Ich steh am Waschbecken. Warm läuft das Wasser über meine Hände. Ich schaue nach oben. Blicke in den Spiegel. Unerwartet trifft mich der Gedanke. Eine Erinnerung an dich. Wie vom Blitz getroffen stehe ich da. Schaue weiter in den Spiegel. Kann meinen Blick nicht abwenden. Wie ein Film sehe ich dort nicht nur mein Abbild, sondern auch dich. Du lächelst mir entgegen. Streckst deine Hände nach mir aus. Gemeinsam tanzen unsere Erinnerungen über mein Spiegelbild. Ich spüre die Wehmut, die wieder in mir aufsteigt. Vorbei sind die Tage mit dir. Aber warum kommst du immer wieder zurück? Eine süße Traurigkeit nimmt von mir Besitz und wiegt mein Herz, wie eine Mutter ihr Kind. Es ist also wieder so weit. Du bist zurück. Zurückgekommen zu mir. Gibst nicht auf. Willst das ich mich an dich erinnere. Immer wenn die Erinnerungen verblassen, bist du wieder da. Insgeheim bitte ich darum, dass es aufhört. Das du gehst. Aber ich kann nicht loslassen. Denn immer wenn du zurückkommst, fühle ich mich dir für eine kurze Zeit wieder so nah, wie es einst war.

Comments

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    Du hast dieses wehmütige Gefühl einer nicht sterben wollenden Sehnsucht herübergebracht... und zwar sehr gelungen! 5/5

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    Vielen lieben Dank! :)

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    Wow, das war wunderschön! Ich konnte mich sehr in deinem Text wiederfinden und deshalb hat er mich sehr getroffen. Klasse gemacht :)

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    Ich finds super :) toll und rührend geschrieben mit klasse Vergleichen! :)

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