Vorbereitungen...

Die Zielperson war männlich, 31, Architekt, Bautechniker und gerichtlich beeideter SV. Dem Dossier zufolge, war er ein attraktiver dunkelhaariger Mann, scheinbar Single, mit braunen Augen und einem sympatischen Lächeln.
So würde es ihr nicht schwer fallen, sich an ihn heran zu machen. Da ihre Aufgabe wesentlich mehr verlangte, als die Beseitigung eines Menschen, bedurfte es eines wohldurchdachten Plans, welcher gewährleistete, dass sie Zugang zu seinen Aufzeichnungen, zu seinen Gutachten erlangte. Montadea würde sich optisch ein Wenig verändern und eine Tarn-Identität annehmen, und wie zufällig in das Leben des Opfers treten.
Sie verließ ihre Wohnung und ging zum Frisör. Sie ließ sich die Haare braun färben, mit einem leichten Rotstich. Eine Brille mit Fensterglas und braune Haftschschalen die ihre naturblauen Augen umfärbten, taten ein Übriges. Sie suchte im Internet nach einer kleinen Wohnung und wurde in Tiefgraben fündig, einer der Landgemeinden von Mondsee, die an der Straße nach Straßwalchen liegt. Diese Gemeinde, deren Großteil sich zwischen Mondsee und Irrsee befindet, ist von Salzburg her gut und schnell erreichbar. Sie bietet den Vorteil, innerhalb Minuten sowohl Zell am Moos, wie auch Mondsee erreichen zu können. Auch die Zielperson war in dieser Gemeinde ansässig, wenn auch am anderen Ende nahe dem Markt Mondsee. 
Sie nahm Kontakt mit der Vermieterin auf, besichtigte die Wohnung und mietete sich unter dem Namen Sonja Tremer ein. Durch ihre Verwandlung entsprach ihr Äußeres genau dem Bild in ihrem Pass und Führerschein, die sie nur für den nächsten Fall anfertigen hatte lassen. Auch ihre e-card und selbst eine Bankomat-Karte  mit dazugehörgem Konto gehörten zu ihrer Tarn-Identität. Sie leaste einen kleinen Fiat und entsprach nun in ihrer Erscheinung einer alleinstehenden jungen Frau, die aus der Stadt aufs Land gezogen war. Sie hatte sich auf den Tarnnamen einen kleinen Fiat geleast und wirkte, wie eine ganz normale kleine Angestellte auf ihr Umfeld. Wichtig war, keine engen Bekanntschaften zu schließen. Obwohl Christina tatsächlich keiner Beschäftigung nachging, fuhr sie jeden Tag gegen sechs Uhr weg und kam irgendwann am Nachmittag zurück. Es war ihr wichtig, den Eindruck zu erwecken, morgens in die Arbeit zu fahren und nachmittags von dort zu kommen...
Der nächste Schachzug würde darin bestehen, sich an die Zielperson heranzumachen, deren Vertrauen zu gewinnen, ja wenn möglich, ihr Verlangen zu wecken. Montadea hatte genug Erfahrung mit den Herrn der Schöpfung. Sie würde ihn rein "zufällig" als graue Maus kennen lernen und sich innerhalb kurzer Zeit als schöner Schwan in sein Herz mogeln, für kurze Zeit vielleicht sogar seine Partnerin sein um dann aus dem Nichts zuzuschlagen...

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