wird. Und da muss ich deinem Gedicht zustimmen: Sich eine Pause zu gönnen und sich einfach etwas zurückzulehnen schafft in solchen Situation oft eine neue Perspektive (auch wenn man das Entspannen vor lauter Grübeln gerne mal vergisst). Dein Gedicht ist in dieser Hinsicht also sehr lebensnah und drückt mithilfe dieser sehr passenden Metapher des Puzzles aus, was wahrscheinlich viele Menschen kennen. Um von meiner Seite auch etwas negative Kritik zu üben: Ich persönlich bin ein Freund von Satzzeichen am Versende (meistens Kommata), sofern inhaltlich, z.B. aufgrund von Enjambements, nichts dagegen spricht. Das gibt dem Text, meiner Meinung nach, etwas mehr Struktur, aber das ist, wie gesagt, sehr subjektiv. Ansonsten sind mir drei kleine Tippfehler aufgefallen, die eigentlich nicht weiter der Rede wert sind, aber an denen man beim Lesen ggf. kurz hängen bleibt (wobei ich wette, dass dieser Kommentar auch eine Handvoll davon hat): „Puzzelstücke“ statt „Puzzlestücke“ in Vers 2, „Ueberblick“ statt einfach „Überblick“ (oder hat das im Kontext ein metaphorische Bedeutung, die ich nicht verstehe?) und zwei Leerzeichen nach dem „es“ im ersten Vers der letzten Strophe. Wie gesagt, alles absolute Kleinigkeiten. || So, um dann mal zum Ende zu kommen. Wie schon eingangs erwähnt, mir hat dein Gedicht sehr gut gefallen! :D

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