Wo fällt von den Bäumen das erste Blatt
über Dächer in erdwarme Gassen?
Wohin soll ich zieh'n wenn der Sommer vergeht,
wo hab ich die Zeit nur gelassen?

Wer kleidet nun Gärten in wogende Pracht,
und Wälder in klargrünen Schimmer?
Auch wenn's nur ein Jahr ist bis du wiederkehrst,
es scheint mir, wir scheiden für immer.

Wann singen nun triefende Bäche im Tal,
und Grillen im Flur ihre Lieder?
Wann hör' ich den Kuckuck im Blättergebälk,
wann seh' ich die Schwalben wieder?

Wie hat nur das Jahr deine Stunden verweht,
und stromaufwärts, stromabwärts getrieben!
Ach, hätt ich doch in deinen Armen verweilt,
und wärst du doch bei mir geblieben.

Comments

  • Author Portrait

    Wie kunstvoll du den Sommer beschreibst! Bald bald wird er sich wieder auf den Weg zu uns machen!

  • Author Portrait

    Eigentlich liebe ich den Herbst, aber bei deinem wunderschönen Gedicht betrauere sogar ich das Ende des Sommers. 5/5 :)

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Fairy Dust

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