Zerschlagen und Zerstört oder

„Mach das nicht noch einmal.“, sagte der Leiter der DLRG.
„Das war gefährlich.“, meinte sein Trainier zu Alex.
„Du hättest sterben können.“, meinte der Zugleiter.
In Alex bildete sich ein dicker Klos. Ja er hätte sterben könne. Es war unüberlegt gewesen. Er hätte jetzt tot sein können. Er hätte sein Leben gegen seins getauscht, oder auch nicht. Er hätte nicht mehr für sie da sein können. Er hätte mehrere Leute ins Verderben stoßen können.1) Er wäre ein Held gewesen, aber ein toter Held ist nichts wert.
„Ja es war unüberlegt von mir.“, fing er an. „Ja, ich hätte sterben können. Bitte verzeiht mir den Fehler. Ich werde hiermit euch verlassen.“
Seine Stimme war ruhig. Er sprach langsam, bedacht auf seine Worte. Er sprach sie leise, und doch konnten alle es hören. Die über 2000 Retter und Sanitäter und Hilfskräfte 2) hören seine Worte. Er zog seine Einsatz Jacke aus und gab sie dem Zugleiter. Alex ging langsam in seinem T-Shirt, mit gesenktem Haupt durch die Menge, sie machten ihm Platz und standen ihm zu Ehren auf und senkten auch das Haupt. Langsam ging er durch die Menge, zum Ausgang des Zeltes. Ohne sich noch mal umzudrehen verließ er das Zelt. Die frische Nachtluft tat ihm gut. Er ging die Wiese herauf. Schob die Plane des Zeltes ein wenig zur Seite und betrat das Zelt. Er zog sein DLRG T-Shirt aus und zog seinen Pulli an. Die Einsatzhose hatte er schon durch eine Jeans getauscht. Er faltete seine Sachen und rollte sie in die Tasche. Dann nahm er sein Handy und ging zum Fluss. Er setzte sich in eine Abgelegene Ecke des Kiesbettes. Es war kühler geworden. Er fror.
„Hey Livia, ich bin es Alex. Morgen bin ich wieder Zuhause. Ich komme früher.“
„Warum kommst du früher?“
„Ich habe versagt.“
„Warum?“
„Ich bin in den Fluss gesprungen um einen Flüchtling zu retten.“
„Aber das ist doch toll. Warum hast du versagt?“

„Ich habe leichtsinnig gehandelt. So wie es sich nicht für einen Retter gehört. Ich bin keiner, ich habe versagt. Morgen früh kaufe ich mir ein Ticket und fahre mit der Bahn zurück.“, meinte Alex und unterdrückte einen Schluchzer, ihm kullerten zwei Tränen die Wange herunter.
„Nein, das kannst du nicht machen. Du kannst nicht einfach so nach Hause fahren.“
„Ich muss. Ich habe mich abgemeldet.“
„Hör mir bitte mal zu. Du kannst da nicht einfach so weg. Die brauchen dich. Du kannst was. Du hast ein Leben gerettet.“
„Aber meins leichtsinnig aufs Spiel gesetzt. Ich hätte dich verlieren können, ich hätte mein Versprechen nicht einhalten können. Außerdem sind da noch genügend andere.“, dann legte er auf, da er anfing zu weinen und es ihm peinlich war, es ihr gegenüber zuzugeben. Den sofortigen Anruf von ihr lehnte er ab und schaltete sein Telefon aus.

1)Hier meint er die Trauer, durch seinen Tot. 2)Hiermit werden die insgesamt über 2000 Personen genannt, die dem THW, der DLRG und den Maltesern bzw. dem Roten Kreuz angehören. Die Soldaten waren nicht in dem Zelt.

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    Daumen hoch! LG Carmen

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