VI.7 - Völlige Kontrolle

Außer Atem lehnte sich Hermine gegen einen Baum. Sie war den ganzen Weg aus den Kerkern die Treppen hoch und nun den Pfad runter ins Dorf gerannt. Keuchend fuhr sie sich durch ihr Haar. Bevor sie mit Markus sprechen konnte, musste sie unbedingt wissen, wie es zwischen Tom und Augusta weitergegangen war. Sie musste einfach versuchen, die Verbindung wieder herzustellen. Mit geschlossenen Augen konzentrierte sie sich auf das Gefühl der Macht, das sie noch immer verspürte.

„Ich tue dir einen Gefallen damit, meine Schöne!“

Die süßliche Stimme von Tom drang an Hermines Ohr. Voller Entsetzen schaute sie auf den Zauberstab, den er auf sie – auf Augusta – gerichtet hielt.

„So wirst du niemals wissen, dass ich es war. Du wirst nicht wissen, dass es dein geliebter Schulsprecher war, der dir das hier angetan hat. Du kannst mich weiterhin lieben, ohne mich mit deinem Schmerz in Verbindung bringen zu müssen. Ist das nicht großartig?“

Schockiert riss Hermine die Augen wieder auf. Tom hatte also tatsächlich vor, einen Obliviate auf Augusta anzuwenden, wie er es am Morgen gesagt hatte. Aber er würde sie nicht alles vergessen lassen. Die Erinnerung an ihre Vergewaltigung würde bleiben. Wieder stieg Übelkeit in Hermine hoch. Sie hatte ihm dabei geholfen. Sie war mindestens ebenso Schuld wie Tom. Zitternd presste sie ihre geballte Faust auf den Mund.

Doch sie hatte keine Zeit, in ihrem Selbstmitleid und Hass zu versinken. Sie musste weiter. Musste zu Markus. Kraftvoll stieß sie sich vom Baumstamm ab und rannte weiter zum Dorf.

oOoOoOo

„Mr. Longbottom!“

Ohne seine Reaktion abzuwarten, setzte sich Hermine auf den Stuhl vor ihm. Er saß noch immer an dem Tisch, beide Gläser mit Butterbier standen beinahe unberührt da. Er wirkte abwesend, doch als sie mit der flachen Hand auf die Tischplatte schlug, blickte er auf: „Miss Dumbledore.“

„Ist Riddle in den letzten Minuten rausgekommen?“

Sein Blick verdüsterte sich: „Ja, gerade eben. Er hat … er hatte ein Grinsen im Gesicht, dass ich ihn am liebsten geschlagen hätte. Er hat …“

„Ich weiß!“, unterbrach Hermine das wütende Gestammel: „Ich weiß. Mr. Longbottom, bitte hören Sie mir zu. Ich brauche Ihre Hilfe.“

Langsam richtete der junge Mann sich auf. Sein Gesichtsausdruck wandelte sich langsam von distanziert zu skeptisch und misstrauisch. Es war offensichtlich, dass Ignatius und Augusta mit ihm darüber gesprochen haben mussten, wie sie sich zuletzt verhalten hatte, doch sie durfte sich davon nicht abhalten lassen. Augusta brauchte Hilfe.

„Sie kommen zu mir?“, zischte er ihr zu: „Denken Sie wirklich, ich bin noch bereit, Ihnen zu helfen? Ich habe keine Ahnung, was vorgefallen ist, aber …“

Ungeduldig fiel ihm Hermine erneut ins Wort: „Hier geht es nicht um mich, sondern um Augusta.“

Das ließ ihn tatsächlich für einen Augenblick verstummen, ehe mit bedrohlichem Tonfall nachhakte: „Augusta? Wissen Sie, dass Ihr Freund sie gerade mit hoch in ein Zimmer genommen hat?“

Langsam nickte Hermine: „Ja. Ja, ich weiß das nur zu gut. Und egal, wie es auf sie gewirkt haben mag, sie ist nicht freiwillig mit ihm mitgegangen.“

Markus schnaubte nur: „Aber natürlich ist sie das. Welches Mädchen kann sich schon wirklich dem Charme dieses perfekten Gentleman entziehen?“

Offensichtlich wütend stand Markus auf, doch Hermine ließ nicht locker. Hart packte sie ihn am Handgelenk: „Mr. Longbottom. Augusta braucht sie. Bitte. Hören Sie mich an!“

Genervt entriss er sich ihrem Griff, doch zu ihrer Erleichterung ließ er sich zurück auf seinen Stuhl sinken: „Ich höre.“

Noch einmal atmete Hermine tief durch, ehe sie die Worte, die sie sich auf dem Weg hierher überlegt hatte, aussprach. Sie musste vorsichtig sein. Mit festem Blick erklärte sie schließlich: „Tom Riddle hat mich in seiner Gewalt. All die grausamen Dinge, die ich tue, kommen von ihm. Ich war nicht freiwillig abweisend und ekelhaft zu Augusta und Ignatius, ich tat es, um Tom zu überzeugen, dass ich wie er bin – und um Ihre Freunde zu überzeugen, dass ich ihre Aufmerksamkeit nicht wert bin. Ich … ich habe … hatte … Kontrolle über Augusta. Ich habe sie gezwungen, sich Tom hinzugeben. Sie wollte das niemals. Verstehen Sie nicht, Mr. Longbottom? Augusta ist nicht geblendet von ihm, Sie haben doch mit ihr zusammen und mit Ignatius über Tom gesprochen, oder nicht? Augusta würde sich niemals auf ihn einlassen. Das … das war mein … Verdienst.“

Der Blick von Markus war leer geworden, während sie gesprochen hatte. Ungeduldig ergriff sie seine Hände: „Verstehen Sie nicht? Tom Riddle hat Augusta vergewaltigt. Und jetzt gerade liegt sie oben in dem Zimmer, ohne jede Erinnerung an irgendetwas, was die letzte Woche über geschehen ist. Sie weiß nur noch, dass … dass ein Mann sich mit ihr vergnügt hat.“

Endlich erwachte Markus zum Leben. Hart erwiderte er ihren Händedruck, während seine Miene mörderisch wurde: „Wenn das wahr ist, was Sie da erzählen, dann wird Riddle dafür bezahlen!“

Energisch schüttelte Hermine den Kopf: „Nein. Das geht nicht. Verstehen Sie nicht? Augusta ist freiwillig mit ihm gegangen, weil ich sie dazu gezwungen habe. Sie hat … sie hat sich ihm freiwillig hingegeben. Hat es genossen. Nicht bis zum Schluss, aber … vorher.“

Der Griff seiner Hände um ihre Handgelenke wurde eisern: „Dann müssen wir der Schulleitung eben sagen, dass sie unter fremder Kontrolle stand.“

„Das war aber ich!“, gab Hermine eindringlich zurück: „Ich habe sie … verhext. Tom hat mich dazu gezwungen, ja. Aber … dafür gibt es keine Beweise. Tom wird alles abstreiten. Er wird sagen, dass Augusta ihn verführt hat, dass er nicht wissen konnte … dass sie es ja genossen hat und er nicht wusste, dass sie unter fremden Einfluss stand. Und bedenken Sie nur“, fügte sie rasch hinzu, als Markus seinen Mund zu einer Erwiderung öffnete: „Sollte auch nur der leiseste Verdacht aufkommen, dass Augusta irgendwie freiwillig beteiligt war … sie wäre ruiniert.“

Sein Mund klappte wieder zu. Hermine konnte sehen, wie seine Kiefer mahlten, während er angestrengt nachdachte. Mit angehaltenem Atem wartete sie seine Antwort ab. Er musste ihr einfach vertrauen. Er musste einfach.

„Warum können Sie nicht einfach sagen, dass Riddle Sie gezwungen hat?“

Sie schluckte. Tränen stiegen in ihr hoch, ohne dass sie sich dagegen wehren konnte. Mit zitternder Stimme sagte sie: „Ich … kann einfach nicht. Es gibt … Gründe. Glauben Sie mir, ich wünschte, ich könnte Tom nach Askaban bringen. Ich würde alles darum geben, sogar mein Leben, wenn ich könnte. Aber … ich kann nicht.“

Die Verzweiflung musste deutlich aus ihrer Stimme heraushörbar gewesen sein, denn plötzlich lockerte sich der Griff und Markus strich beruhigend mit seinem Daumen über ihre Hand: „Ich habe keine Ahnung, was er gegen sie in der Hand hat, aber es muss schwerwiegend sein. Es scheint, als hätte Ignatius von Anfang an Recht gehabt: Sie brauchen Hilfe und Riddle ist gefährlicher, als wir uns vorstellen können.“

Erleichterung überspülte Hermines ganzen Körper und brach damit die letzten Dämme, die sie gegen ihre Tränen gebaut hatte. Ohne sich um den stetigen Strom zu kümmern, nickte sie und fuhr fort: „Tom ist … unendlich viel gefährlicher. Wir können ihm jetzt gerade nichts anhaben, er war … zu klug. Aber ich verspreche Ihnen, dass ich dafür sorgen werde, dass er seine gerechte Strafe erhält. Er wird leiden. Ich werde mein Leben ganz dieser einen Mission widmen.“

„Was kann ich tun, um zu helfen?“

Der Tonfall, die Art, wie er sie ansah, alles an ihm erinnerte Hermine in diesem Augenblick an Neville. Jenen Neville, der unerwartet als Anführer der Rebellion in Hogwarts aufgetaucht war. Jener Neville, der trotz all seiner Angst und all seiner Zweifel und Unsicherheiten so sehr an das Gute, an Harry und seine Aufgabe glaubte, dass er über sich hinausgewachsen war. Markus war wirklich sein Großvater. Und sie war sich sicher, dass es ihm gelingen würde, die Wunden von Augusta zu heilen.

„Als erstes müssen wir zu Augusta. Sie braucht uns. Sie.“

Mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck erhob sich Markus und Hermine tat es ihm nach, um den Weg hoch zum Zimmer zu zeigen. Ihre Übelkeit verstärkte sich. Sie wolle Augusta nicht gegenübertreten, wollte sie nicht sehen. Zitternd stieg sie vor Markus die Treppe hoch.

An der Tür zum Zimmer angekommen, drehte Hermine sich noch einmal zu ihm um: „Mr. Longbottom, ich … ich weiß nicht, in welchem Zustand Augusta gerade ist. Jeder Mensch reagiert anders auf solche traumatischen Erfahrungen, aber … es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ihr Grundvertrauen in andere Menschen tief erschüttert ist. Insbesondere in Männer. Ich weiß nicht, wie nahe Sie einander zuvor standen, aber ich fürchte, sie wird jede Nähe von Ihnen, jede Berührung, als unerträglich empfinden wird. Ein Mann hat sich ihren Körper gegen ihren Willen genommen, um sich zu vergnügen, und so sehr sie auch weiß, dass Sie niemals dasselbe tun werden, ihr Herz wird dennoch Angst empfinden. Geben Sie ihr Zeit. Zeigen Sie ihr, dass sie ein liebenswerter Mensch ist, aber gehen sie auf Berührung nur ein, wenn sie von Augusta kommt.“

Ernst blickte der Gryffindor sie an. Nur das Zittern seiner geballten Fäuste verriet, wie angespannt er gerade war, sein Blick hingegen war vollkommen ruhig, aufmerksam, konzentriert. Er deutete ein Nicken an: „Ich werde alles tun, um Augusta zu helfen. Und wenn das bedeutet, vorerst auf Abstand zu gehen … dann werde ich auch das tun.“

Tief atmete sie durch, versuchte, das eiskalte Gefühl in ihrem Magen zu ignorieren, dann öffnete sie entschlossen die Tür. Das Bild, das sich ihr bot, war vollkommen anders, als sie es erwartet hatte.

Augusta stand vollständig angezogen mit dem Rücken zur Tür und schien abwesend aus dem Fenster zu schauen, die Hände vor ihrem Bauch ineinander verschlungen. Erst, als die schweren Schritte von Markus hinter Hermine hörbar wurden, wurde sie aus ihrer Starre gerissen und drehte sich um. Ihre Augen blickten leer zu ihren beiden Mitschülern.

„Markus“, murmelte sie, „und … Miss Dumbledore.“

Mit zwei schnellen Schritten trat Markus auf sie zu, doch sofort packte Hermine ihn am Arm und hielt ihn zurück. Für Augusta unhörbar flüsterte sie ihm zu: „Seien Sie nicht zu voreilig. Nicht zu hektisch.“

Ein Ruck ging durch seinen Körper, als er darum kämpfte, seinen Drang, Augusta einfach in seine Arme zu schließen, zu unterdrücken. Schließlich nickte er und Hermine ließ ihn los.

„Markus“, sagte Augusta wieder, diesmal mit einem beinahe verträumten Tonfall: „Ich habe immer gedacht, dass du mir vielleicht vor deinem Abschluss noch einen Antrag machst. Ich hätte dich vielleicht stärker ermutigen sollen, dann hättest du es gewiss schon getan. Doch nun ist es zu spät. Nun kannst du mich nie mehr … zu deiner Frau nehmen.“

Ein Lachen erklang, doch es klang nicht fröhlich. Augustas Blick war auf die Ecke des Raumes gerichtet, der Kopf geneigt, während sie humorlos kicherte. Die Leere in ihren Augen machte einer unendlichen Traurigkeit Platz. Impulsiv trat Markus einen weiteren Schritt vor: „Was redest du da? Ich weiß nicht, wie es um deine Gefühle steht, doch wenn du mich willst, bei Merlin, dann sei dir gewiss, dass ich dich heiraten werde.“

Wieder lachte Augusta: „Ach, Markus. Lieber, süßer, naiver Markus. Ich kann gar nicht mehr deine Frau werden, denn … ein anderer Mann hat mich … schon zu seiner gemacht.“

Hermine hörte deutlich, wie schwer es Augusta fiel, diese Worte zu sagen. Die fröhliche, zynische, abweisende Mauer, die sie aufgebaut hatte, diente nur einem Zweck: Ihre kindliche, hoffnungsvolle Seele zu beschützen. Wenn sie selbst sagte, dass sie nun wertlos war, würde das kein anderer Mensch tun und sie war geschützt. Ihre Schultern sanken herunter. Das war nicht gesund.

„Miss Bargeworthy“, setzte sie an, doch sofort wurde sie unterbrochen.

„Ah, Miss Dumbledore! Dass ausgerechnet Sie hier sind an der Seite von Markus sollte mich wohl nicht wundern. Nach all dem Hass, den Sie mir zuletzt entgegen gebracht haben. Und Ihre Versuche, sich an Ignatius heranzumachen. Wollen Sie jetzt auch noch den armen Mr. Longbottom haben? Nun, ich kann Sie nicht aufhalten. Nur zu. Er gehört ganz Ihnen.“

Betroffen senkte Hermine ihren Blick. Was nur hatte Tom dem armen Mädchen als Erinnerung gegeben? Woran genau erinnerte sie sich noch? Unbewusst biss sie sich auf ihre Lippe, während sie verzweifelt darüber nachdachte, wie sie an das verletzte Herz von Augusta herankommen könnte.

Es war Markus, der als erster wieder die Worte fand: „Ich weiß, was dir passiert ist, Augusta. Natürlich war ich nicht hier, aber … ich habe den selbstzufriedenen Ausdruck auf dem Gesicht von R… von dem Kerl gesehen, der dir das angetan hat. Ich weiß, wovon du sprichst. Und glaube mir, das ist kein Grund für mich, dich aufzugeben.“

Mit großen Augen drehte Augusta sich wie in Zeitlupe zu Markus um: „Du … du weißt es tatsächlich?“

„Ja“, flüsterte er betroffen, die Fäuste noch immer geballt und inzwischen am ganzen Körper bebend: „Und wenn ich schneller realisiert hätte, was geschehen ist … glaub mir, der Kerl wäre … er hätte seine gerechte Strafe erhalten. Doch nun ist … ist er über alle Berge. Es tut mir so leid. Du glaubst gar nicht, wie leid es mir tut.“

Für lange Sekunden war es still im Raum, während Markus zitternd zu Boden schaute und Augusta ihn ungläubig anstarrte. Hermine wünschte, sie könnte sich einfach in Luft auflösen, um den beiden ein wenig Privatsphäre zu gönnen, doch sie wagte auch nicht, sich zu bewegen, da sie keinen von beiden auf sich aufmerksam machen wollte. Mit angehaltenem Atem wartete sie darauf, dass sich irgendetwas tat.

Und dann sank Augusta ohne Vorwarnung auf die Knie, schlug die Hände vor ihr Gesicht und brach in ein herzzerreißendes Schluchzen aus.

„Ich weiß nicht, wie das passieren konnte“, stieß sie zwischen zwei Schluchzern aus: „Ich weiß nicht einmal, wer er war. Er hat mich einfach angelächelt und ich habe seine Hand genommen und … dann waren wir hier … und er war plötzlich so kalt … und dann wieder so zärtlich. Und dann … Merlin, hilf mir … ich erinnere mich schon gar nicht mehr. Da war nur noch Schmerz … und er hat gestöhnt, ganz abstoßend gestöhnt. Er hat mich nicht mal angesehen, als … als wäre ihm egal, wer ich bin. Als wäre ich nur … ein Ding. Ich hab versucht, ihn von mir zu stoßen, wirklich, ich habe es versucht, ich habe ihn geschlagen und … aber er war einfach stärker. Er war einfach stärker …“

Hermine sah, wie Augusta ihre Hände nach Markus ausstreckte und wie er ihre ergriff, sie fest drückte und beruhigend mit seinem Daumen über ihre Handfläche strich. Augusta zuckte nicht zurück vor seiner Berührung, doch sie bewegte sich auch nicht weiter auf ihn zu. Vorsichtig, so leise wie möglich, bewegte sie sich auf den Ausgang zu. Markus hörte, wie sie hinaustrat und schaute noch einmal zu ihr hoch. Ein kurzes Nicken war alles, was sie brauchte. Er hatte die Situation im Griff. Er würde alles tun, was Augusta jetzt brauchte. Sie konnte gehen.

So schnell sie konnte eilte Hermine die Treppe hinunter, aus dem Gasthaus hinaus in die Kälte des Herbsttages. Sie hatte heute im Namen ihrer Mission ein Verbrechen begangen, das nicht mehr gutzumachen war. Tom Riddle hatte sie da, wo er sie haben wollte, zu seinen Füßen, jedem seiner Befehle gehorchend. Und ob es ihr gefiel oder nicht, seine Macht, die Macht, die er ihr versprach, er selbst, alles an ihm erregte sie. Sie reagierte auf ihn, wie ein Gummibärchen, das man in Kaliumchlorat warf: Sie fing Feuer, tanzte und hüpfte und versuchte verzweifelt zu entkommen, und am Ende schmolz sie einfach dahin.

Doch so unheimlich ihr dieser Umstand auch war, das Erlebnis mit Augusta hatte sie eines gelehrt: Sie konnte nicht länger tatenlos zusehen. Wenn sie immer nur versuchte, sich seinem Willen zu beugen, um ihn nicht gegen sich aufzubringen, konnte sie nur verlieren. Sie würde jetzt sofort zu ihm gehen und ihm sagen, dass sie einen Finite sprechen würde, um das Ritual zu beenden und Augustas Fesseln zu lösen. Sie würde ihm beweisen, dass sie ihren Kampfgeist nicht verloren hatte, nur weil sie sich auf sein Spiel eingelassen hatte.

Doch zu allererst brauchte sie einen geschützten Platz im Wald, um sich zu übergeben.

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