Regen

Es ist Abend und ein einziger Ford Ranger fährt auf der Landstraße durch die Nacht. Seine weiße Lackierung ist dreck verschmiert. Alle Lampen leuchten durch den Regen, durch die Sturzflut. Eine Person sitzt hinter dem Steuer. Mit starker Hand fährt sie unbeirrt durch die Nacht, das Ziel klar im Blick. Der Wagen ist schneller, als die zugelassene Höchstgeschwindigkeit. Kommt in der Kurve leicht ins Gleiten, doch dann fassten die Reifen wieder Boden. Der Mann gibt Gas. Er fährt schneller. Das Wasser spritzt zur Seite, als er durch knöcheltiefe Pfützen fährt. Erstaunlich trocken für den Abend. Für die Nacht.

Es ist nass, warm, trocken, kalt, dunkel und hell. Endlich darf ich in die Ägäis, endlich darf ich dahin. Ich fahre mit meinem Ford Ranger durch den Regen. Es ist dunkel. Auf der Landstraße ist niemand. Ich habe alle Lichter angeschaltet. Alles was irgendwie leuchtet. Dicke Regentropfen klatschen gegen die Scheibe. Das blaue Licht blinkt unbeirrt durch die Nacht. Die Scheibenwischer versagen. Die Sicht liegt bei guten 50 Metern. Ich habe das Gaspedal fest im Griff.

 

 

Comments

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    Ich freue mich schon auf mehr :-) Die Aussage, dass es bereits knietiefe Pfützen gibt, es aber für diese Nacht noch verhältnismäßig trocken sei, macht Lust auf mehr ^^

  • Author Portrait

    Der Wechsel in die Ich-Perspektive ist an sich eine tolle Idee um eine Thematik von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Allerdings erfährt man in deiner Leseprobe durch den Wechsel nicht wirklich viel neues über den Protagonisten. Auch finde ich, dass du dir teilweise wiedersprichst, wenn du beispielsweise beschreibst, dass er durch knietiefe Pfützen fährst und dann im nächsten Satz sagst, dass es für den Abend trocken ist. Ich bin aber trotzdem gespannt, wie es weitergeht ;)

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Fairy Dust

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