Wichtig

Omnix kam auf sie zu und Krul wehrte seinen Schlag gerade noch ab. Es folgte ein heftiger Schlagabtausch, welcher so schnell ablief, dass ein sterblicher Zuschauer nicht mal erkannt hätte, was überhaupt geschah. Schließlich prallten die beiden Kontrahenten gegeneinander und stemmten sich gegen den Anderen. "Nicht schlecht, du bist besser geworden", meinte Omnix und wich mit einem gewaltigen Satz zurück. "Es waren zweihundert Jahre seit unserem letzten Treffen. Da schnappt man nun mal so einiges auf", antwortete das Mädchen ihm grinsend und ging wieder in den Angriff über. Doch bevor sie auch nur drei Schritte zurücklegen konnte war Omnix verschwunden. Verwirrt sah sie sich auf der Suche nach ihrem Gegner um. Sie bemerkte zu spät, wie eben jener hinter ihr auftauchte und sie mit einem einzigen Hieb gegen die nächste Wand beförderte, welche einen gigantischen Riss bekam. Mühsam rappelte sich das Vampirmädchen auf. "Wow, der Schlag war nicht von schlechten Eltern", keuchte sie. "Du weißt ganz genau, dass ich nicht mal mit einem Viertel meiner Kraft gekämpft habe, stimmt’s?", fragte Omnix und sie nickte. "Was soll’s, man kann nicht immer der Stärkste sein. Mir genügt, was ich habe. Ist ja auch nicht so, als würde ich jeden Tag in Leute wie dich laufen." "Es gibt keine Leute wie mich", meinte er und half ihr, die richtige Kampfposition zu finden. "Du bist sehr stark Krul, doch es gibt immer Leute, die dich besiegen könnten. Der Trick, wenn du vor einem stärkeren Gegner stehst ist, dass du schlauer sein musst. Wenn du gegen einen übermächtigen Gegner kämpfst, dann musst du versuchen ihn zu überlisten", erklärte er ihr. "Fast alle Leute treffen irgendwann mal jemanden, der stärker ist, als sie selbst." "Und was ist mit dir?", fragte sie ihn. "Nun ja, bis jetzt habe ich noch niemanden getroffen, der es mit mir aufnehmen konnte", antwortete Omnix. "Dich hat noch nie jemand besiegt?", hakte Krul nach. Omnix brach in schallendes Gelächter aus, welches unheimlich über die Wände der Trainingsarena und in der unterirdischen Stadt widerhallte. "Wie bereits gesagt, nein. Ich bin ein Wesen, welches die Realität selbst verändern kann. Du kannst dir dementsprechend vorstellen, wie die meisten meiner Kämpfe ausgingen." Krul musste kichern. "Verstehe. Also, wenn ich dich austricksen möchte, wie müsste ich dann anfangen?", fragte sie. "Es würde genügen, wenn du dich in Gefahr begeben würdest." Sie sah ihn verwirrt an. "Warum das denn?", fragte sie und Omnix erwiderte ihren Blick mit seinem hell leuchtendem Auge. "Weil du mir sehr wichtig bist Krul Tepes", antwortete er und das Vampirmädchen, welches eigentlich dachte, dass es seine Emotionen schon vor Jahrhunderten verloren hatte, wurde rot. "Du bist einer meiner engsten Freunde und sollte dir jemals etwas zustoßen, dann würde ich mir niemals vergeben."

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