Zurück nach München

Nachdem sie Tom versorgt hatte, ging Sel in die Kantine und suchte Essen für uns Drei aus. sie ließ es in unsere Wohnung bringen. Danach ging sie in mein Büro. Der Vorraum war praktisch immer offen, zu meinem Büro aber hatten nur Selina Ines und ich einen Schlüssel. Wir hatten aber schon einmal angedacht, mir eine Sekretärin zuzuteilen, da Ines mit Selinas Assistenz neben den Schwestern genug zu tun hatte. Selina holte meine Unterschriftenmappe und meine Post aus meinem Büro und erwischte Melina und mich beim Fangen spielen in den Privaträumen, als sie mir alles brachte. "Du solltest dich eigentlich mal ausruhen, du Kindskopf!" - "Sei nicht frech, sonst fangen wir dich, Frau Doktor!" - "Genau!" rief Mel, die sofort dabei war, wenn es darum ging Selina zu vergackeiern.
"Ach kommt jetzt ihr beide! Ich hab auch fast nicht geschlafen. Lasst uns gemeinsam essen und du legst dich noch ein Weilchen hin, Schatz! Du klappst sonst irgendwann zusammen. Wenn du selbst mit dem Auto nach München fahren willst, musst du vorher schlafen! Wenigstens ein Bisschen!" - "Ja, Sel, du hast ja recht." - "Na dann lasst uns essen und dann ab in die Kiste!" -"Kommst du mit?" - "Michael! Ich sagte Schlafen!" - "Du bist wunderschön, wenn du dich aufregst!" Selina schüttelte den Kopf. "Ich hab dich auch lieb!"
Bis das Essen kam , sah ich meine Post durch und unterschrieb die üblichen Dokumente. Unser Kantinenessen konnte sich durchaus sehen lassen, zumal wir für unser Personal den Preis stützten, so dass ein Menü mit Vorspeise, drei wählbaren Hauptspeisen und Nachspeise, dazu sechs bis acht verschiedenen Salaten nur Zwei Euro fünfzig  kostete. Auch hier stand ich auf dem Standpunkt: Zufriedene Leute sind gute Leute. Mit gutem Personal ist jede Aufgabe leichter zu bewältigen. Natürlich gab es hin und wieder jemanden, der mit nichts zufrieden war. Ich stellte solchen Brunnenvergiftern ganz einfach vor allen Anderen frei, wo Anders zu arbeiten, wo die Bedingungen besser seien als bei uns und mir das dann mitzuteilen, Vielleicht könnte ich ja noch was lernen...
Wir speisten in Ruhe und ich zog mich zurück. Es war schon fünf, als mich Selina weckte. Sie hatte mir frische Jeans und ein Hemd rausgelegt, die Anzüge hatte ich ja noch im Hotel. "Josef wird dich fahren, Schatz!" - "Selina, Josef hat nicht mehr geschlafen als ich!" - "Hat er doch! Er hat Fanni um Elf hergebracht und sich sofort hingelegt. Er ist topfit und isst gerade eine Kleinigkeit, Dann fährt er dich ins Hotel und morgen wieder heim. Da kannst du dann selbst fahren, wenn du willst. Du kannst jetzt im Auto noch ein Wenig dösen, Liebling." - "Aber..." - "Sag einfach ja und küss mich, Liebling! - Na geht doch! Bis Morgen, mein Schatz!" - "Wer weiß?" Dachte ich bei mir, denn ich spielte mit dem Gedanken, heute noch heim zu fahren, vorausgesetzt, ich wäre dann nicht allzu müde. Widerwillig stieg ich in den Wagen. "Machen sie es sich bequem Chef! Vielleicht können sie noch eine halbe Stunde Schlaf rausschinden. Ich bin topfit, ich hab geschlafen!" - "Ist gut Josef, ich versuchs!" Erstaunlicher Weise war ich im Nu eingeschlafen und erwachte erst, als Josef in die Tiefgarage des Hotels einfuhr...

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