Siebenundzwanzigste Scherbe [27.01.] »Verrat«

Verrat

Jener Stein wiegt weitaus schwerer,
als Geröll aus Angst und Pein;
wo er drückt, scheint’s gleich viel leerer
Aschenwinde weh’n herein.

Jener Stein wird erst geschmiedet,
denn Natur bringt’s nicht hervor;
jenes Reich sich stets befriedet,
doch der Mensch den Halt verlor.

Jener Stein schmerzt umso heißer,
wenn aus Liebe er entstand;
und er glüht nur umso weißer,
je mehr Furcht er überwand.

Jener Stein nennt sich Verrat,
glühend schmelzen die Barrieren.
Lava tränkt der Hoffnung Saat,
will die Ewigkeit verzehren.


(Sorry für die Verspätung, ich hatte gestern kein Netz.)

Comments

  • Author Portrait

    Ja habe nach deinem gestrigen Gedicht schon gesucht! Das Warten hat sich gelohnt, denn das Gedicht sagt sehr viel aus! Leider schmerzliches, aber wie üblich sehr gut formuliert!

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