Eine Rose,
weiß wie Schnee.
Bei Nacht sehnt sie sich nach den wärmenden
Strahlen der Sonne,
denen sie sich tagsüber
entgegenstreckt.

Lippen,
rot wie Blut.
Stets zierten sie ein Lächeln;
Offen und warmherzig.
Nun bleiben sie für immer geschlossen.

Ein Sarg,
schwarz wie die Erde,
die er bald zieren wird.
Umgeben von dünnem Glas.
Und darin ein Mädchen;
Es hält eine weiße Rose in der Hand.

Die Haut, weiß wie Schnee;
Die Lippen, rot wie Blut;
Und das Haar, schwarz wie Ebenholz;

Um das Totenbett versammelt:
sieben schwarze Raben und ein Wolf.

Der bleiche Mond,
der Nachts den Himmel ziert,
weicht den goldenen Strahlen der Sonne,
die sich träge hinter den Hügeln hervorschiebt.

Und als der erste Strahl den Wolf berührt,
verwandelt sich dieser in einen jungen Mann.

Und in diesem Moment erhebt sich das Mädchen
von seinem Totenlager;
und die Beiden schreiten dem Sonnenaufgang entgegen;
Hand in Hand,
wie es scheint.

Zurück bleibt eine Rose,
weiß wie Schnee.
Ein Sarg,
schwarz wie Erde;
und sieben schwarze Raben.

Comments

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    GENIAL - Wie kann es sein, dass ich bisher so wenig von dir gelesen habe. >.< Deine Gedichte sind Bombe. :))))

  • Author Portrait

    Toll geschrieben. Vor allem die letzte Strophe gefällt mir besonders gut :)

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Fairy Dust

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