Quälende Gedanken

 

Gestern sagtest du mir, wir werden uns sehen. Heute sagst du mir, es ist etwas dazwischen gekommen. So schnell wendet sich also das Blatt. Wo eins Freude keimte, wächst nun Unsicherheit. Werden wir uns wieder sehen?

Du weißt nicht ob wir uns sehen können.

Hättest du mir geschrieben, wenn ich nicht gefragt hätte? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ist das überhaupt relevant? Der Grund warum du Abzusagen gedenkst, sollte in meinem Fokus liegen.

 

Es scheint wichtig zu sein. Wichtig, ein Attribut welches du der Klausur gabst, die wir schreiben werden. Ein Attribut das du dem Lernen gabst. Ich bin ein Teil deines Lernprozesses geworden, bin ich dadurch wichtig? Ich denke nicht, zumindest nicht für dich. Doch was ist so wichtig? Wer ist so wichtig?

 

Warum quälen die Gedanken mich so? Du verbirgst etwas. Ist es ein vergessener Termin? Ist es privat und nur für dich bestimmt oder ist noch jemand in diesem Spiel? Seit ich dich kenne bist du offen zu mir gewesen. Oder bildete ich mir das nur ein? Nein, du warst offen. Doch warum ist diese Offenheit kein Teil der Gegenwart? Ein vergessener Termin, was wäre schlimm daran gewesen, es mir zu sagen? Nichts. Ich kenne deine Verpeiltheit. Wäre es die Arbeit gewesen, du weißt ich nehme darauf Rücksicht, wie auf alles von dir. Privat? Ist es das? Die Hoffnung schreit danach, doch will der Kopf es nicht glauben. Ich sagte bereits du warst offen zu mir, warum jetzt also nicht? Es gibt keinen Grund, dass plötzlich zu ändern. Oder sehe ich es nur im falschen Licht? Das Licht der Sonne neigt sich gehend Horizont, verschwindet aus meinen Augen und verlässt den Tag. Es ist jemand anderes. Ich weiß es, auch wenn mir die Beweise fehlen...

 

Wenn es nicht so ist. Warum verschleierst du. Dadurch hast du das erreicht, was du verhindern wolltest. Mein Herz wird Zentner schwer, es krampft und schmerzt...

 

 

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 31.07.2016 © Felix Hartmann

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