Wochenende

Am Samstag ist es mir völlig egal, ob der Freitag der letzte Tag dieser oder jener Art war, denn der Samstag ist mein liebster Tag der Woche. Ich kann ausschlafen und die Nacht durchmachen, wenn ich möchte, denn am Sonntag kann ich wieder ausschlafen.

Das Wochenende ist wie eine große Wiese mit Blumen, Bienen, Sonne und leichtem Wind. Das Wochenende hat eine eigene Zeitrechnung, es ist ungebundener Raum, nicht festgelegte Zeit.

Es ist wie eine ganze Welt, ich kann tun, was ich möchte, wann ich es möchte, wie ich es möchte. Ich kann alles tun, was ich will, es gibt keine Grenzen, ich gebe dem Wochenende seine Prägung, seinen Namen, seine Farbe, seinen Duft.

Komm’ mir jetzt nicht mit „Die Zeit reicht aber nicht, um nach Amerika zu fliegen oder die Welt zu umsegeln oder alle Freunde zu einer großen Party einzuladen und alle Speisen selbst zu kochen; sie reicht nicht, um einen dreibändigen Roman zu schreiben oder um alle irischen Kobolde kennenzulernen und sie zu überreden, Dir zu zeigen, wo das Ende des Regenbogens liegt.“

Ich verrate Dir etwas. Das Geheimnis ist, das zu wollen, was möglich ist an einem Wochenende ohne Bindung an Zeit und Raum. Wenn Du das schaffst – Du wirst es sehen – erstreckt sich das Wochenende über die ganze Welt und wenn Du am Abend des Sonntag in Dein Bett sinkst, warst Du in Amerika, Du hast die Welt umsegelt, Du hast den Goldtopf vom Ende des Regenbogens gefunden und Du hast Deinen sofakissengroßen blauen Großvater getroffen.

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