Es gab eine Zeit, da hast du gelacht.
Weil du dich nicht hast unterkriegen lassen.
Von diesen Worten aus seinem Mund.
'Bist du eigentlich bescheuert?' 

Und dann schaut er dich an, mit durchbohrendem Blick.
Weil er es selbst nicht anders gelernt hat.
Aber wehe du antwortest auf seine Forderung.
'Ich hab dich was gefragt!'

Immer wieder findest du dich darin wieder.
In Situationen, in denen du dich nicht traust zu sprechen.
Und du glaubst, dass du das alles verdient hast.
'Was du sagst, ist falsch.'

Er gibt dir das Gefühl, dass du etwas Schlimmes tust.
Auch wenn du brav auf deinem Stühlchen sitzt.
Und immer wieder will er's wissen.
'Was machst du da verdammt nochmal?'

Im nächsten Moment schmiegt er sich an.
Nimmt dich auf den Schoß, obwohl du's nicht willst.
Weil er weiß, dass er das machen kann.
'Ich hab dich doch so lieb.'

Es tut kurz weh, wenn er dich beschimpft.
Wenn er dich bedrängt und nicht locker lässt.
Er nennt es Fürsorge und du nur Qual.
'Was hast du wieder gemacht?'

Wenn du dich doch mal beschwerst.
Dann weiß er ganz genau, was zu tun ist.
Er hat immer seine rettenden Worte.
'Geht es dir hier etwa so furchtbar?'

Und immer wieder verzeihst du ihm.
Weil er dich da hat, wo er dich haben will.
An unsichtbaren Fäden, fest in seiner Hand.
'Du hast keine Wahl.'

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